Wenn das Kindergarten-Essen krank macht…

Glutamate als Ursache für Neurodermitis

Kennt Ihr das, wenn Ihr hungrig im Supermarkt steht? Dann landen die ungewöhnlichsten Dinge wie von Zauberhand im Einkaufswagen. Bei mir war es heute etwas anders. Mein Magen grummelte zwar auch, aber nicht vor hunger. Nein, ich war wütend. Sehr wütend. Je mehr ich darüber nachdachte, desto wütender wurde ich. Ohnmacht, Fassungslosigkeit, Wut, Verzweiflung und Frust machten sich in mir breit. Und was passiert, wenn man mit Wut einkaufen geht? Man steht erst einmal kopfschüttelnd vor den Regalen und macht nichts. Dann haut man sich ein paar überteuerte Produkte in den Einkaufswagen, geht nach Hause und schreibt diesen Blogpost.

Allergien und Unverträglichkeiten bei Kindern

Zum Hintergrund möchte ich Euch diesen Beitrag ans Herz legen, den ich vorhin veröffentlicht habe. Er handelt von Wirbelwinds Neurodermitis, die in den letzten Wochen deutlich schlimmer geworden ist. Daher waren wir bei einer Heilpraktikerin, die mir die Augen geöffnet hat.

Wir werden die Nahrung von Wirbelwind umstellen. Auf Gluten, Laktose und Glutamat verzichten. Gluten, das ist in vielen Getreideprodukten enthalten, Laktose in Milchprodukten und Glutamate sind Geschmacksverstärker, wie sie in Fertigsuppen beispielsweise zu Hauf anzutreffen sind. Alles kein Problem. Zu Hause nutzen wir eh keine Geschmacksverstärker und das andere bekommen wir schon hin, dachte ich. Nur die Kita, die ist eben so eine Sache. Der Essensanbieter des Kindergartens bietet auch auf Allergiker abgestimmtes Essen an. Aber die Sache mit dem Glutamat ist die, die mich gerade heftigst aufregt…

Glutamat im Kindergarten-Essen

Im oben genannten Beitrag schreibe ich, dass die Neurodermitis mit dem Eintritt in den Kindergarten los ging. Für die Heilpraktikerin war das kein Zufall. Sie hatte von einem Kindergartenkoch erzählt bekommen, dass in das Essen der Kindergärten gerne Glutamat hineingekippt wird. Hauptsache es schmeckt und ist dabei auch noch günstig. Die Gesundheit der Kinder ist dabei nebensächlich. Wie verbreitet das ist, das kann ich nur mutmaßen. Doch einmal mehr ärgere ich mich, dass unsere Kita keinen Bio-Anbieter gewählt hat.

Beim Essensplan, der gleich am Eingang in der Kita hängt, wird Glutamat nicht aufgeführt. Allerdings erinnere ich mich daran, wie ich Wirbelwind damals (sie war ca. 1 1/2 Jahre alt) nach dem Mittagessen abgeholt hatte. Es gab Auflauf und noch bei der Begrüßung strahlte mir ein Glutamat-Geruch aus ihrem Mund entgegen.

Glutamat als Ursache für  Wirbelwinds Neurodermitis?

Zeitlich würde es also zusammenpassen. Wirbelwinds Neurodermitis wurde sichtbar, als sie im Kindergarten vermehrt glutamathaltige Nahrung zu sich nahm. Auch die Heilpraktikerin berichtete, dass eben oben genannter Koch selber unter starker Neurodermitis litt, die völlig verschwand, als er den Arbeitgeber und seine Kochweise änderte und komplett auf Geschmacksverstärker verzichtete. Das macht nachdenklich. Gibt es also einen Zusammenhang zwischen Glutamat und Neurodermitis?

Schaut man sich im weltweiten Netz ein wenig um, wird oftmals abgestritten, dass Glutamate Auslöser für Unverträglichkeiten und Hautreaktionen wie Neurodermitis sein können. Es wird auf Studien verwiesen, die das sogenannte „China-Restaurant-Syndrom“ in Tests mit Erwachsenen widerlegen. Das heißt, dass Glutamate keine allergischen Reaktionen auslösen. Erstaunt war ich hierbei über den Beitrag von Gesundheit.de. Hier wird den Leuten vermittelt, dass es völlig unbedenklich sei, Glutamate zu sich zu nehmen. Lediglich Übergewicht wäre ein ernst zu nehmende Nebenwirkung. Dass sich solche unreflektierten (oder vielleicht sogar lobbyistischen?) Beiträge im Netz finden, ist wohl auch ein Grund, warum Glutamat – gerade auch bei Kinderspeisung – noch so verbreitet ist.

