Warum mein Kind ein High-Need-Baby war

Mein Kind als High-Need-Baby

Schon öfter habe ich das Wort High-Need in den Mund genommen. So sehr ich Wölkchen in mein Herz geschlossen habe, so sehr hat sie mich manchmal zur Verzweiflung gebracht. In den entsprechenden Artikeln könnt Ihr so manche Geschichten dazu nachlesen. Nun, nachdem Wölkchen vier Monate lang kein Baby mehr ist und auch so der Alltag mit ihr deutlich entspannter abläuft, möchte ich einmal Resümee ziehen, warum Wölkchen aus meiner Sicht ein High-Need-Baby war. Ich beginne mit den offiziellen 12 Kriterien nach Sears, ehe ich auf Wölkchens Babyzeit schaue.

Die 12 Kriterien für High-Need-Babys nach Sears

Dr. William Sears hat 12 Kriterien für High-Need-Babys aufgestellt. Wenn Babys diese Merkmale zeigen, ist es wahrscheinlich, dass es sich um ein High-Need-Baby handelt. Zunächst möchte ich diese Kriterien kurz beschreiben und erläutern. Sie sind als neutrale Merkmale zu sehen, ohne eine negative Wertung.
  1. „Intense“ (Intensiv): bereits kurz nach der Geburt fallen HN-Babys durch ihr intensives Schreien auf. Überhaupt legen sie in alles, was sie tun, mehr Energie hinein: Schreien, Lachen, Essen, Protestieren, usw. Sie fühlen sehr intensiv und bringen diese Gefühle eben in dieser intensiven Art und Weise zum Ausdruck, auch in ihrer Körpersprache.
  2. „Hyperactive“ (hyperaktiv): Sowohl Hirn als auch Muskeln von High-Need Babys sind immer unruhig und in Bewegung. Im Vergleich zu anderen Babys sind sie deutlich aktiver.
  3. „Draining“ (anstrengend): Für Eltern von High-Need-Babys ist das Umsorgen sehr Kräfte zehrend, da sie sehr viel in die Zufriedenstellung des Kindes hineinstecken müssen. Zuweilen ist der Tank der Eltern leer, weil das Baby alles ausgesaugt hat. Andere Dingen müssen warten.
  4. „Feeds frequently“ (häufiges Füttern): Stillen dient nicht nur zur Nahrungsaufnahme, sondern ist auch ein prima Mittel zum Trösten. Das wissen alle Babys, aber HN-Babys ganz besonders. Und fordern das auch ein. Das heißt sie sind häufiger und länger an der Brust, um ihr Bedürfnis nach Nähe zu befriedigen.
  5. „Demanding“ (fordernd): Sie mögen es nicht zu warten und haben es immer eilig. Und sie mögen keine Alternativen. Wenn sie etwas wollen, dann wollen sie es sofort und auch genau das. Eine Brust lässt sich z.B. nicht durch einen Nuckel ersetzen, und die Mutter nicht durch andere Personen. Bekommt es nicht seinen Willen, wird dies lauthals kundgetan.
  6. „Awakens frequently“ (häufiges Aufwachen): HN-Babys haben einen sehr leichten Schlaf und wachen zwischen den Schlafphasen häufiger auf. Insgesamt scheinen sie weniger Schlaf zu benötigen.
  7. „Unsatisfied“ (unzufrieden): Sie scheinen immer unzufrieden zu sein. Die Bedürfnisse der Babys zu erkennen und zu befriedigen, ist eine Detektivarbeit der Eltern.
  8. „Unpredictable“ (unberechenbar): Das, was an einem Tag funktioniert hat, das funktioniert nicht zwangsläufig auch am nächsten Tag. HN-Babys sind unberechenbar darin, wie sie zufrieden zu stellen sind. Aber auch ihre Stimmungsschwankungen sind schwer kalkulierbar. Das Leben mit einem High-Need-Baby hält eben immer Überaschungen parat.
  9. „Super-sensitive“ (hochsensibel): Sie sind gegenüber ihrer Umwelt sehr sensibel und bevorzugen daher eine Umgebung, die ihnen vertraut ist und sicher erscheint. Auch im Schlaf schrecken sie beim kleinsten Geräusch sehr schnell auf.
  10. „Can`t put Baby down“ (nicht ablegbar): HN-Babys benötigen den Körperkontakt, sei es an der Brust, auf dem Arm oder im Bett. Nur mit Körperkontakt lässt es sich besser schlafen und viel sicherer die Welt erkunden. Zudem ist es auf dem Arm viel Spannender, als in der Babywiege.
  11. „Not a self soother“ (schläft nicht alleine ein): Das Baby benötigt zum Einschlafen Hilfe. Es braucht eine Person in Interaktion, um einschlafen zu können. Einfach Musik abzuspielen oder den Schnuller zu geben, genügt nicht. Denn sobald es alleine einschlafen soll, protestiert es und fordert Nähe ein.
  12. „Separation sensitive“ (trennungsempfindlich): HN-Babys mögen es nicht, von ihrer Bezugsperson getrennt zu werden. Im Gegenzug sind sie Fremden gegenüber scheu. Das heißt sie wissen genau, wen sie in der näheren Umgebung haben wollen und wen nicht. Sie suchen sich die Personen aus, die für ihre Bedürfnisse die Besten zu sein scheinen.
Interessant finde ich die Aussage von Sears, dass in gewisser Weise alle Babys High Need Babys sind, zumindest in einem Teil ihres Lebens. Das heißt jedes Baby zeigt von Zeit zu Zeit einige dieser Merkmale. High Need Babys jedoch weisen eben in deutlich mehr Kategorien Übereinstimmungen auf und zudem über einen längeren Zeitraum.
Auch sind es die Eltern selbst, die sehr verschieden auf die eingeforderten Bedürfnisse ihrer Babys reagieren und das Leben mit ihrem Kind eben unterschiedlich wahrnehmen.

