Stillen macht einsam

Stillen macht einsam

Die letzten Tage haben geschlaucht. Bislang wechselten sich die „Trinktage“ und die „Schlaftage“ einigermaßen ab, so dass nach einem kräftezehrenden Tag auch einmal ein Tag der Entspannung folgte. Seit Samstag ist aber irgendwie landunter.  Vielleicht ist es ein größerer Wachstumsschub, vielleicht waren die letzten Tage auch einfach zu trubelig (gibt es das Wort?) für unser überfordertes Wölkchen. Vielleicht ist es von beidem etwas. Aber eins steht fest: wenn das in dieser Form so weiter geht, drehe ich noch am Rad. Doch lest selbst…

Szene 1: Samstag

Wir sind auf der Geburtstagsfeier des Großvaters. Er feiert in einem Restaurant. Alle haben aus der Karte ihr Wunschessen gewählt. Das Baby schläft in der Tragetasche des Kinderwagens in Sichtweite. Alle sind entzückt von dem kleinen Wesen, das dort so friedlich in der Ecke vor sich hindöst. Sie sehen nicht, dass ich es zuvor eine Stunde lang gestillt und anschließend viele weitere Minuten in den Schlaf geschunkelt habe. Als endlich das Essen seviert wird, macht Wölkchen die Augen auf. Nein ich korrigiere, die Augen hatte sie nie geöffnet, sie fing gleich an vehement zu schreien.
Ich schnappe sie mir, flüchte in unser Hotelzimmer und stille weiter. Mein nicht gerade stillfreundliches Outfit lässt mir leider nicht die Wahl direkt im Restaurant zu stillen. Abesehen davon weiß ich nicht, ob ich mich vor der gesamten Verwandtschaft der Schwiegereltern entblößen wöllte. Als ich eine Stunde später zurückkehre, wird mir mein warmgehaltenes Essen zum zweiten Mal serviert. Ich sitze alleine am Tisch, die Gäste machen einen Spaziergang. Sie haben das Baby im Kinderwagen dabei. Nach zwanzig Minuten wird mir das Baby wieder gebracht. Es hat nicht geschlafen, schreit wie am Spieß. Ich verkrümele mich wieder in das Hotelzimmer.
Sie trinkt etwas, um dann innezuhalten und loszumeckern. Die geschluckte Luft drückt, ein Bäucherchen schafft wenig Abhilfe. Sie nuckelt etwas weiter, schreit dann die Brust an. Als ich sie ablege spuckt sie. Doch das war nicht der Grund des Schreiens, denn anschließend trinkt sie wieder schlecht weiter. Nuckeln, Meckern, Nuckeln, Schreien, Bäuerchenmachen, Spucken, Schreien, Nuckeln…
Nach einer Stunde gehe ich mit dem immernoch wachen, aber völlig platten Baby zur Feiergesellschaft und verabschiede mich offiziell. Schön war`s, haha.

Szene 2: Sonntag

Die Laune des Babys ist die Gleiche. Sicherlich überfordert von der fremden Umgebung (wir sind immernoch bei den Großeltern), den vielen neuen Gesichtern und dem etwas anderen Tagesablauf zeigt sie sehr deutlich, dass ihr das nicht gefällt. Das Baby schläft tagsüber wieder wenig und nur sehr kurz. Stattdessen schreit es schnell und trinkt schlecht. Es hat den Anschein, dass es meine Brust nicht als Nahrungsquelle, sondern als Trostspender sucht. Blöd nur, dass diese lästige Milch immerwieder herauskommt. Während ich den Vormittag stille, macht Wirbelwind mit dem Großvater eine kleine Wanderung durch die nähere Umgebung. Ich bin nicht dabei.
Bis zum Mittag halte ich durch. Ich liege im Gästezimmer und versuche Wölkchen im Liegen stillend zu beruhigen und zum Einschlafen zu bewegen. Sie denkt gar nicht daran, obwohl sie augenscheinlich hundemüde ist. Sie trinkt nicht mehr, sie schreit nur noch meine Brust an. Ich reiche völlig überfordert das Baby an den Mann weiter, der es im Kinderwagen ausfährt. Eine ganze Weile brüllt sie noch im Kinderwagen, ehe sie einschläft. Sie schläft über zwei Stunden.
Ich versuche währenddessen selber etwas zu schlafen. Ich bin zu müde, um mich mit Wirbelwind zu beschäftigen. Gleichzeitig bin ich traurig. Traurig darüber, dass mir Wölkchen so wenig Zeit lässt, mich um Wirbelwind zu kümmern. Traurig, dass ich so viel verpasse. Ein paar Tränen kullern über meine Wangen.