Dann wurde ich doch fündig im Netz. Auf dieser Seite wird Glutamat als Pseudoallergieauslösender Stoff aufgeführt. Das wird auf der Seite „Gesundheitifürkinder.de“ weiter erläutert. Ich zitiere einmal diese Stelle, weil ich es nicht treffender formulieren könnte. Dort heißt es:

„Zweithäufigste Ursachengruppe für Nahrungsunverträglichkeiten sind die Pseudoallergien oder Scheinallergien: Sie sehen aus wie Allergien und werden teilweise durch dieselben Nahrungsmittel ausgelöst, die auch für Allergien verantwortlich sind. Im Gegensatz zu den »echten« Allergien ist allerdings das Immunsystem an der Reaktion nicht beteiligt. Die Beschwerden bei Allergien entstehen dadurch, dass ein bestimmter Stoff (das sog. Allergen) eine Immunreaktion in Gang setzt. Hierdurch werden Botenstoffe freigesetzt, welche die bekannten Erscheinungen auslösen.

Einige Nahrungsmittel nun können diese Botenstoffe direkt (also ohne Immunreaktion) freisetzen oder unmittelbar auf die Blutgefäße wirken und so eine Allergie »imitieren«. Zu diesen Nahrungsmitteln zählen Erdbeeren, Tomaten, aber auch Fisch, einige Käsesorten, Schokolade, Bananen, Walnüsse und – besonders schwer aufzuspüren – Lebensmittelzusätze wie Tartrazin oder Glutamat, etwa in Sojasaucen.

Typisch für die Pseudoallergien sind juckende Hautquaddeln und Herzklopfen. Auch Bauchbeschwerden – von Blähungen bis Durchfall – und Migräne sind möglich.“

Diese Beschreibung entspricht schon eher meiner Vermutung zum Zusammenhang von Glutamat und Neurodermitis und bestätigt die Aussagen der Heilpraktikerin.

Das Kindergarten-Essen – auf Allergiker abgestimmt?

Aber weiter im Programm. Noch wusste ich nicht eindeutig, ob auch in unserem Kindergarten immer noch Glutamate in das Essen gestreut würden.

Heute war ich in der Küche und habe mit dem Koch gesprochen. Ja, Allergien/Unverträglichkeiten können sie berücksichtigen: Gluten, Laktose, Fisch, Ei. Das ist schon mal wunderbar. Der Koch notierte sich gleich Wirbelwinds Namen und versicherte, dass die Wünsche noch heute umgesetzt werden würden. Das fand ich schon mal prima. Doch dann kam es: Ich fragte danach, was mit Glutamat sei, ob das hier verwendet werden würde. Und die Antwort schockte mich:

„Natürlich benutzen wir Geschmacksverstärker. Wir streuseln das in die Soßen. Sonst schmeckt es ja nicht.“

Man könne bei Wirbelwind noch die Soßen weglassen, damit sie kein Glutamat zu sich nimmt, war dann der Vorschlag des Kochs. Ich stimmte verdattert zu. Dann würde ich die Soßen eben nach Essensplan selber kochen und mitbringen, dachte ich mir.

Und wie es eben immer so bei mir ist, muss das Gesagte erst ein wenig sacken, ehe ich es einsortieren und verarbeiten kann. Ich setzte mich ins Auto und fuhr los. Ich musste noch einkaufen, Spezialnahrung für Wirbelwind. Und dann im Auto kam die Wut. Moment mal! Was soll dieser Mist eigentlich? Wir kochen zu Hause doch auch ohne Glutamat und den Kindern schmeckt es, und mit wenig Aufwand und Kosten. Warum bekommt man das nicht im Kindergarten hin? Was ist so schwer daran, zum Wohle unserer Kinder auf Zusatzstoffe zu verzichten? Bei den Preisen, die wir zahlen (sogar teurer als der Bio-Essensanbieter anderer Kitas in der Stadt), könnte man doch etwas Qualität erwarten! Mit diesem beschissenen Glutamat machen sie die Verdauung unserer Kinder kaputt. Kein Wunder, dass immer mehr von ihnen Unverträglichkeiten zeigen. Wie unverantwortlich kann man eigentlich sein?!!!