Wölkchen als High-Need-Baby

An Hand dieser Kriterien möchte ich das Babyjahr von Wölkchen einmal Revue passieren lassen und beschreiben, warum Wölkchen für mich ein High-Need-Baby war.
  1. Intensiv: Wölkchen war und ist sehr intensiv in den Dingen, die sie tut. Letztens erst warf sie sich auf den Boden und jammerte, stand dann auf, entdeckte etwas Lustiges und lachte sich scheckig. Freud und Leid liegen bei ihr eng beieinander. Damals und heute. Ebenso war ihr Schreien bereits als Baby sehr laut und nicht zu überhören. Sie wollte wohl sicher gehen, dass man sie auch wirklich hören konnte. Eigentlich absurd, wenn man bedenkt, dass ich ja sowieso fast die ganze Zeit an ihr klebte. Da hätte ein Flüstern gereicht, um mich zu alarmieren. Nun denn.
  2. Hyperaktiv: Ja, Wölkchen war und ist deutlich aktiver, als andere Babys in ihrer Umgebung. Sie ist immer in Aktion, möchte Neues entdecken und – das ist wohl ihr Markenzeichen – hält nie den Mund still. Irgendetwas muss sie immer hinausschreien, kommentieren, plaudern, reden. Manchmal, da stellt sie sich einfach hin, beugt sich etwas nach vorne, ballt ihre Hände zu Fäusten, verkrampft von oben bis unten und brüllt für zwei-drei Sekunden einfach nur. Das tut sie nicht, um Freude, Frust oder Trauer zu äußern, sondern es ist einfach ihre Art, um überschüssige Energie abzubauen. Danach macht sie einfach weiter wie bisher. Wenn ich mir das Verhalten heute so anschaue, dann denke ich, dass manches Brüllen in Babyzeiten ebenfalls so einen Energieabbau zum Zwecke hatte.
  3. Anstrengend: Lest Euch die anderen Punkte durch, dann wird Punkt drei beantwortet. 😉
  4. Häufiges Füttern: Bei Wirbelwind habe ich noch mitgezählt, bei Wölkchen dann nicht mehr. Ich weiß also nicht, wie oft ich gestillt habe, aber von einem 3- oder gar 4-Stunden-Rhythmus (ich weiß, das ist eh nicht realistisch), konnte ich nur träumen. Hier mal 5 Minuten, da mal 2 Minuten. Und irgendwann, vielleicht doch mal ein halbes Stündchen schlafen. Dann begann es wieder von vorn. „Stillst Du schon wieder?“, boah ich kann es nicht mehr hören.
  5. Fordernd: Ja, sie war und ist fordernd. Wenn sie etwas möchte, dann möchte sie das. Jetzt und sofort. Inzwischen versteht sie, dass Mama auch mal etwas Zeit braucht, bis sie bei ihr ist. Als Baby war das nicht möglich. Da musste man (also ich) sofort springen, sonst schrie sie sich in Rage.
  6. Wacht häufig auf: 17 bis 21 Stunden Schlaf benötigen Babys angeblich, hatte ich mich vor der Geburt informiert. Wölkchen brachte es auf etwa 14 Stunden (manchmal auch auf 11, und selten auf 15 Stunden). 12 in der Nacht und 2 am Tag. Daran hat sich bis heute eigentlich nichts geändert, außer dass der Schlaf am Tag nun nicht mehr auf mehrere Einheiten, sondern auf lediglich einen Mittagsschlaf verteilt ist. Als Baby war sie sehr viel wach. Bereits zwei Wochen nach der Geburt brachte sie es auf drei Wachstunden am Stück. Manchmal war sie dabei sogar gut drauf. Schlafen Fehlanzeige. Und immer wieder schreckte sie bei den leisesten Geräuschen auf. Beim Tagesschlaf kamen wir nur mit Tragetuch über eine Schlafphase hinaus.
  7. Unzufrieden: Ich denke nicht, dass Wölkchen immer unzufrieden war. Aber ich denke, dass sie, sobald etwas nicht ganz passte, dies eben besonders deutlich zum Ausdruck brachte. Sie war nicht unglücklicher als andere Babys, aber wenn, dann konnte man sich sicher sein, dass man es mitbekam. Während andere Babys noch unzufrieden in sich hineinknurrten, war sie eben bereits am Brüllen.