Szene 3: Montag

Ich bin hochmotiviert. Ich habe mir geschworen, Wölkchen mit einem Lächeln im Gesicht meine Brust zu präsentieren, wann und so oft sie will. Und genau dies fordert sie auch ein. Nach einem Stillmarathon am Vormittag beschließen wir sie in den Kinderwagen zu packen, uns etwas Essen zu holen und im Park zu essen. Wir haben die Parkbank noch nicht ganz erreicht, und Wölkchen öffnet die Augen. Der Papa schunkelt sie noch etwas durch die Gegend, damit ich hastig mein Mittagessen hinunterschlingen kann. Alleine. Als der Papa dann sein Mittagessen genießt, genießt Wölkchen bereits wieder meine Brust. Am Nachmittag wiederholt sich der gesamte Vormittag noch einmal. Ich beschließe, dass ich raus muss. Ich schnappe mir Wölkchen und hole gemeinsam mit dem Papa unseren Wirbelwind aus dem Kindergarten ab. Wir gehen in die Stadt. Natürlich wird sie dort wach und ich stille auf einer Bank mitten im Einkaufszentrum. Sie trinkt etwas, aber nicht genug. Ich wickele. Sie schreit. Ich suche die nächste Bank, diesmal außerhalb des Einkaufszentrums. Papa und Wirbelwind gehen kurz etwas zu Essen holen. Ich sitze allein unter Fremden und stille erneut. Wir beschließen nach Hause zu fahren. Wölkchen schreit. Eine dritte Stillbank wird aufgesucht. Anschließend schläft sie meckernd in meinen Armen ein. Zu Hause angekommen wird sie wieder wach…

Einsamkeit

Dass die ersten Tage anstrengend werden würden, das wusste ich. Doch ich war davon überzeugt, dass es, sobald die Milch da sein würde, leichter werden würde. Einige Tage war es das auch, aber nie so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich komme zu Nichts. Diesen Post hier kann ich nur deshalb schreiben, weil ich die Schreibzeit von meiner mageren
Schlafzeit abzwacke. Genau das, was ich gerade erlebe, kenne ich bereits aus Wirbelwinds Babyzeit. Und ich dachte, das wäre eine Ausnahme. Ich dachte, beim zweiten Kind wird es anders. Etwas anders ist es auch, weil ich diesmal zumindest auch bei „Lärm“ stillen kann. Aber die vielen Stilleinheiten, die kurzen Trinkphasen, die kurzen Tagesschläfchen… das alles scheint sich zu wiederholen. Mir bleibt keine Zeit. Und oftmals bin ich einsam. Einsam, weil der Papa mit Wirbelwind alleine etwas unternimmt. Einsam, weil Wölkchen meine ganze Aufmerksamkeit fordert. Einsam, weil ich scheinbar mit meinen Problemen alleine da stehe und die anderen Mütter so viel pflegeleichtere Babys haben.
Bereits bei Wirbelwind hatte ich mir geschworen: beim zweiten Kind stillst du nicht. Du gibst gleich die Flasche und kannst weiterleben. Doch ich habe es vergessen. Vergessen, wie kräftezehrend es sein kann für ein sehr forderndes Kind da zu sein. Und ich hatte gehofft. Gehofft, dass es diesmal anders wird. Und vielleicht wird es das auch noch. Vielleicht. Meine Hebamme hat bereits versucht meine Einstellung zu ändern. Ja, ich gehe da angeblich doch desillusioniert heran. Es sei normal, dass die Babys oft kommen, und auch dass sie öfter mal die Brust anschreien. Aber im Ernst: ich verlange ja keinen vier-Stunden-Rhythmus, nur mal länger als eine halbe Stunde wäre doch schon etwas. Andere Babys schlafen doch auch! Nur ich trage mein Baby brüllend durchs Einkaufszentrum. Ich stille gerne. Auch wenn man das nach den Zeilen nicht vermuten mag. Ich möchte es auch beibehalten. In den Zeiten, in denen Wölkchen gut trinkt bzw. nicht meine Brust anmeckert, genieße ich es auch sehr, diese Nähe, diese Zweisamkeit. Diese Momente sind derzeit aber leider zu wenig.

