13 Dinge, die ich mit Kindern vermisse … und was ich nicht mehr missen möchte

Nun ist der November fast rum und ich habe es immernoch nicht geschafft einen eigenen Beitrag zu meiner Linkparty mit dem Titel „Was ich manchmal vermisse“ zu verfassen. Jetzt im Endspurt haben sich noch ein paar ganz liebe Blogger beteiligt und ihre teils aktuellen, teils bereits zuvor verfassten Beiträge verlinkt (eine Übersicht dazu findet Ihr im obigen Link). Und jedes Mal, wenn ich einen der Beiträge lese, denke ich „Oh ja“ und „Stimmt ja“. Und dann denke ich noch: „Und was soll ich jetzt noch schreiben? Es ist ja alles gesagt“. Nun ja, ich versuche es mal trotzdem, auf meine eigene Art und Weise.

Die Veränderung von Nicht-Mama zu Mama ist groß. Ganz zu schweigen von der Verantwortung, die man gegenüber dem neuen Erdenbürger nun auferlegt bekommt, ist auch der Tagesablauf ganz anders strukturiert. Sobald man den Titel „Mama“ erworben hat, eröffnen sich völlig neue, ungeahnte und kunterbunte Welten. Dinge, die vorher nicht ansatzweise geahnt werden konnte, prasseln nun tagtäglich auf einen ein. Dafür sind andere Türen plötzlich verschlossen, wenn auch nur für den Augenblick.Als Mama, und noch extremer als Baby-Mama ist der Tag geprägt von Fremdbestimmtheit und Zeitmangel – in jeder Lebenslage. Und so entsteht meine ganz eigene Liste

Dinge, die ich gerne mal wieder machen würde…

1. Kleidung im Laden anprobieren, nicht erst zu Hause. Ach was red ich da: überhaupt in einen Laden gehen.
2. Mein Mittagessen warm und in Ruhe genießen, nicht kalt oder hastig schluckend hinunterschlingen.
3. Auch tagsüber genüsslich Schokolade naschen, ohne vom Kind ertappt zu werden und einen enttäuschten Blick zu kassieren mit dem Kommentar „Mama, warum?!“
4. In zwei Tagen ein Buch von Anfang bis Ende lesen. Ein Buch OHNE Bilder.
5. Schlafen
6. Bei Mistwetter einfach mal drinne bleiben, ohne dass einem die Decke auf den Kopf fällt.
7. Den Einkaufswagen schieben, statt ihn zu schuckeln.
8. Beim entspannenden Spaziergang mal wirklich abschalten und nicht ständig den Gedanken um Kind, Kinderarzttermine, Kastanien zum Basteln für den Kindergarten, Schneehose kaufen, usw. denken.
9. Bei jedem Pups Krankheitssymptome googeln und maßlos erschrecken.
10. Duschen, ohne dass ein freches Köpfchen hereinschaut und mein Einseifen kommentiert.
11. Zähne wirklich mal die vollen drei Minuten putzen. Von Zahnseide möchte ich mal gar nicht reden.
12. Das Haus verlassen, wenn man gehen möchte und nicht eine halbe Stunde vorher anfangen müssen die Kinder zu motivieren, auf der Türschwelle vollgeschissene Windeln zu wechseln und/oder Diskussionen zu jahreszeitlich angepasster Kleidung zu führen.
13. Zwei Hände nur für sich frei haben. In einer die Schokolade mit der anderen halte ich dem Kind die Augen zu, dass es nicht sieht, wie ich Schokolade esse. Ach es geht ja darum, was ich ohne Kind machen würde… Ich bin raus!

Und damit wir uns nicht falsch verstehen, eins noch zum Schluss:

Was ich ohne meine Kinder vermissen würde…

1. Nie mehr im Leerlauf sein oder gar Langeweile verspüren.
2. An die Kinder denken und einfach glücklich und rührselig sein, einfach lachen oder gar ein Tränchen verdrücken vor Glück.
3. In Geschäften Spielsachen und Kleidung für die Kinder kaufen und an ihre dankbaren Gesichter denken.
4. Das Kind durchkitzeln, bis es jappst, Schnappatmung bekommt und dennoch nicht aufhören möchte.
5. Beim ersten Lächeln des Babys dahinschmelzen.
6. Einen Eisbrecher haben, wenn man alte Bekannte trifft. Über Kinder kann man immer reden, wie über das Wetter.
7. Die Sommernachmittage auf dem Spielplatz mit befreundeten Eltern verbringen und den Kindern beim Herumtoben zusehen.
8. Sich gebraucht fühlen.
9. Vor Stolz platzen, wenn das Kind den ersten Schritt macht oder das erste Mal frei Fahrrad fährt.
10. Ruhe würdigen können.
11. Vor dem Baby Grimassen schneiden, bis es gackert.
12. Einen Winzling in seinen Armen halten und wissen, dass man ein Wunder vollbracht hat.

Und zu guter letzt…

13. Solche Blogbeiträge schreiben. Denn ohne Kinder hätte ich das Bloggen nie angefangen.Eure Wiebke

 

6 Comments

  1. 30 November 2015 at 10:35 pm

    Oh, das hast du sehr schön geschrieben 🙂 Ja, "In Ruhe essen", das könnte ich meiner Liste noch gut hinzufügen und "Entspannt spazieren gehen" wäre auch toll. Aber genauso kann ich dir bei allen Punkten aus der 2. Liste zustimmen. Vor allem bei Punkt 2. Rührseelig ein Tränchen verdrückt hab ich in letzter Zeit auch öfter 😉 Einfach schön!

  2. 1 Dezember 2015 at 7:27 am

    Wunderbarer Beitrag, unterschreibe ich alles so 🙂 liebe Grüße, Vivi von hexhex

  3. 2 Dezember 2015 at 10:20 am

    Also deine Punkte finde ich alle super und konnte bei jedem nur mit dem Kopf nicken. Kenn ich! Vor allem der Punkt mit dem Buch lesen (OHNE Bilder!) ist genial. Da musste ich echt lachen.
    LG Anke

  4. 2 Dezember 2015 at 1:26 pm

    Danke Ihr Lieben! Freut mich, dass Euch der Beitrag gefällt. 🙂

  5. 4 Dezember 2015 at 3:27 pm

    Super Liste, da kommen mir doch so einige Punkte bekannt vor 😀 Im ersten Block besonders Punkt 6, wenn ich morgens beim Blick aus dem Fenster richtig mieses Wetter sehe, kriege ich gleich Panik 😀 Und im zweiten Block geht mir ja beim Lesen sofort mein Mutterherz auf <3

Ich freue mich über einen Kommentar

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