Das hat sich gewaschen…

Die folgenden Zeilen sind aus einem Geistesblitz heraus entstanden. Ja, so etwas hab ich auch noch ab und zu, so zwischen Kind animieren und Wäschewaschen. Und ich kann die Mama- und Papawelt, ach was sag ich, die gesamte Bekleidungs- und Waschindustrie revolutionieren. Doch lest selbst…  

Die Waschmaschine läuft. Rund um die Uhr. Kaum ist der erste
Berg fertig, stapeln sich schon wieder die nächsten Kleidungsstücke
übereinander. Und je älter Wirbelwind wird, desto größer ist davon ihr Anteil.
Frisch geboren fielen die kleinen Bodys kaum auf. Und dreckig wurden die ja
auch nicht so schnell, höchstens, wenn es mal wieder ordentlich in der Windel
geblubbert hatte. Doch nun, mit Kleidergröße 98 nimmt die Wäsche nicht nur in
der Waschmaschine, sondern auch auf dem Wäscheständer ordentlich Platz weg. Und
sie wird deutlich schneller schmutzig. So ein 2 ¼-jähriges Kind liegt ja nicht
mehr brav im Bettchen herum, sondern lässt ordentlich die Sau raus. Das heißt
kaum hat man es morgens angezogen, kann man darauf wetten, dass es Sekunden
später bekleckert ist. Die Gefahren lauern überall: Stifte, Zahnpasta, Joghurt,
aber auch schlammige Spielplätze sind geheime Partner der Waschmittelindustrie.
Vom Kindergarten ganz zu schweigen. Denn warum sollten sie sonst keine Lätzchen
verwenden? Jeden Nachmittag, wenn ich sie abhole, genügt ein Blick auf ihre
Brust und schon weiß ich, was es gab. Den einen Tag ist es Quark, den anderen
Tomatensoße. Das Ergebnis ist das Gleiche: das Oberteil wandert in die
Waschmaschine. Inzwischen sind wir von Balkon und Wäschezimmer auf den
Dachboden ausgewichen, um den Massen an Kleidung Herr zu werden. 
Das Positive: Papa hat ein neues Hometraining-Programm
entwickelt. Mehrmals täglich läuft er die Treppen hinauf und herunter. Und das
ganz kostenlos. Naja abgesehen von den steigenden Strom- und Wasserkosten. 
Doch das wird jetzt geändert. Denn ich habe die ultimative
Idee. Von nun an werden die Oberteile den Mahlzeiten im Kindergarten entsprechend
angepasst. Es gibt Quark? Kein Problem: dann wird ein weißes Oberteil
angezogen. Es gibt Nudeln mit Tomatensoße? Dann eben das kleine Rote. Oder doch
Blaubeeren? Irgendwo habe ich doch auch das lila T-Shirt vergraben. Und am Ende
des Tages ist das Oberteil zwar dreckig, aber keiner sieht es und man kann es
getrost noch einmal verwenden.
So, wollen wir es gleich mal ausprobieren. Was muss ich
Wirbelwind denn morgen anziehen? Also auf dem Speiseplan steht: Kartoffeln mit
Spinat und Senfsoße, als Nachtisch Rote Bete.
Ähh… 

3 Comments

  1. 17 Oktober 2014 at 9:27 am

    Tja mein Energetiker sagt dann immer " Kinder müssen wachsen und ihre Erfahrungen machen". Grundsätzliche gebe ich ihm da recht nur ist der Gute kinderlos und kann sich glaube ich nicht vorstellen, wie nervenaufreibend das manchmal sein kann 🙂

  2. 17 Oktober 2014 at 1:44 pm

    Haha, also am Besten ein T-shirt in Regenbogenfarben. Oder ein rein weißes, dann kann man die Kleckerei als "erste künstlerische Versuchung" bezeichnen. 😀
    Diese Berge von Wäsche, die ständig zu wachsen und nicht zu schrumpfen scheinen, sind echt nicht das schönste am Mutter-Dasein. Leider wird es mit den Jahren nicht weniger, sondern eher mehr: Die Klamotten brauchen mehr Platz in der Waschmaschine, dazu kommt Sportkleidung, Ausgehkleidung, etc. – also nicht gerade der beste Ausblick. Aber zumindest können dann die Kinder auch schon selbst mithelfen, wodurch die Arbeit doch wieder weniger wird. 😉

    • 18 Oktober 2014 at 8:16 am

      Das stimmt. Sie helfen zwar jetzt auch schon gerne mit, aber wirklich hilfreich ist es dann doch noch nicht 😉

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