Trägheitsgesetz bei Superhelden

Kennt
Ihr das auch? Den ganzen Tag ist man Superwoman, die Heldin des verflixten
Alltags (Supermänner sind natürlich nicht ausgeschlossen!). Woran man eine
Superwoman erkennt? Ganz einfach:
  • sie
    braucht kaum Schlaf
  • sie
    steht 5:30 Uhr auf der Matte, wenn das Kind in Not ist (zumindest will es uns
    das weismachen)
  •  sie
    hat den Röntgenblick, wenn der Lieblingsschmusehase verschwunden ist und
    gesucht werden muss
  • sie
    kann über die Spielzeugberge hinweg fliegen ohne sich zu verletzten
  • sie
    jongliert mit tausend „To do`s“ (Utensilien für den Kindergarten mitnehmen:
    Windeln, Windelschlüpfer, Schlafanzug, Wechselsachen, Obst; oh wir müssen neue
    Windeln kauen; Wer holt sie ab und wann? Der „Freizeitbeutel“ muss noch mit
    Getränk und Snacks befüllt werden, Wann wird es wieder Zeit Oma und Opa zu besuchen?)
  • sie
    ist die Heldin der Programmplanung. Zu Hause herumlungern, dass wird auf die Dauer langweilig, also werden Spielplätze, Tiergärten, Einkaufszentren und sonstige Unterhaltungsorte genaustens inspiziert und auf ihre Kindertauglichkeit getestet.

  • sie ist Super-Entertainerin: Herumgehopste auf der Mama; Fangenspielen nach dem Aufstehen; Essen in den Mund fliegen lassen, um die Aufnahmequote zu erhöhen; beim Treppenherunterhüpfen helfen; das Dreirad im Laufschritt und unter „hui“-Rufen über den Gehweg schieben; das Klettergerüst auf Erwachsenentauglichkeit testen; … kurzum: sich zum Appel machen!

Ich
denke Ihr alle erkennt Euch darin wieder! Sicherlich fallen Euch spontan noch
zig andere Dinge ein, die Euch zur ganz persönlichen Superwoman machen.
Aber
es gibt einen Zeitpunkt, da wird im Kopf irgendwie ein Schalter umgelegt. Da
werden alle Systeme heruntergefahren, die Superkräfte im Schrank verstaut und
man ist plötzlich ein ganz normaler (kraftloser) Mensch. Und das ist genau
dann, wenn man abends die Tür zum Kinderzimmer schließt. Wenn man sich am
Babyfon vergewissert hat, dass Ruhe eingekehrt ist. Vielleicht räumt man noch
ein paar Bücher oder Spielsachen, die sich ins Wohnzimmer verirrt haben, weg.
Aber dann ist die Kraft schon „herausgeflossen“. Die Arme werden schlapp, die
Beine geben nach, und das einzige, was die emeritierte Superheldin noch machen
kann, ist sich auf das Sofa zu legen und für den Abend nicht mehr aufzustehen.
Wenn man Glück hat, sitzt der Superman neben einem, der fliegender Weise
Getränke und Snacks vorbeibringt, eine Massage gibt (das ist jetzt leider
Wunschdenken) oder sonstige Verwöhnprogramme startet. Blöd nur, wenn auch der
Superman seine Systeme herunterfährt 🙁

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