Hier beißt sich die Ratte in den Schwanz

Und das Paradoxe: Der Essensanbieter muss nun auf die besonderen Wünsche der Kinder eingehen und die Allergien berücksichtigen, glutenfreie Produkte kaufen, gesondert kochen etc. Diese Energie und Ressourcen, die dafür drauf gehen, sollten sie doch besser in ordentliche Soßen stecken. Sollten. Es ist so logisch, wenn man erst einmal den Zusammenhang sieht. So logisch. Warum ist mir das nicht schon früher aufgefallen? Und warum sehen es die anderen nicht? Wacht doch endlich auf!!! Oder muss ich jetzt alle wachrütteln?

Eines steht fest, der Punkt kommt auf die Agenda der nächsten Elternratssitzung und ich schreibe noch eine saftige Mail an den Essensanbieter. Denn auch wenn Wirbelwind nur noch ein Jahr in die Kita geht, Wölkchen hat gerade erst angefangen. Und auch bei ihr zeichnet es sich ab, dass hier Unverträglichkeiten vorhanden sind.

Eure Wiebke

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Wenn das Kindergartenessen krank macht - Neurodermitis durch Glutamate?

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23 Comments

  1. Melli
    Antworten
    26 April 2017 at 7:28 pm

    Ich bin von Deinem Beitrag hin- und hergerissen. Du hast sicherlich recht, dass wir keine Glutamate brauchen. Wir brauchen keine Farbstoffe im Joghurt und wir brauchen auch keine zuckerhaltigen Getränke. Doch hier gehen die Meinungen einfach steil auseinander. Familien, die gesundheitlich nicht betroffen sind, sehen die Thematik vermutlich gelassener oder haben sich bisher darüber keine Gedanken gemacht. Man müsste die Eltern sensibilisieren. Gerade bei Berufstätigen Mamas muss es manchmal schnell gehen und es wird zum Fertigprodukt gegriffen. Oder auch der finanzielle Aspekt muss bedacht werden. Bio ist leider teurer – Fleisch vom Hofladen für manche unerschwinglich. Und wenn man monatlich die Kita bezahlen muss und dann noch ne Stange Geld für Bio- Mittagessen berappen muss, dann ist bei manchen Familien die Schmerzgrenze erreicht. Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Eine Gemüselasagne ist mir auch tausend Mal lieber, als chicken nuggets.
    Könnt Ihr nicht selbstgekochtes Mittagessen mitgeben? Unser Kindergarten wird wöchentlich vom Biobauern mit frischem Obst und Gemüse beliefert, das dann zum Frühstück und bei Bedarf von den Kindern selbst genommen werden kann.

    • 26 April 2017 at 9:52 pm

      Liebe Melli, ja sicherlich. Menschen, die Glutamat gut vertragen, müssen sich keine Gedanken darüber machen. „Sensibilisieren“ für das Thema halte ich sehr wichtig.
      Sicherlich, Bioprodukte sind teurer. Aber von Bio rede ich ja in diesem Moment überhaupt nicht, sondern lediglich vom Weglassen von Geschmacksverstärkern. Interessant ist aber, dass der Bio-Caterer genau so viel kostet, wie unser Essensanbieter. Der Preis wäre hier also kein Argument.
      Ich versuche nun erst einmal diesen Weg, dass wir das Essen auf glutenfrei und laktosefrei im Kindergarten umstellen und ich die Soßen dazu selber mitbringe. Gänzlich selber kochen ist schon wieder ein erheblicher Mehraufwand, der gut überlegt sein sollte.
      Dass mit dem Biobauern bei Eurem Kindergarten klingt wirklich gut!
      LG Wiebke

  2. Claudia
    Antworten
    26 April 2017 at 8:41 pm

    Ich kann verstehen, dass du sauer bist, ich finde auch, dass Essen keine Geschmacksverstärker braucht. Aber ich würde insgesamt jetzt erst mal abwarten, ob die Essensumstellung à la Heilpraktikerin auch wirklich anschlägt. Lass alles mal ein paar Wochen sacken und wirken 🙂