Entfremdung von Wirbelwind?

Wie gerne wäre ich am Samstagvormittag bei Wirbelwind gewesen, und sie auch bei mir. Wie gerne hätte ich sie auf die Toilette begleitet, ihr eine Wurst gekauft, sie abends ins Bett gebracht. Aber ich, ich stille.
Frida sprach auf ihrem Blog 2KindChaos kürzlich von „Entfremdung„. Entfremde ich mich von Wirbelwind? Entfremdet sie sich von mir? Bereits mit dem Entschluss zur Fremdbetreuung habe ich Wirbelwind ein Stück von mir weggeschoben. Ich habe dabei keine Bauchschmerzen, weil ich merke, dass es ihr guttut und sie gerne dort hingeht. Sie macht viel Erfahrungen, die sie sonst nie gemacht hätte, schließt neue Freundschaften. Doch diesmal ist es anders. Ich merke, dass sie darunter leidet mich nicht so oft zu sehen. Der Vater bringt sie in den Kindergarten, er holt sie ab. Er geht mit ihr auf den Spielplatz oder einkaufen. Ich versuche so oft es geht dabei zu sein. Es ist schon mehr geworden, aber noch nicht genug. Sie fordert meine Anwesenheit ein. Wenn ich dabei bin, bin ich die Nummer eins, nicht der Papa. Sie weicht mir nicht von der Seite. Als ich sie heute aus dem Kindergarten abholte, bekam sie sich nicht mehr ein vor Freude. Ich sehe das mit einem lächelnden und einem weinenden Auge. Einerseits ist es schön zu sehen, dass sie so an mir hängt (welche Mutter fände das nicht schön!), andererseits bricht es mir das Herz zu wissen, dass sie scheinbar tapfer verzichtet, wenn ich mich um Wölkchen kümmern muss. Sie sagt es mir nicht, aber ihre Körpersprache spricht Bände.
Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb ich beim Stillen mehr Effizienz erwarte, warum ich diesen eigentlich sehr intimen Vorgang nicht so genießen kann, wie ich es sollte. Ist das nicht legitm?
Bitte, liebe Mamis da draußen. Sagt mir, dass Eure Babys auch so schlecht schlafen, schlecht trinken, aber viel nuckeln. Bitte sagt mir, dass es ganz normal ist. Dass es nur ne Phase ist und ich bald zu mehr Freiraum komme. Um auch mal zu Ende zu Duschen und nicht triefnasse wieder das schreiende Baby anzulegen! Bitte!
Eure Wiebke

