Abenteuer Elternbloggerkonferenz „denkst“ (#denkst17)

Eindrücke der Elternbloggerkonferenz denkst

Für diejenigen von Euch, die es noch nicht erfahren haben: ich war am Wochenende zusammen mit vielen anderen Elternbloggern auf einer Bloggerkonferenz. Ihr nichtbloggenden Leser werdet Euch jetzt sicherlich wundern, was das denn bitteschön sein soll. Eine Konferenz für Elternblogger? Was macht man da so? Wer kommt da hin? Und was bringt das überhaupt? Wenn Ihr dazu Antworten wissen wollt, dann lest einfach diesen Beitrag, vielleicht seid Ihr dann etwas schlauer 😉

Anreise, Unterkunft und ein erstes Kennenlernen

Ich weiß schon, das wird wahrscheinlich die Wenigsten interessieren. Aber es lohnt sich. Denn gerade der Punkt „Unterkunft“ hält noch so einige Schmankerl für Euch bereit!

Die Bloggerkonferenz „denkst“ fand, ebenso wie vergangenes Jahr, in Nürnberg statt. Das sind von mir zu Hause 2 1/2 Stunden Autofahrt. Das ist machbar. Allerdings dann doch weit genug weg, dass ich besser bereits am Vorabend anreisen möchte, um mich nicht am Tag der Veranstaltung bereits um fünf Uhr früh aus dem Bett schälen zu müssen. Eine Unterkunft habe ich auch zuvor gebucht. Ich habe ein örtlich dem Veranstaltungsort nahes Hotel gewählt. Um Kosten zu sparen wählte ich die Option „Gemeinschaftsbad“. Dieses Detail wird später noch spannend.

Ich kam also in Nürnberg an und ergatterte tatsächlich, wie vorher recherchiert (ja, ich bin gerne vorbereitet!) einen kostenlosen Parkplatz in Blickweite zum Veranstaltungsort. Dann lief ich mit meinem Weekender Richtung Hotel. Ich checkte ein, ging den langen, mit Bewegungsmeldern ausgestatteten Flur entlang und betrat mein Zimmer. Äh ich korrigiere: meine Zelle. Immerhin gab es ein Bett, einen Schrank und einen Schreibtisch. Und eine Steckdose. Ja es gab sogar ein Waschbecken. Was will man mehr? Hm vielleicht einen Fernseher? Darf man das dann überhaupt Hotel nennen? Nun gut, ich wollte ja eh nicht viel Zeit im Hotel verbringen. Also packte ich meine Sachen aus und schaute mir noch etwas die Stadt an. Später traf ich in einem Restaurant schon mal als „Warm up“ ein paar Blogger, wie die wunderbare Rike von Nieselpriem, Cynthia von Mamamania, Dani von Gluckeundso, Marsha von „Mutter und Söhnchen„, Sassi von „liniert-kariert“ und Jette von „Halbesachenblog„. Später in der Bar vom Stammhotel der anderen (deutlich klüger buchenden) Blogger traf ich zudem auf Stephan von „Daddydahoam„, „Bodehase„, Séverine von „Mama on the rocks“ und Svenja von „Meine Svenja„.

Irgendwann wurde es Zeit ins Bett zu gehen. Ich stellte den Wecker und legte mich hin. Das Bett war bequemer, als es aussah. Nur die Nachbarn unterhielten sich leider etwas laut. Nun gut, irgendwann schlief ich ein, wachte am nächsten Morgen noch vor dem Weckerklingeln auf, und beschloss im abenteuerlichen „Gemeinschaftsbad“ eine Dusche zu nehmen. Vor mir duschte noch ein Herr und so wartete ich höflich. Als er die Nasszelle verließ, machte er mich darauf aufmerksam, dass es in dem Raum kein Licht gibt. Und kein Fenster.

OKAY.

Ich schaute ihn wohl so verdattert an, dass er mir seine Taschenlampe überreichte mit der Bitte, sie ihm anschließend wieder zu geben. Ich nahm sie dankend an.


Als ich in mein Hotelzimmer zurückkehrte, merkte ich, dass mein Wecker bereits energisch klingelte. Das war wohl die Retourkutsche für die gesprächigen Nachbarn letzte Nacht. \o/ Das Frühstück war dann wieder in Ordnung. Ich checkte aus und steuerte den Veranstaltungsort der denkst an.