    • 26 April 2017 at 9:53 pm

      Ja ich bin auch schon gespannt. In drei Wochen sollten sich Änderungen zeigen. Ich werde berichten 😉

  3. 26 April 2017 at 9:31 pm

    Hallo Wiebke,
    ich habe heute deinen Blog entdeckt und bin gleich bei diesem Beitrag gelandet, der mich sehr nachdenklich macht.
    Durch Wirbelwinds Krankengeschichte habt ihr einen guten Grund, um Glutamat erst einmal zu meiden.
    Ich sehe aber noch einen anderen Punkt, den ich zweifelhaft finde: es wird bewusst Glutamat bewusst eingesetzt, weil das Essen sonst nach nichts schmeckt?
    Ist es nicht eher so, dass wir die Geschmacksnerven unserer Kinder durch Glutamat erst durcheinander bringen? Gerade durch Glutamat sorgen wir dafür, dass “normales“ Essen fade schmeckt. Das sehe ich sehr kritisch, denn ich würde mir wünschen, dass unsere Kinder Essen in seinem natürlichen Geschmack kennenlernen können. Gerade in einer Tageseinrichtung, in der viele Kinder die meiste Zeit des Tages verbringen.

    Ich habe selbst lange als Erzieherin gearbeitet und weiß, dass es möglich ist, mit einem überschaubaren Betrag, einfache aber vollwertige Mahlzeiten für Kinder zu kochen. Es erfordert nur gute Planung und Flexibilität.

    Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass ihr die richtige Behandlung gefunden habt und es Wirbelwind bald besser geht!

    Viele Grüße von Tanja

    • 26 April 2017 at 9:55 pm

      Liebe Tanja, erst einmal herzlich Willkommen auf meinem Blog 😉
      Ja das ist ein gutes Argument. Ich finde auch, dass Kinder doch gerade in so jungen Jahren noch sehr gut schmecken und wir ihr Gespür für den Geschmack von Lebensmitteln damit kaputt machen. Eine andere Mutter meinte, dass in einer anderen Kita der Kartoffelbrei aus der Tüte kam und die Kinder zu Hause den Kartoffelbrei nicht mehr angerührt hatten, weil er zu fad schmeckte. 🙁
      Vielen Dank für das Daumendrücken. Ich werde in jedem Fall berichten, wie es sich geändert hat.
      LG Wiebke

  4. Melli
    Antworten
    27 April 2017 at 7:23 am

    Guten Morgen!
    Das Thema beschäftigt mich immer noch.
    Ich war mit meinen beiden Kids auch bei der Heilpraktikerin. Der Große hat ständig eine spastische Bronchitis und die Kleine im Babyalter Versacht auf Neurodermitis.
    Ich bin ein Jahr lang wöchentlich 30 km einfach gefahren und habe jeden Monat viel Geld dafür ausgegeben. Aber es hat sich gelohnt. Die Bioresonanz hat voll und ganz angeschlagen. Wir sind nun komplett Beschwerdenfrei. Ich würde es jederzeit wieder auf mich nehmen.
    Schuld an allem waren bei uns die Impfungen. Die wurden von beiden Kids nicht richtig verarbeitet. Das wurde anhand von den Blutwerten bestimmt.
    Die Kleine meiner Freundin hat auf Weiten, Ei und Milch reagiert. Auch über die Haut. Nach drei Monaten Bioresonanz war der Spuk vorbei.
    Vielleicht kannst Du auch ein Projekt zum Thema Ernährung in der Kita anstoßen?!
    Ich wünsch Dir auf jeden Fall viel Kraft und gute Nerven. Denn oftmals ist düs ein Kampf gegen Windmühlen.
    Liebe Grüße

