Ein ganz normales Frühstück

Frühstück mit kleinkind

Heute möchte ich Euch mal wieder einen Einblick in unseren verflixten Alltag geben und ein wenig von unserem heutigen Frühstück erzählen. Ihr wisst schon: das Essen, was man morgens in aller Ruhe zu sich nimmt, nachdem man genüsslich ausgeschlafen hat. Radiomusik plätschert im Hintergrund, der Kaffee wird in Allerseelenruhe aufgeschlürft und die Croissants zergehen auf der Zunge. Oder so ähnlich. Nun gut. Ganz so war es bei uns nicht, aber ich denke das verwundert Euch nicht so sonderlich. Aber beginnen wir von Vorne…

Das Erwachen

Es ist 6:27 Uhr, als sich die Tür zu dem Schlafzimmer öffnet, mit ihr öffnen sich auch meine Augen. Doch während die Tür bis zum Anschlag aufgestoßen wird, verharren meine Augenlider im Schlafzimmerblick-Modus. Für einen Blick auf die Uhr genügt es allemal und der bestätigt mein zermatschtes Gefühl. Zur Tür brauche ich nicht schauen. Es ist klar, dass dort Wölkchen steht. Sie ist bestens gelaunt und diesmal zum Glück auch nicht empört darüber, dass ich noch im Bett liegen bleiben möchte. Allerdings bedeutet das auch nicht, dass sie mich weiter dösen lässt. Nein, sie schleppt ein Buch an, dass ich mir mit ihr angucken darf, soweit das mein Augenlid-Status zulässt. Irgendwann verlässt Wölkchen tatsächlich das Schlafzimmer. Aber zu früh gefreut. Sie möchte etwas trinken. Murrend schlurfe ich ihr entgegen. Der Startschuss für unser völlig verfrühtes FRÜH-Stück, das seinem Namen heute alle Ehre macht, war gegeben.

Feuchter Start

Der Mann verweilte derweil noch etwas im Bett. Er ist eh nicht so der Frühstücker. Wir entscheiden uns, nicht zum Bäcker zu gehen, sondern das alte Toastbrot noch aufzubrauchen. Weil es nicht reichen würde, schlage ich den Kindern Müsli vor. Sie sind begeistert. Also packe ich – immer noch verschlafen – die Zutaten auf den Esstisch und kippe dabei gleich mal ein Wasserglas um. Der Inhalt verteilt sich auf dem Fußboden. Deutlicher kann mir mein Unterbewusstsein wohl nicht sagen, dass ich mal wieder wischen sollte. Na zumindest unter dem Esstisch ist es jetzt sauber. Vielleicht kippe ich bald mal auch ein Wasserglas in Küche und Bad um 😉

Wirbelwind holt sich einen Strohhalm aus der Küche und beginnt genüsslich ihre Apfelschorle zu schlürfen. Dreimal könnt ihr raten, was daraufhin Wölkchen tut? Richtig. Sie holt sich ebenfalls diesen Kleckergaranten, steckt ihn sich in ihr Glas, holt ihn heraus, schwappt ordentlich über den Tisch und hinterlässt klebrige Tröpfchen, wo immer es geht. Ich wische erneut.

Geistreiches Western-Frühstück

Derweil grillt das Toastbrot im Toaster vor sich hin. Dann ist ein Schnipsen aus der Küche zu vernehmen. Wirbelwind reagiert blitzschnell, schwingt sich auf das Schaukelpferd und verkündet „Ich reite hin!“. Während sie auf und ab wippt und sich selbstverständlich nicht von der Stelle bewegt, latsche ich zum Toaster und hole das Toastbrot heraus. Jetzt kann es losgehen, meine hungrigen Cowboys!

Am Tisch eröffnet mir Wirbelwind „Wir haben den Geschirrspüler zugemacht, damit es nicht so zieht!“. Der kalte Winter und unsere ständige Aufforderung doch bitte immer die Türen zu schließen, haben ihre Spuren hinterlassen. Ich bedanke mich lachend und meine „Oja, nicht dass sich das Geschirr erkältet“. Das findet Wirbelwind äußerst witzig und lässt sich von meiner spaßigen Laune inspirieren…

Denn nun löffelt sie erst fleißig in ihrem Müsli herum, ehe sie die Schüssel am Mund ansetzt und die ganze Milch aufschlürft. „Wo ist Deine Milch?“, frage ich sie daraufhin. Sie kontert souverän und verständlich: „Die hat ein Geist aufgetrunken. Der war ganz unten in der Milch“. „Oh, mitten am Tag?“, erkundige ich mich ungläubig. „Ja, da unten ist es dunkel!“. Das leuchtet mir ein und ich frage nicht weiter nach.

Tröstendes Marmeladenbrot

Nach dem Müsli gibt es noch eine Runde „Trostbrot“. Das war wohl der schönste Versprecher des heutigen Tages von Wirbelwind. Trostspendendes Brot? Bitteschön!

Wölkchen schaut sich auf dem üppig gedeckten Tisch um und sieht irritiert aus. „Was möchtest Du essen?“, frage ich sie. Die Antwort hätte ich mir denken können: „Dade“. Man könnte es mit „Marmelade“ übersetzten oder mit „Na, natürlich genau das, was nicht auf dem Tisch steht“!

Ich bringe ihr das begehrte gut und sie stopft sich ein ganzes Marmeladenbrot in ihren kleinen Mund. Respekt! Wir erklären das Frühstück für beendet und die Kinder zerstreuen sich wieder in der Wohnung. Zumindest bis zur nächsten Mahlzeit, wenn es wieder heißt… Zu Besuch beim verflixten Alltag.

Eure Wiebke

4 Comments

  1. 11 März 2017 at 9:33 pm

    Hallo Wiebke,

    so ein süßer Text! Das mit dem Geschirrspüler ist der Hit…bin gespannt, wann meine Kleine solche Sachen mal von sich geben wird, da freue ich mich jetzt schon darauf 😊
    Alles Liebe und auch morgen ein entspanntes, nicht allzu frühes Frühstück!
    LG Schokomama

    • 11 März 2017 at 10:52 pm

      Ja solche Sachen kann man sich echt nicht ausdenken 🙈 Freue dich drauf, es gibt wirklich immer was zu lachen 😉
      LG Wiebke

  2. 12 März 2017 at 8:18 am

    Hallo Wiebke,
    es ist Sonntagfrüh acht Uhr und ich habe auch schon gefrühstückt. Ohne Croissants. Aber heute ist nichts umgefallen, daher ist der Boden noch nicht gewischt und ich befürchte, er klebt noch fröhlich von gestern Abend vor sich hin. Aber die süßen und lustigen Sprüche sind toll!
    Liebe Grüße, Svenja

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