20 Comments

  1. 30 Juni 2015 at 7:32 am

    Liebe Wiebke,
    fühl dich von Herzen in den Arm genommen. Ich kann deine Traurigkeit förmlich heraus lesen und das tut mir so leid. Man hat das Gefühl ALLES (und noch viel mehr!) zu geben und doch hat man den Eindruck, dass das bei Weitem nicht ausreicht. Ich war in einer ganz anderen Situation wie du. Ich habe meine Zwillinge nicht gestillt. Ich habe es 2 x versucht, habe dann abgepumpt und nach 1 Woche reichte die abgepumpte Milch nicht mehr. Es kam die Flasche dazu und irgendwann gab es dann nur noch diese. Aber selbst dieses "Flasche geben" schlauchte mich. Fläschchen richten, Kinder füttern, Bäuerchen machen lassen, Kinder zum Schlafen bringen, Fläschchen sterilisieren. Silas war ein schlechter Trinker, brauchte oft 1 1/2 Stunden für seine Flasche. Er spuckte den ganzen Tag, musste oft gewaschen und umgezogen werden. Grausam – besonders in der Nacht. Wenn man umfallen möchte vor Müdigkeit. Von der Flasche tranken sie in der ersten Zeit noch recht schlecht. Wir mussten bis zu 20 Flaschen in 24 Stunden richten und Literweise Milch ausschütten. Ich weiss bis heute nicht mehr wie ich ein Lächeln zustande gebracht habe wenn ich einen Spaziergang mit ihnen gemacht habe. Die Leute waren – zu Recht – entzückt von den Beiden. Aber mir ging es Hundeelend und ich wollte eigentlich nur Weinen. Es dauerte ewig bis die Zwei einen einigermaßen akzeptablen Rhythmus hatten. Das betraf aber nur das Trinken. Dass beide gleichzeitig schliefen war Glückssache. "Schlaf wenn dein Kind schläft". Wie habe ich diesen Satz gehasst. Das ist bei zwei Babys fast unmöglich. Zumindest war es bei meinen so. Ich dachte ich sterbe vor Müdigkeit. Ich war fast wütend, wenn einer von beiden früher aufwachte und ich gerade erst in einen Dämmerschlaf gefallen war. Es wurde erst besser, als der Nachtschlaf der Beiden intensiver und ausdauernder wurde. Heute kann ich (minimal!) darüber Lächeln. Aber vergessen werde ich es nie. Ich hatte mir die Babyzeit so herrlich ausgemalt. Ehrlich gesagt sind wir im ersten Jahr kaum aus dem Haus gegangen. Besuch kam zu uns und hat Kuchen mitgebracht. Ich vergöttere meine Kinder aber ich bin dankbar, dass diese Zeit vorbei ist. Was ich dir damit sagen will: Du bist nicht allein.
    Meinst du, es wäre einen Versuch wert abzupumpen und eurem Wölkchen zwischendurch die Flasche anzubieten? Dann könnte das dein Mann übernehmen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit. Es geht vorbei…
    Alles Liebe, Iris

    • 30 Juni 2015 at 8:05 am

      Liebe Iris. Irgendwie tut es gut zu hören, dass auch andere Mütter die erste Babyzeit als anstrengend empfunden haben, auch wenn ich es keinem wünsche. Gegenüber Dir habe ich den Vorteil, dass sie zumindest nachts ganz gut schläft. Kein Wunder, wenn man fast den ganzen Tag wach ist. Also heißt es abwarten…
      Vielen Dank für deine Worte.
      LG Wiebke

  2. 30 Juni 2015 at 7:48 am

    Liebe Wiebke,
    es tut mir echt leid, das zu lesen. Ich weiß aus eigener Erfahrung beim ersten Kind, wie hart, anstrengend und deprimierend das ist. Nur hatte ich da noch kein zweites Kind, das auch Aufmerksamkeit und Liebe brauchte. Dafür hatte ich die Unsicherheit und Überforderung einer Erstlingsmama. Falls es Dich beruhigt: mein Großer war genauso und ich dachte auch immer, alle anderen Babys sind anders. Das war auch bei denen so, die sichtbar waren. Die anderen bleiben zuhause und ziehen sich zurück. Das haben wir dann auch nach vielen unschönen Erfahrungen gemacht. Möglichst nur noch gewohntes Umfeld, keine Reize, regelmäßig zum Schlafen bringen durch Trage oder Kinderwagen (da schrie er auch immer, bis er eingeschlafen ist). Versuche, sie nicht nur durchs Stillen zum Einschlafen kriegen zu wollen, sondern geh mit der Trage oder dem Kiwa raus, bei den ersten Anzeichen von Müdigkeit. Solche Kinder können nicht allein einschlafen, sie müssen sozusagen "gezwungen" werden. Einkaufen mit dem Großen als Baby waren wir dann gar nicht mehr, nachdem er jedesmal den gesamten Supermarkt/Einkaufszentrum zusammengeschrien hat. Zu Familienfeiern waren wir anfangs zweimal und es ging jedesmal schief, das war alles viel zuviel für ihn. So schwer es fällt, aber man muss eine Zeitlang auf solche Aktivitäten verzichten und absagen. Auch wenn es isoliert. Manche Babys machen sowas einfach nicht mit. Dass Du noch ein großes Kind hast, das umsorgt werden möchte, macht es nicht einfacher. Wir haben uns beim zweiten Kind (das zum Glück pflegeleicht war), strikt aufgeteilt: fürs Baby war ich und für den Großen war der Papa zuständig. Das ist eben eine Zeitlang so. Es hat sich langsam wieder geändert, aber alle brauchen Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Mein Großer ist bis heute so, dass er sich schwer auf neue Umgebungen/Menschen etc. umstellen kann. Große Feiern sind für ihn eine Qual (für mich übrigens auch).
    Ich würde Dir gern etwas anderes sagen, aber mit so einem Baby muss man leider die meisten Aktivitäten zurückfahren. Bei manchen wird es nach den ersten Monaten besser, bei anderen nicht. Wenn Du Dich damit schneller abfinden kannst als ich es damals konnte, ersparst Du Dir viel Enttäuschung und Frust. Ich wünsch Dir alles Liebe und viel Hilfe und mentale Untersützung. Es gibt viele solche Kinder, aber man sieht sie nicht;)
    Liebe Grüße!