    • 28 April 2017 at 6:31 am

      Grundsätzlich ist die Neurodermitis in der Erbanlagen mit drin. Meine Tochter hatte sie seit Geburt an ganz versteckt, damals wusste ich es nicht, aber man hat es am linken Augenlid gesehen. Ich denke mittlerweile auch, dass bei uns die Impfungen immer eine, wenn am Anfang auch nur kleine Verschlimmerung verursacht haben. Die stärkste Verschlimmerung war nach der FSME Impfung 💉 ich lasse die nun nicht mehr auffrischen, da ich sie auch für wenig zielführend halte. Das gefährlichere Krankheit , ist ja die Borreliose, gegen die nicht geimpft werden kann. Auch die Gebärmutterhalskrebs-Impfung werden meine Mädchen nicht bekommen. Ansonsten bin ich ganz bei dir: Glutamat braucht niemand im Kindergarten-Essen. Ob es nun die Nr. 1 der Bösewichte der Neurodermitis-Verschlimmerung ist, ich wage es zu bezweifeln, Liebe Grüße, Ella

      • 29 April 2017 at 10:55 pm

        Liebe Ella,
        ja ich denke auch, dass es hier Veranlagungen gibt. Die Frage ist aber eben, was genau die Neurodermitis schließlich zum „ausbrechen“ bringt. Früher war dies viel seltener. Und die Frage ist eben, was heute anders ist als damals. Impfungen sind vielleicht ein Grund, das kann ich nicht beurteilen. Aber ich denke, dass die Ernährung eine extrem wichtige Rolle spielt. Bei Jedem wird es sicherlich etwas anders sein, was der Auslöser ist. Bei Wirbelwind könnte es aber durchaus Glutamat sein…
        LG Wiebke

  5. 27 April 2017 at 8:36 am

    Hallo Wiebke!
    Wir haben gar keine warme Küche im Kindergarten. Deswegen stehe ich schon um 7 in der Küche und koche alles selber! Heute waren es zum Beispiel Reis mit Gemüse und Schnitzel (ohne Soße!). Ist zwar etwas anstrengend, aber vielleicht wäre das das Richtige für euch. So weißt du ganz genau, was deine Maus zum Essen bekommt!
    Mit bunten Grüßen,
    Lisa von MamaKreativ

    • 29 April 2017 at 10:58 pm

      Liebe Lisa,
      ja das stimmt. Selber kochen kam mir auch erst in den Sinn. Doch ich muss gestehen, dass ich den Aufwand scheue. Ich hatte nochmal mit der Küchenleitung gesprochen und mir wurde versichert, dass alle Zutaten frisch zubereitet werden, auch beispielsweise der Kartoffelbrei. Wenn ich also nur die Soßen weglasse, müsste es ja eigentlich gehen.
      LG Wiebke

      • Ellen
        7 Juni 2017 at 5:37 pm

        Frischer Kartoffelbrei bedeutet nicht, dass Kartoffeln gerieben werden. Sondern: Es wird Kartoffelbrei angerührt – aus der Tüte – mit Glutamat drin.

  6. 28 April 2017 at 6:53 am

    Mein Kind isst wieder daheim. Im Kindergarten kochen sie nicht extra für ein Kind laktosefrei…
    Bin gespannt, wie das ist, wenn ich wieder arbeiten gehe, und wir aufs Essen im Kindergarten angewiesen sind.

    LG

    • 29 April 2017 at 10:59 pm

      Oje. Da haben wir ja richtig Glück, dass bei uns auf die Sonderwünsche eingegangen wird (gluten- und laktosefrei). Wirst Du dann das Essen selber vorkochen?
      LG Wiebke

  7. Frauke
    Antworten
    28 April 2017 at 7:18 am

    Denke Glutamat muss so oder so raus. Hat nix zu suchen.

    Allergien kann man auch sehr gut im Blut testen. Ich musste als Neurodermitikerkind auch nur Soya Produkte etc essen. Ich fand das damals sehr schlimm. Und eine wirkliche Allergie hatte ich nicht.
    Letztes Jahr war ich wegen frühkindlichem Asthma auf Norderney. Dort gab es sehr sehr viele Kinder mit Neurodermitis. Jeder hatte eine andere unverträglichkeit.
    Einmal Blutabnehmen und man hat denke ich haltvolle Ergebnisse und muss nicht auf alles verzichten.

