Das Standesamt steht Kopf

Fast
eine Stunde vor Beginn der Sprechzeiten standen wir heute vor der Tür des
Standesamtes, bepackt mit Dokumenten, Geld und der Hoffnung, dass wir unseren
Hochzeitswunschtermin ergattern würden. Doch wir waren nicht die Einzigen, die
auf die Idee kamen, früher reinzuschauen. Drei Pärchen saßen schon da
und schauten uns triumphierend an, als wir den Raum betraten. Na toll. Die Hoffnungen auf ein Happy End sanken. Und
nun hieß es warten. 
Wirbelwind platzierte sich am Maltisch der Spielecke,
ich gleich mit dazu. Sie war erstaunlich ruhig und gar nicht irritiert, was wir
hier denn wollen. Vielleicht war sie es durch die Arztbesuche inzwischen
gewohnt? Sie malte sehr schön. Naja, eigentlich war ich diejenige, die malte
und sie kippte die Buntstifte aus, um sie wieder einzusortieren und das Spiel
dann wieder von Vorne beginnen zu lassen. Nach einer Stinkerwindel-Wickelpause
wurde sie neugierig auf die anderen Räume und flitzte in ihrer typischen Manier
durchs Gebäude. Fahrstuhlfahren (wahlweise auch Rolltreppe) ist derzeit der
Hit. Und so war es dann die restliche Wartezeit unsere Hauptaufgabe sie von der
Fahrstuhltür fernzuhalten. 
Als wir endlich aufgerufen wurden, stand ich
zunächst alleine in der Tür, weil Papa mal wieder den Wirbelwind einfangen
musste. Ganz schüchtern schaute sie dann zur Tür hinein und kuschelte mit der
Wand. Erst nach ein paar Minuten fing sie an den Lichtschalter zu entdecken
(den Rest könnt Ihr Euch denken). Allmählich aufgetaut kletterte sie ihren Buggy
hinauf, rief „nochmal“, kletterte wieder herunter, kletterte wieder rein, rief wieder „nochmal“,
kletterte wieder herunter, usw. Und dann entdeckte sie auf dem Schreibtisch
eine Dose mit Büroklammern. Das wäre was für den „Lieblingsspielzeug“-Post.
Völlig fasziniert entleerte sie den Behälter und durchwühlte die Büroklammern mit ihren Patschehändchen. Blöd nur, dass wir nicht zu Hause, sondern im Büro einer Fremden saßen, die das Treiben mit zunehmend unruhigen Blicken verfolgte. Quasi als letzte Lösung bot sie Wirbelwind ein Puzzlebuch an, das am Ende aber von mir gepuzzelt wurde.
So ein Trubel, da kann
man sich ja gar nicht auf die Worte der Standesbeamtin konzentrieren. Was hatte
sie gerade gesagt? Oh, unser Wunschtermin ist noch frei? Innerlicher Jubel und
Stein-vom-Herz-Geplumpse. Nun können die Einladungen geschrieben, die
Feierlokation benachrichtigt und alle anderen Dinge geklärt werden. Der
Startschuss ist gefallen und Wirbelwind mittendrin 😉

2 Comments

  1. 27 März 2014 at 9:06 pm

    Liebe Wiebke, genießt weiterhin die Vorbereitungen Eures großen Tages – es ist eine so schöne Zeit! Herzliche Grüße Anne

Ich freue mich über einen Kommentar

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