Wölkchen fährt Fahrrad – mit viel Schwung und Begeisterung

Fahrradfahren mit drei Jahren

Ist es denn zu fassen. Wölkchen ist Anfang des Monats drei Jahre alt geworden. DREI!!! Wie kann es denn sein, dass mein süßes, niedliches, kuscheliges Wölkchen schon drei Jahre bei uns verweilt. Wie kann es denn sein, dass sie inzwischen nicht nur dem Baby-, sondern auch dem Kleinkindalter entwachsen ist?!

Verrückt. Einfach nur verrückt. Ich habe mich doch nicht verändert. Bin kein bisschen älter, als damals, als ich mein erstes Kind bekommen hatte. Die paar Falten und grauen Haare, die mich im Spiegelbild anlächeln, sind doch nur eine optische Täuschung. Und die rasend schnelle Geschwindigkeit des Wachstums meiner Kinder eine Verschiebung im Raum-Zeit-Kontinuum. So muss es sein. Nur so kann ich mir das erklären.

Und nun, nun hat mein Kind einen besondere Reise durch die Zeit gemacht. Denn sie kann plötzlich Fahrradfahren. Das ist die einzig logische Erklärung. Denn gerade eben torkelte sie doch noch auf ihrem dreirädrigen Roller herum. Wie kann sie da plötzlich auf einem Zweirad davondüsen?

Fahrradfahren lernen mit drei Jahren

Bislang schlummerte das Fahrrad im Keller vor sich hin. Damals hatte Wirbelwind auf diesem kleinen Rad fahren gelernt. Auch sie war damals knapp drei Jahre alt. Doch hatte Wirbelwind damals auch ausgiebig vorher mit dem Laufrad das Gleichgewicht trainiert. Das Radfahren war dann eher eine Sache des Mutes, denn des Könnens.

Unser Wölkchen hingegen interessierte sich nie sonderlich für das Laufrad. Zum Geburtstag wünschte sie sich einen Roller, was uns bereits überraschte. Und diesen (dreirädrigen) Roller fuhr sie die letzten Wochen auch mit Hingabe. Doch nun, vor ein paar Tagen, meinte sie plötzlich, dass sie gerne Fahrrad fahren möchte. Ok, kein Problem. Da war doch noch ein Exemplar im Keller. Irgendwo ganz hinten.

Also kramte ich es hervor. Der Sattel war noch zu hoch eingestellt, aber das störte Wölkchen nicht. Sie schmiss sich auf das Rad und ich schob sie fleißig über den Spielplatz. Ab und an, auf den geraden Strecken, traute ich mich auch bereits für ein paar Sekunden den Sattel loszulassen, so dass Wölkchen etwas alleine fuhr. Es war jedoch eine sehr wackelige Angelegenheit. Hinzu kam, dass Wölkchen noch nicht verstand, dass sie umzukippen drohte, sobald sie aufhörte zu treten. Das war bei den Dreirädern im Kindergarten irgendwie anders. Und sie schaute doch so gerne den anderen Kindern beim Spielen zu. Auch das ist während des Fahrradfahrens eher hinderlich.

An Tag zwei, als der Sattel nun auf Wölkchen-Höhe eingestellt war, klappte es schon viel besser und sie fuhr auch schon einige Meter ohne Hilfe. An Tag drei schließlich wagte ich etwas ganz Verwegenes: Ich brachte die Kinder mit Fahrrad in den Kindergarten: Wirbelwind auf ihrem Rad, Wölkchen auf ihrem Rad und ich zu Fuß hinterher. Schweißgebadet landeten wir im Kindergarten, also ich. Die Kinder waren trocken, quietschfidel und glücklich. Nassgeschwitzt aber stolz wie Bolle schaute ich mein kleines Wölkchen an, das plötzlich gar nicht mehr so klein war. Sie war fast die gesamte Strecke alleine gefahren. Nur zum Aufsteigen brauchte sie noch meine Hilfe.

Ausdauer auf dem Fahrrad

Bewundernswert finde ich in diesem Zusammenhang die Ausdauer von Wölkchen. Am vierten Fahrradtag holte wir auf dem Spielplatz erneut ihr Fahrrad heraus. Mit einem Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und einer Ausdauer fuhr sie eine Runde nach der anderen um den Spielplatz herum. Immer und immer wieder. Dabei musste man sie zwar ab und an auf der Hälfte der Strecke neu anstupsen. Aber die Kurven meisterte sie schon bravourös. Auch das Tempo wurde immer schneller und schneller. Während man in den ersten Runden noch darauf wartete, dass sie angesichts des Schneckentempos umzukippen drohte, raste sie in den letzten Runden förmlich an uns vorbei. Ich habe nicht mitgezählt, aber 15 Runden waren es bestimmt, die sie am Ende zurückgelegt hatte. Ich glaube damit hat Wölkchen bereits jetzt deutlich mehr Fahrradrunden auf dem Spielplatz gedreht, als ihre große Schwester in den gesamten letzten drei Jahren. Verrückt und beeindruckend zugleich. Ganz besonders bemerkenswert finde ich den Eifer und das Durchhaltevermögen, dass sie hier an den Tag gelegt hat. Wenn sich Wölkchen etwas in den Kopf gesetzt hat, dann wird das eben auch durchgezogen. Was für eine wunderbare Eigenschaft von unserem kleinen großen Dickkopf. <3

Mit wie viel Jahren sind Eure Kinder losgeradelt?

Eure Wiebke

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So lernte unser Wölkchen das Fahrradfahren mit drei Jahren

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