  8. Unberechenbar: Auch wenn die äußeren Bedingungen die selben zu sein schienen, konnte die Stimmung eine komplett andere sein. Das eine Mal war sie super drauf, und das andere Mal schrie sie, was das Zeug hielt. Das eine Mal konnte man sie auch einmal der Oma auf den Schoß geben, das andere Mal eben nicht. Manchmal saß ich da und schüttelte den Kopf, weil alles so überraschend gut lief. Und manchmal schüttelte ich den Kopf, weil wieder mal der „worst case“ eingetreten war.
  9. Hochsensibel: Fremde Umgebungen waren jedes Mal ein Spießrutenlauf. Manchmal ging es gut, oftmals endeten die Ausflüge jedoch darin, dass ich ein völlig überfordertes und schreiendes Baby im Tragetuch herumtrug und hoffte, sie würde doch endlich einschlafen oder sich zumindest beruhigen. Auch aus dem Schlaf schreckte sie schnell auf, und das bereits in den ersten Wochen, in denen Babys noch ein recht guter Schlaf prognostiziert wird.
  10. Nicht ablegbar: Als wir nach zwei (!!!) Monaten kapiert haben, dass Wölkchen ein Tragling ist, wurde es entspannter. Fortan trugen wir sie viel herum. Im Tragetuch schlief sie viel und lange, wachte auch bei lauteren Geräusche nicht auf. Das war im Kinderwagen undenkbar. Erst mit fünf Monaten gelang es, dass Wölkchen ohne zu Schreien im Kinderwagen einschlief. Auch heute noch möchte sie viel herumgetragen werden und sucht auch nachts den Körperkontakt. Sie schläft zwar alleine in ihrem Bett ein, landet aber fast jede Nacht spätestens zum Morgengrauen bei uns.
  11. Schläft nicht alleine ein: Momente, in denen Wölkchen alleine eingeschlafen ist, kann ich an einer Hand abzählen. All die anderen Male musste sie geschunkelt, herumkutschiert, oder noch viel besser: herumgetragen oder in den Schlaf genuckelt werden. Erst später, mit einem halben Jahr gelang es uns mit viel Geduld, dass sie alleine in ihrem Bett einschläft.
  12. Trennungsempfindlich: Es gab Zeiten, da war Wölkchen ca. 8 Monate alt, da musste ich sie selbst auf die Toilette mitnehmen, weil sie keinen Millimeter von mir weichen wollte und dies entsprechend laut kund tat. Gleichzeitig war sie (und ist immernoch) Fremden gegenüber sehr skeptisch. Auch heute noch weint sie los, wenn sie Männer mit dunklen Haaren und Bart sieht. Erst wenn ich ihr klar gemacht habe, dass der Mann eine gaaaanz liebe Person ist, beruhigt sie sich, weicht aber dennoch nicht von meiner Seite.
Ja, Wölkchen war für mich ein High-Need-Baby. Mit ihrer ausdrucksstarken, fordernden und lauten Art, ihrer schnellen Überreizung in fremden Situationen, dem Nähebedürfnis und dem empfindlichen Schlaf war die Babyzeit für mich eine sehr kräftezehrende Zeit. Im Vergleich zu anderen Babys musste ich immer wieder feststellen, dass ich hier ein ganz besonderes Energiebündel mein Eigen nennen durfte. Auch mit der Großen, Wirbelwind, war es anstrengend. Aber Wölkchen hat das Ganze nochmal auf einen neuen Level gebracht. Wirbelwind würde ich nun, im Nachhinein NICHT als ein High-Need-Baby beschreiben. Der Vergleich zeigt, dass Kinder eben doch verschieden sind, und es nicht nur die Wahrnehmung der Eltern ist, wie manche behaupten.
Ich muss gestehen: ich bin so dermaßen froh, dass die Babyzeit vorbei ist. Klar hatte sie auch schöne Seiten, beispielsweise wenn Wölkchen eng an mich gekuschelt schlief und ich ihr leicht behaartes Köpfchen küssen und ihren Duft einatmen konnte. Das brachte neue Kraft für die Wachphasen.
Mit jedem Entwicklungsschritt, den Wölkchen allerdings überstanden hatte, wurde es besser, mit jeder Selbstständigkeit einfacher. Als sie erst einmal Krabbeln und selber die Welt erkunden konnte, als sie anfing zu Laufen, und nun, wo sie schon so viel von dem versteht, was ich ihr sage…Für alle unter Euch, die ihr Baby als ein High-Need-Baby sehen: ich kann Euch sagen, dass es schöner wird. Immer schöner. Haltet durch, es lohnt sich 😉
Eure Wiebke
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11 Comments

