Wölkchen wächst – der erste Wachstumsschub

In dem berühmten Buch „Oje, ich wachse“ von Rijt und Plooij wurden sie hinlänglich beschrieben: die Wachstumsphasen. Demnach durchlaufen Babys im ersten Jahr sieben solcher Schübe: um die 5. Woche (1), um die 8. Woche (2), die 12. Woche (3), zwischen der 14. und 19. Woche (4), zwischen der 23. und 26. Woche (5), zwischen der 34. und 37. Woche (6) und schließlich zwischen der 42. und 46. Woche (7). 

Wölkchen ist derzeit fünfeinhalb Wochen alt und befindet sich gerade mitten im ersten Schub. Woran ich das merke und was da überhaupt passiert, möchte ich nun beschreiben.

Was passiert um die fünfte Woche?

Während des ersten Schubs machen die Sinnesorgane des Babys
einen großen Sprung, es kann besser sehen, hören und fühlen und somit auch mehr
Eindrücke aufnehmen. Durch die neuen Reize und Fähigkeiten sind die Knirpse schnell überfordert.
Rijt und Plooij beschreiben in ihrem Buch folgende Veränderungen am Endes des Wachstumsschubs:
  • es schaut häufgier und länger etwas an
  • es horcht häufiger und hört aufmerksamer zu
  • es reagiert deutlicher auf Berührungen
  • es reagiert deutlicher auf Gerüche
  • es lächelt zum ersten Mal (bzw. häufiger als vorher)
  • es produziert Freudenlaute
  • es ist länger wach und aktiv
  • es erschrickt und zittert weniger
  • es zeigt zum ersten Mal (oder häufiger) Tränen beim Weinen
  • es verschluckt sich weniger
  • es spuckt weniger
  • es hat weniger Probleme mit dem Bäuerchen

Der Wachstumsschub bei Wölkchen

Und wie reagiert unser Wölkchen? So ziemlich genau mit der Vollendung der fünften Woche, genauer gesagt letzten Freitag, wurde sie insgesamt quengeliger. Seitdem trinkt sie ein wenig, um nach ein paar Schlucken loszuschreien und anschließend völlig außer sich doch wieder nach der Brust zu haschen. Viel Milch hat sie die letzten Tage nicht getrunken. Nur nachts klappt es besser. Meistens schreit sie sich dann im Kinderwagen oder im Arm in den Schlaf. Auch spuckt sie deutlich mehr, wohl nicht nur eine Ursache, sondern auch eine Folge des vielen Schreiens. Abends ist sie bis zu 2 1/2 Stunden wach, weil sie einfach nicht in den Schlaf findet bzw. zu hungrig ist aber nicht so richtig trinken kann. Liegend im ruhigen Schlafzimmer trinkt sie noch am Besten. Heute hat sie deutlich weniger geschrien, aber immer noch mehr als vor dem Schub.
 
Und hat sich Wölkchen schon weiterentwickelt? Von der oben genannten Liste habe ich tatsächlich schon einiges bei Wölkchen bemerkt. Neben der ersten Träne, die wir schon gesehen haben, ist sie auch deutlich aktiver geworden. Sie schaut viel herum, guckt mich beispielsweise beim Trinken an. Auch Wirbelwind beobachtet sie inzwischen interessiert. Sie lacht mehr. Allerdings zeigt sie das schönste Lächeln nur kurz bevor sie spucken muss. Ich bin jedes Mal entzückt, weil ich denke es gilt mir, bis dann das Unheil geschiet. 🙁  
Und schließlich hat sie heute ganz bewusst ihre Hand angeschaut, während sie diese immer wieder an das eigene Gesicht herangeführt und wieder wegbewegt hat. Das wird zwar auf der Liste nicht aufgeführt, finde ich dennoch erwähnenswert!
Bei Wirbelwind damals hatte ich den Schub übrigens nicht so deutlich gemerkt. Nur am Ende der sechsten Woche schien sie vergessen
zu haben, wie man trinkt. Ich hatte ihr abends zwei Stunden lang ständig die
Brust angeboten und sie – schreiend vor Hunger – schmatzte unbeholfen daran
herum, ohne Erfolg. Wir waren schon ganz verzweifelt, da hatte ich noch einen Versuch im Liegen gestartet. Und plötzlich konnte
sie wieder etwas trinken und endlich schlafen.

In dem Sinne hoffe ich, dass der Schub bald ganz überstanden ist, denn der nächste steht ja bereits vor der Tür. :-/

Wie war es bei Euch? Hattet Ihr die Schübe bei Euren Kindern gemerkt?

Eure Wiebke

2 Comments

  1. 15 Juli 2015 at 4:32 am

    Bei uns waren die Schübe auch immer auf den Tag genau passend 😀

    Liebe Grüße, Biene

Ich freue mich über einen Kommentar

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