Wasserrutsche im Dauertest – oder: wir waren baden (#tagebuchgebloggt)

Meine Erfahrungen mit Kleinkind im Hallenbad

Ganz oben taucht der so vertraute, lockige Haarbüschel auf, dann eine Hand, noch eine und schließlich das grinsende Gesicht von Wölkchen. Stolz steht sie in ihrem süßen Badeanzug ganz oben auf der geschwungenen Schlangenrutsche und sucht meine Bestätigung. Ich nicke ihr zu und zeige Ihr, sich hinzusetzen, was sie sofort tut. Ohne zu zögern gibt sie sich selbst einen Stups, klammert sich mit ihren kleinen Händchen an den viel zu groben Rutschenrand und saust los. Ich sprinte nach unten und fange sie auf. Sie jauchzt vor Freude und beginnt, kaum dass sie das Wasser berührt hat, den Wiederaufstieg. Dabei vergisst sie, dass der Boden nass und rutschig ist. Ihre Beine driften auseinander und sie landet etwas unsanft auf ihrem Po. Doch das hält sie nicht auf. Krabbelnd kämpft sie sich zur Treppe der Rutsche vor, um das Spiel wieder von neuem beginnen zu lassen.

Das erste Mal im Hallenbad

Es ist das erste Mal, dass wir mit Wölkchen in ein Hallenbad sind. Im Freibad waren wir mit ihr bereits und auch hier hatte sie immer großen Spaß im flachen Wasser und am Strand. Nur gerutscht ist sie bislang nicht (siehe Foto). Freibad scheidet leider auf Grund des Regenwetters aus. Also erklärten wir ihr: „Wir gehen baden!“. Sie schaute auf die Badewanne im Bad. Ich musste grinsen und erläuterte: „Nicht hier. Wir baden in einer ganz großen Badewanne. Aber drinne, nicht draußen“. Etwas verständnislos schaute sie mich an. Nur Wirbelwind wusste sofort, was gemeint war. Sie schnappte sich einen Beutel und steckte alles, was irgendwie mit Baden zu tun hatte, hinein. Der Papa packte den Rest und wir fuhren los.

Dort angekommen flitzte Wirbelwind sofort los. Sie kannte das Hallenbad bereits von ihrem letzten Ausflug mit Papa. Wölkchen tapste hinterher. Sie ging durch die Eingangstür und trat sofort an die große Glaswand heran. „Eine Badewanne!!!!“, rief sie ungläubig und zeigte auf das große Schwimmbecken, dass durch die gläserne Wand deutlich zu erkennen war. Ganz aufgeregte trat sie mit ihren kleinen Füßen von einer Seite auf die andere und gluckste vor Aufregung.

Wir erobern die Rutsche

Schnell noch „eingecheckt“, ausgezogen, Sachen verstaut und abgeduscht, und schon konnte es losgehen. Wir steuerten zuerst das Babybecken an, an dem sich die Schlangenrutsche befand. Wir schmissen zur Freude der anderen Badegäste unsere reichhaltigen Badeutensilien in das Becken. Wirbelwind rutschte sofort drauflos, während Wölkchen den Geschmack des Chlorwassers einer eingehenden Prüfung unterzog. Irgendwann traute auch sie sich die Treppe der Rutsche hoch. Anfangs rutschte sie auf meinem Schoß sitzend. Da ich mein Glück, nicht stecken geblieben zu sein, nicht überstrapazieren wollte, ermunterte ich sie nach einigen Malen, es doch alleine zu tun. Und siehe da, the rest is history (das wollte ich immer schon mal schreiben :-P).

Essen, Schwimmen und noch viel mehr

Dazwischen gab es gesunde Kindersnacks. Nachdem die Kinder mit ihren Pommes fertig waren, eroberte Wirbelwind das „Schwimmenlernbecken“. Mit ihren Schwimmflügeln übte sie fleißig das Schwimmen. Das klappt auch schon sehr gut. Nur sobald ich ihr zeigte, wie sie die Hände richtig halten sollte, schien sie trotz Schwimmflügeln gnadenlos in die Tiefe gesogen zu werden. Verhext. Dem Enthusiasmus tat das keinen Abbruch. Als sich der Mann mit den Kindern in den Whirlpool verzog, wagte ich es, einmal in das große Becken zu gehen. Nach all den Baby- und Kinderbecken, die auf Körpertemperatur aufgewärmt waren, kamen einem die 28 Grad des Schwimmbeckens wie frisch vom Eise befreites Polarmeerwasser vor. Aber nach zwei, drei Zügen hat sich mein Körper an die Eiseskälte gewöhnt und ich überholte siegessicher die um mich herum planschenden Senioren. Zum Schluss noch mit zu den Kindern in den Whirlpool und der Badeausflug war ein voller Erfolg. Ich schaute in glückliche, aber erschöpfte Gesichter.

Der laute Abgang

Unter der Dusche beim Haare waschen kippte dann die Stimmung. Die Erschöpfung machte sich nun auch in den Gemütern bemerkbar. Während des Umziehens jammerte erst Wirbelwind, weil sie eingecremt werden sollte, und sogleich schloss sich Wölkchen dem jaulenden Singsang an. Sie wollte einfach nur raus und konnte nicht verstehen, dass ich die Schwimmhalle nicht im Schlüpfer verlassen möchte. Als wir angekleidet waren, hatte Wölkchen den Fön für sich entdeckt und wollte doch noch etwas bleiben. Irgendwann schafften wir es dann doch uns loszureißen. An der Kasse hielt ich meinen Chip hin und erläuterte, dass ich das Essen noch bezahlen müsse. „Nur 2,80 Euro?!“, ruft der Angestellte überrascht und ich beteuerte: „Ja, wir haben heute mal richtig geschlemmt.“ Ich glaube das fand er nicht so witzig, gab mir mein Wechselgeld und wir verließen das Bad. Zu Hause angekommen wünschte sich Wirbelwind noch eine selbstgemachte Pizza. Der beste Papa der Welt erfüllte ihr den Wunsch. Baden macht eben hungrig. Obwohl Wirbelwind vor dem Fernseher fast einschlief, schlang sie danach noch zweieinhalb Stückchen der eigentlich viel zu voll belegten Pizza in sich hinein. Im Bett schlief sie anschließend sofort ein, und auch Wölkchen brauchte erstaunlich kurz. Übrigens ohne Nuckel, aber das ist eine andere Geschichte. 😉

Sind Eure Kinder auch solche Wasserratten?

Eure Wiebke

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