  1. 6 Oktober 2016 at 8:55 pm

    Wow, ich lese das und es ist als würdest du das Bilderbuch-Mädchen beschreiben. GENAUSO! Mittlerweile ist es hier viel besser. Immer noch fordernd, aber auch super schön, so ein aufgewecktes Kind zu haben. Die Babyzeit vermisse ich so gar nicht. Da fühlte ich mich oft einfach wie überrollt von dieser Intensität und den langen Schreiphasen. Das kann man niemandem erklären, der es nicht erlebt hat. Kannte eine Familien beraterin mit sechs Kindern. Erst ihr viertes Kind war ein Highneed-Baby und sie sagte mir, sie hätte sich trotz ihrer drei vorherigen Kinder niemals vorstellen können, wie heftig das sein kann. Ich war froh das zu hören, denn vorher dachte ich schon, ich mach was falsch … war ja mein erstes Kind. Hachja, und jetzt ist so vieles einfacher und ich bin so stolz auf meine kleine aufgeweckte Maus 🙂

    • 7 Oktober 2016 at 9:42 am

      Liebe Nätty,
      einerseits freut es mich, dass ich Dich mit dem Text erreichen konnte. Andererseits bedeutet es, dass auch Du eine harte Babyzeit hattest. Und Du hast so recht: Ich liebe Wölkchens Gesichtsmimik, ihre Körpersprache, ihre Gestik. Sie "spricht" mit allen Fasern ihres Körpers zu mir und das ist so herrlich anzuschauen. Es sind eben ganz besondere Wesen, die viel fordern, aber auch viel geben <3
      LG Wiebke

  2. Anonym
    Antworten
    8 Oktober 2016 at 5:31 pm

    lustig,bis vor kurzem wusste ich nicht was high need ist,aber wenn ich es durchlese trifft vieles sowohl auf meinen großen (2,5 jahre) als auch aufs baby (9monate) zu. tatsächlich weiß ich vom großen, es wird alles besser, aber immerhin hängt er extrem an mir und ist sehr sensibel, obwohl er alles andere als ruhig ist, also auch sehr aktiv und kreativ und quasselt wie ein wasserfall. es geht mir schon sehr an die substanz. der große schlief erst mit 14 monaten durch, der kleine natürlich nicht mal ansatzweise, ich schiebe es aufs böse stillen 😉 andererseits denke ich immer, ich als erwachsener brauche auch viel nähe zu meinen lieben, warum soll ich sie meinen kindern dann nicht geben? in ein paar jahren wollen sie es von alleine nicht mehr…

    • 12 Oktober 2016 at 7:50 pm

      Ja, es kann schon eine sehr kräftezehrende Zeit sein, wenn Kinder so viel Aufmerksamkeit und Zuwendung fordern. Aber Du hast so recht: es ist wahrscheinlich schneller vorbei, als einem lieb ist und so ganz unverständlich ist es auch nicht. Ich habe auch immer gesagt: sie hat ja recht, wenn sie die Nähe sucht. Das ist doch das Beste, was sie machen kann, so aus evolutionstechnischer Sicht 😉 Viele Grüße, Wiebke