    • 28 April 2017 at 9:13 am

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Der Bluttest ist dann der nächste Schritt, wenn sich in drei Wochen keine Veränderung zeigt. Ist aber eben auch mit Kosten verbunden. 🙁

  8. Jule Giese
    Antworten
    28 April 2017 at 3:44 pm

    Aber es ist schon klar das ein Bioanbieter durchaus mit Glutamat kochen kann? An wievielen BIOgemüsebrühen stand ich schon und es war drin? Manchmal nicht sofort erkenntlich da dann hefeextrakt steht oder ähnliches, aber das ist genauso wie glutamat

    • 29 April 2017 at 11:01 pm

      Liebe Jule, ja das habe ich jetzt auch gelernt, dass Hefeextrakt auch in Bioessen auftauchen darf. Da weiß ich dann auch nicht mehr weiter… LG

  9. Andrea
    Antworten
    2 Mai 2017 at 7:12 am

    Um auf Zusatzstoffe im Essen verzichten zu wollen braucht man kein Heilpraktiker sein. Wenn ein Heilpraktiker Mütter aber dazu bringt auf für die Kinder wichtige Impfungen zu verzichten, dann braucht er sich um den Rest auch nicht mehr sorgen.
    FSME-Impfung kann man je nach Wohnort und attraktivität für Zecken evtl weglassen, aber wer bitte lässt sein Kind nicht gegen HPViren impfen und setzt es so einem erwiesenen Krebsrisiko aus? Vielleicht auch gleich noch Windpocken weglassen und ein Risiko für Babys werden, die daran jämmerlich sterben können?

    Leute, Heilpraktiker sind keine „besseren Ärzte“, sondern selbst Teil einer teuren Lobby.

    Bitte denkt nach!

    Glutamat weglassen, ok, alle möglichen Intoleranzen vermuten, weil die grad in sind, das hilft der Nahrungsmittelindustrie und der Heilpraktikerlobby, aber nich unbedingt dem Kind.

    Ich weiss, das hört man grad ungern, aber ich kann sowas nicht unkommentiert stehen lassen. Die KiTa-Küchen-Problematik sehe ich leider auch. Durch die notwendige Berufstätigkeit der Mütter ist deren Einwirken auf vernünftige Ernährung leider sehr eingeschränkt.
    Das ist ein Systemfehler. Wir müssen die gesellschaftlichen Bedingungen ändern. Das müssen WIR tun.

  10. 16 Mai 2017 at 10:35 am

    Liebe Wiebke,auch hier Grüße von der Allergie und Unverträglichkeitsfront 😉 Ich habe selbst eine Art Blog zu Asthma,Allergie und Ekzem bei Kindern und Jugendlichen,kenne die Probleme aus eigener Erfahrung und durch meinen Sohn!
    Klasse,das du als Mutter selbst aktiv wirst,dich einsetzt und deine Erfahrungen teilst ( Selbsthilfe ist,was du draus machst 😉 ),leider habe ich in deinem Text ein paar problematische Aussagen gelesen ( einuges,was dir mit auf den Weg gegeben wurde,entspricht so nicht dem Stand der Wissenschaft ).Falls du Lust hast,dich weiter zu informieren oder einfach etwas stöbern willst,würde ich mich freuen,wenn du „uns“ einen Besuch abstattest ( http://www.facebook.de/AAKHerborn ), auf jeden Fall ein dickes Lob für deine Offenheit und Engagement.Google mal zur spontanten Toleranzinduktion,das kann uns als Eltern allergiegeplagter Kids Mut machen 🙂 Viele Grüße

    • 16 Mai 2017 at 12:29 pm

      Liebe Aileen, vielen Dank für den Hinweis. Ja es ist ein weites Feld und es gibt viel zu beachten und jeder sagt da etwas anderes. Ich werde mich gerne auch einmal auf Deiner Seite belesen und schauen, was ich noch erfahren kann 😉

  11. Ellen
    Antworten
    7 Juni 2017 at 5:34 pm

    Ja, die Sache mit dem Glutamat. Ich vertage Glutamat auch nicht und bin mir ziemlich sicher, dsss es vielen Kolleginnen in den Kitas so geht, sie es aber nicht wissen. Der Punkt dabei ist, dass das Glutamat die Geschmacksnerven kaputt und die Kinder somit für Fertigessen empfänglich macht. Ich bin strikt gegen Glutamat und kann nicht nachvollziehen warum es immer Fertigessen sein muss.

Ich freue mich über einen Kommentar

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