    • 30 Juni 2015 at 8:11 am

      Meine Liebe. Vielen Dank für deinen Kommentar. Gerade sitze ich übrigens im Park und habe genau das gemacht, was du auch angeraten hast: Ich hab mir mein schreiendes Baby geschnappt und bin mit dem Kinderwagen raus. Nach ein paar Minuten ist sie eingeschlafen.
      Da kann ich ja froh sein, dass es Sommer ist ?
      Irgendwie hab ich immer noch die Hoffnung, dass es nur eine Phase ist. Es war ja schon mal besser…
      LG

  3. Anonym
    Antworten
    30 Juni 2015 at 8:53 am

    Liebe Wiebke,

    fühl dich in den Arm genommen und lass dir sagen: Es wird besser!

    Da mein erster, sehr ausführlicher Kommentar verschluckt wurde, lasse ich dir jetzt die zwei Posts da:
    http://www.zockt.com/vonguteneltern/?p=4090
    http://www.zockt.com/vonguteneltern/?p=1278

    Bitte bedenke, dass das Wölkchen erst 3 Wochen alt ist und du noch im Wochenbett bist! Schalte mal bitte 1,2,3 Gänge zurück! Der Stillrhythmus braucht 5-6 Wochen, bis er sich eingependelt hat und dann kommen auch die längeren Stillabstände und damit auch wieder Zeit für Wirbelwind, Leute treffen, bloggen, Haushalt…

    Alles Liebe,
    Nadine

    Ps.: Meine Kleine wollte auch dauernuckeln und hat dann die Brust angeschrien, weil da Milch rauskam. Uns hat da dann ein Nuckel geholfen…

    • 30 Juni 2015 at 9:04 am

      Nuckel nimmt sie bislang nicht. Das haben wir bereits ausprobiert.
      Danke für die Links. Die werde ich mir gleich mal zu Gemüte führen…
      LG Wiebke

  4. 30 Juni 2015 at 12:34 pm

    Liebe Wiebke, lass dich umarmen!!! Wenn ich dein Post lese, weiss ich wieder, warum ich die Babyzeit meiner Kinder so anstrengend fand… Also ja! Es ist eine Phase. Eine, die einem sehr lange vorkommen kann und die sehr anstrengend sein kann, aber sie geht vorbei!
    Was mir beim zweiten Kind sehr gut getan hat: Manchmal haben wir uns einfach in mein Bett zurückgezogen. Ich habe ihm Nähe gegeben, ihn gestillt, ihn auf meinem Arm weinen lassen und mir selber Ruhe gegönnt. Im Wissen, dass es schöner wäre, mit einem zufriedenen Baby Ruhe zu geniessen, dies aber im Moment offenbar nicht möglich ist.
    Ich möchte dir auch Mut machen, was deine Beziehung zu Wirbelwind angeht! Ja, die Beziehung verändert sich durch das neue Familienmitglied und ihre neue Stellung als grosse Schwester, und im Moment hat sie weniger von Mama als vorher. Aber auch da werden wieder andere Zeiten kommen, während denen ihr einander geniessen könnt!
    lg und viel Kraft für den Alltag, Mirjam

    • 30 Juni 2015 at 2:32 pm

      Das habe ich auch gemacht: einfach ins Bett verkrümelt und gekuschelt/gestillt…
      Vielen Dank für die Umarmung 🙂
      LG