  3. Anonym
    Antworten
    12 Oktober 2016 at 6:14 pm

    Alle kinder waren mal highneedkinder. Klar ist das, was du beschreibst sehr anstrengend, aber das ist normal und bei sehr sehr vielen kinder mindestens genauso stark ausgeprägt, wie du es beschreibst. Den kinder, die scheinbar nicht so sind, wurde es durch elterlich ignoranz oder vernachlässigung der kinderbedürfnisse/gefühle/ängste abgewöhnt. Sie resegnierten, weil ihre bedürfnisse nicht wahrgenommen und erfüllt wurden.

    • 12 Oktober 2016 at 7:56 pm

      Nein, das ist einfach nicht wahr.
      1. High-Need-Babys sind klar definiert und betreffen rund 20 Prozent aller Babys. Nicht alle. Wer ein High-Need-Kind hat, der weiß, wovon ich rede. Klar sind auch "normale" Babys anstrengend, aber es ist nun mal kein Vergleich.
      2. High-Need-Babys resignieren nicht, sie zeigen sehr deutlich, wenn sie zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Und Deiner Aussage nach müssten ja alle ruhigen Babys nur deshalb so pflegeleicht sein, weil sie vernachlässigt wurden. Das ist eine unhaltbare Behauptung! Babys sind von ihrem Temperament her verschieden, und das sollte man nicht wegreden und damit den Eltern, die mit ihrem High-Need-Baby auf dem Zahnfleisch gehen, jegliches Zugeständnis wegnehmen.

  4. Anonym
    Antworten
    12 Oktober 2016 at 8:41 pm

    Es ist genauso wie du selbst schreibst, dass laut sears in gewisserweise alle babys highneedbabies sind. auch schreibst du selbst,dass wenn diese punkte zutreffen, es wahrscheinlich sei, dass es sich um ein highneedbaby handelt.
    Und es ist viel mehr ein großes lob an alle eltern von highneedbabies, dass sie etwas richtig machen und auf die bedürfnisse ihrer kindes eingehen, auch wenn das stunden-, jahrelanges tragen im tragetuch, niemals allein auf toilettegegen und völlige selbstaufgabe bedeutet.

  5. Kiki
    Antworten
    17 Februar 2017 at 3:04 pm

    Hallo … Ich schmunzel während meiner vielleicht 45 min. Pause (das 7,5 Monate alte HNB klebt seitlich an mir im Bett). Sie ist mein 2. Kind (der Große ist 13) und ich dachte, ich mache das mit Links, denkste … Mit rechts nämlich auch nicht. Jetzt während substanzmäßig fast nichts mehr übrig ist durch chronischen Schlafmangel und den 100.000 anderen Gefühlen einer HN-Mama bin ich froh, in meiner kurzen Pause zu lesen: ich bin nicht alleine!!!! DANKE! ;o)
    Lg Kiki

  6. Bettina
    Antworten
    18 März 2017 at 3:29 pm

    Danke liebe Wiebke für deine Worte und Gedanken!!!
    Mein Sohn ist fast 6 Monate und heute lese ich zum ersten Mal über HNB, was ziemlich gut auf ihn zutrifft. Glücklicherweise schreit er nur ganz selten, aber würde er, wenn ich nicht immer gleich zur Stelle wäre 😉
    Und Nächte mit nur 4x aufwachen sind Luxus.
    Ich liebe ihn ganz sehr, hab aber Momente, in denen ich echt fertig bin. Ich bin dazu auch noch selbstständig und liebe meinen Job, da fordert mich die fehlende Zeit zusätzlich heraus…deine Beiträge geben mir echt Kraft, DANKE!

    Und ich bin ganz bei dir, wer es nicht selbst erlebt hat, hat keine Vorstellung davon, welch immense Kraft dabei aufgebracht wird. Vor allem auch, weil der Alltag auch weiter geht!

    Ganz viel Kraft, Freude und Mut weiterhin für dich! Ich bin begeistert von deinem Blog und wie offen du über alles schreibst!

    Alles Liebe
    Bettina

    • 18 März 2017 at 10:01 pm

      Liebe Bettina,
      vielen Dank für Deine Rückmeldung. Es freut mich immer zu hören, wenn meine Beiträge an den richtigen Stellen ankommen. Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächsten Monate!
      Lieben Gruß, Wiebke

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