Die Elternbloggerkonferenz „denkst“

Organisation

Suessigkeitenglas_denkst_2Die Konferenz fand im Museum für Kommunikation statt. Das war rein vom Namen her bereits eine äußerst geschickt gewählte Lokation. Der Ort selber überraschte dann mit einem großzügigen Vorsaal, in dem sich verschiedene Unternehmen den Bloggern präsentierten und Getränke sowie Essen angeboten wurden. Das gelungene Ambiente wirkte sich auch auf die Stimmung unter den Bloggern und anderen Gästen aus. Sie war ausgelassen und freundlich. An dieser Stelle möchte ich den Organisatoren Sven Trautwein („Zwillingswelten„) und Susanne Hausdorf („Ich lebe! Jetzt!„) danken. Es ist wirklich Wahnsinn, was sie auf die Beine gestellt haben.

Die Themen

Zum Teil waren äußerst spannende und nützliche Themen dabei. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir der Vortrag von Stephan („Daddydahoam“) zu Rechtsfragen beim Bloggen. Und auch Thorsten Ising hatte ein paar sehr gute Tipps, wie man seinen Blog optimaler an den Interessen der Leser ausrichten kann.

Auch hängen geblieben ist der Vortrag von Julia Hubinger („Mama Schulze„), einfach weil er so emotional war. Denn Julia las aus ihrem bald erscheinenden Buch vor, in dem sie über ihre Erfahrung als Mutter mit MS berichtet. Ich fand es sehr schön, dass so ein emotionales Thema auch Gegenstand der Bloggerkonferenz war. Der Vortrag stach heraus und zeigte neben den ganzen Optimierungsthemen auch die eigentlich wichtige Seite des Bloggens: das Herz zu berühren. Davon hätte ich gerne im nächsten Jahr mehr!

Schön fand ich grundsätzlich auch, dass es eine Podiumsdiskussion gab. Das Thema lautete: „Mit Produktproben und Mehrwert kann ich keine Miete zahlen“. Ein recht reißerischer Titel, der inhaltlich leider hinter meinen Erwartungen zurück blieb. Es fehlte mir eine divergierende Sichtweise auf das Thema, um die Diskussion zu beleben. Gerade Hobbyblogger, die mit dem Blog eher nebenbei oder überhaupt kein Geld verdienen und hauptberuflich ganz andere Wege bestreiten, stellt sich die Frage überhaupt nicht, wie man mit dem Bloggen die Miete zahlen soll. Die Zielgruppe der Diskussion war damit aus meiner Sicht stark auf die Blogger ausgerichtet, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Abgesehen davon, dass die Gespräche sowieso etwas vom eigentlichen Thema abdrifteten. Hier würde ich mir für das nächste Mal wünschen, dass der Pluralität von Bloggern mehr Rechnung getragen würde. Dies ist übrigens ein Punkt, der auch bereits in meinen heiß diskutierten Gedanken zur Konferenz im vergangenen Jahr mitschwang.

Besonders gefreut hat mich, dass Béa von „Tollabea“ die denkst moderiert hat. Sie ist nicht nur quirlig und charmant, sie weiß auch wie sie ihr Publikum beisammen hält (das nächste Mal bringe ich mir Oropax mit) :-P.

Aus meiner Sicht war die #denkst17 dennoch eine rundum gelungene Bloggerkonferenz, mit interessanten Themen, einer tollen Lokation, vielfältigen Unternehmenseinblicken im Vorsaal und natürlich wunderbaren Bloggern. Ich freue mich bereits auf das nächste Jahr mit viel Input und spannenden Diskursen.

Eure Wiebke

2 Comments

  1. 23 Mai 2017 at 10:07 pm

    Hallo Wiebke,

    Taschenlampe im Gemeinschaftsbad – ich hau mich weg. Das ist wenigstens eine tolle Anekdote.

    Danke für deinen emotionalen und sehr spannenden Einblick in die Denkst.

    Viele Grüße
    Mama Maus

  2. 24 Mai 2017 at 7:38 am

    Vielen Dank für Deine Zusammenfassung! Der Weg nach Nürnberg (von Bremen aus) war mir zu weit, da bin ich ehrlich. Sonst hätte ich mich auch gerne unter den Gästen getummelt.

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