  5. 30 Juni 2015 at 2:14 pm

    Liebe Wiebke. Ganz viel Trost und Zuspruch von mir. Du bist tapfer. Ich habe zwar nicht gestillt, aber die ersten fünf Monate mit Schreibaby waren echt hart. Die Flasche hat mich entlastet. So konnte der Mann am Wochenende die Nachtschicht übernehmen. Sonst wäre ich umgefallen. Deshalb und nur deshalb überlege ich immer noch, ob wir ein weiteres bekommen sollen. Dafür bekomme ich oft "Dresche, aber so ist es halt. Wenn du nicht mehr kannst und die Flasche (abpumpen? ) dich vielleicht entlastet, versuch es doch. Aber du hörst am besten einfach auf dein Herz und nicht die olle Bine�� einfach den Blog als Ventil nehmen. LG von mir

    • 30 Juni 2015 at 2:31 pm

      Liebe Bine. Der Blog ist tatsächlich ein sehr gutes Ventil und Eure Kommentare Balsam für die Seele! Abpumpen halte ich für sinnlos, weil es Wölkchen da gerade um meine Nähe und das Nuckeln geht, weniger um Nahrungsaufnahme…
      LG Wiebke

  6. 30 Juni 2015 at 8:10 pm

    Ich habe die ersten 3 Monate eigentlich nur mit angelegtem Baby verbracht. Alle halbe Std mindestens wollte sie dran! Nachts im Beistellbett damit ich zwischendurch schlafen konnte. Ansonsten half seeehr still freundliche Kleidung und ein fröhliches "Scheiß auf die Blicke"!!!
    Ich habe einfach Überall gestillt. Auch stehend mitten in einem unerfüllten Einkaufszentrum. Egal. Vielleicht hilft es dir einfach zu machen und trotzdem überall dabei zu sein?
    Ich hoffe es hilft dir auch wenn du weist das du definitiv nicht allein bist.
    LG
    Katja

  7. Marie
    Antworten
    4 September 2015 at 4:05 pm

    Du hast definitiv keinen Bock auf das Kind, würdest es am liebsten verschenken und es allerhöchstens ab und an mal ausleihen.
    Du bist vielleicht eine gute Tante, aber eine miserable Mutter.

    • 4 September 2015 at 4:47 pm

      Es ist schon vermessen auf Grund der wenigen Informationen, die du von mir weißt solche Rückschlüsse zu ziehen. Ich selbst halte mich für eine gute Mutter, die eben auch nur ein Mensch mit entsprechenden Gefühlen ist. Und diese Gefühle zu äußern halte ich für wichtig, um sie besser handeln zu können. Dieser Beitrag war eine Momentaufnahme eben dieser Gefühle. Die vorigen Kommentatoren haben dies auch so richtig aufgefasst und gezeigt, dass ich eben nicht alleine dastehe. Ich denke nicht, dass es Mutterqualitäten abspricht auch mal Schwäche zu zeigen. Vielleicht ist es sogar der einzige Weg um daran erstarkt hervorzugehen.
      So, mehr muss ich nicht sagen. Ich weiß wer ich bin.

      Wiebke

    • 18 September 2016 at 6:21 pm

      Marie, dein Kommentar kann hoffentlich nur ein schlechter Scherz gewesen sein.
      Liebe Wiebke, lass dich von sowas bitte nicht verunsichern. Der Kommentar war deine ausführliche Antwort nicht mal wert!
      LG, Agnes

  8. 13 August 2016 at 9:58 am

    Sehr ehrlicher Artikel. Interessanter Worte !

  9. 18 September 2016 at 7:58 pm

    Deine Worte sprechen mir so aus der Seele. Mein kleiner Mann, mittlerweile 6 Monate, aber als Frühchen in der 29. Ssw geboren, ist genauso fordern, wahnsinnig schnell überreizt, schläft nur im Tragetuch und Ausflüge habe ich erstmal aus meinem Leben gestrichen. Obwohl bei uns das stillen nie geklappt hat und ich 4 Monate abgepumpt habe, sehe ich die Parallelen. Er will ständig trinken, auch mit 6 Monaten noch alle 1,5-2 Stunden,schläft schlecht, brüllt die Flasche an etc. Ich habe nun langsam angefangen zu akzeptieren, dass es eben so ist. Und es gibt mehr fordernde Babys, wie unsere, als man denkt. Die meisten getrauen sich einfach nicht ehrlich zu sein. Seit ich den Druck raus genommen habe, Freunde absage, wenn das kerlchen zu schlecht drauf ist, geht's mir besser. Und irgendwann, ja irgendwann wird es besser werden. Da bin ich mir sicher. Dankeschön für deine offenen Worte, alles gute und viel Kraft wünsche ich dir! Es ist nur eine Phase und irgendwann wird es besser. Somaya

  10. Anonym
    Antworten
    19 September 2016 at 4:56 pm

    Familienfeiern und Einkaufszentrum? Da ist es ja auch kein Wunder, wenn das Kind unruhig ist – sorry! Verzicht gehört halt leider mit dazu.

  11. 19 September 2016 at 6:07 pm

    Liebe Wiebke…Auch ich habe mich Anfangs immer einsam gefühlt.Meine MiniMaus hat mir immer ganz deutlich gezeigt,dass sie es sehr sehr doof findet im Kinderwagen zu liegen… Und dieses ewige Stillen weißt eigentlich darauf hin,dass dein Wölkchen einfach mehr Körperkontakt möchte…Daher mein Tipp: Ab in den nächsten Trageladen…Denn Babys sind Traglinge…Keine Lieglinge…
    Ich hab am Anfang mit einer klassischen Trage angefangen…Bzw.eine Trage mit Tragetuchstoff…
    Wenn die Kopfstabilität dann gegeben ist,dann kannst du auch die Seittrage nehmen…Bei uns hat inzwischen noch ein Ringsling Einzug gehalten…Was ich eigentlich sagen möchte…Ich kann inzwischen richtig gut in der Trage und im Sling Stillen…So bin ich mit dabei und muss nicht überall meine Nippel raus holen… 😉 Denn in der Trage sieht es keiner…
    Lass dich bitte nicht verunsichern…Hab gerade gelesen dass deine Kleine erst 3 Wochen alt ist…
    Im Wochenbett habe ich alle Familienfeiern abgesagt… Eigentlich die ersten 12 Wochen…
    Mach dir keinen Stress… Vielleicht zeigt dir dein Mini-Menschen-Kind mit seinem Verhalten auch,dass du dich noch ausruhen sollst…

    Das ist nur ne Phase und es wird besser…

    Ich finde es auch immer wieder schade,dass es so viele negative Leute gibt,die statt einem zu helfen einen noch blöd anmachen…Wenn man nix zu sagen hat,dann einfach Klappe halten… Sorry muss ja mal einer sagen…

    • 19 September 2016 at 6:18 pm

      Meine Liebe Unbekannte 😉 Ach hätte ich doch damals schon jemanden gehabt, der mir diese Worte gesagt hätte. Der Beitrag ist ja nun bereits ein Jahr her. Und inzwischen flitzt Wölkchen munter durch die Gegend. Aber wir hatten leider viel zu spät erkannt, dass unser Wölkchen eben so ein Tragling ist und diese viele Nähe braucht. Wir kannten es nicht von unserem ersten Kind und kamen anfangs gar nicht auf die Idee, dass es daran liegen könnte. Als wir später das Tragetuch einführten, wurde es auch viel besser.
      Vielen Dank nochmal für Deinen lieben Kommentar!
      LG Wiebke

  12. 16 Oktober 2016 at 10:01 am

    Es ist nun lange her und ich hoffe, ihr seid inzwischen alle wohl auf und die Phase der Erschöpfung ist erfolgreich überwunden! Wahnsinn, wie sich einige Dinge beheben lassen, wie bspw. mit einem Tragetuch! 🙂
    Aber vielleicht lesen das hier ja dennoch frische Mütter und es hilft, wenn ich ebenfalls bestätige, dass diese und ganz andere Krisen niemals für immer sind! Ich hoffe, jeder hat in solchen Zeiten jemanden an seiner Seite, der mit Optimismus tatkräftig zur Seite steht – auf ein Tief folgt ein Hoch! 🙂

    Alles Gute weiterhin und viele Grüße
    Emily

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