Warum ich nach dem Besuch einer Bloggerkonferenz das Bloggen hinschmeißen wollte

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Einen ersten Einblick in mein vergangenes Wochenende und meine Eindrücke von der #denkst habe ich Euch ja bereits hier geschildert. Viele positive Erinnerungen nehme ich mit. Aber auch noch etwas anderes ist passiert. Die denkst hat mich zum Nachdenken angeregt. Klar ist das beabsichtigt, der Name ist schließlich Programm. Viele Blogger haben Anregungen geliefert den Familien- und insbesondere Mama-Blogger zu bestärken, Mut herauszukitzeln und Solidarität zu fördern. Und dennoch bewirkte es das Gegenteil und ließ mich meine gesamte Blogger-Existenz in Frage stellen.

Ich stimme damit überein, dass Blogger sich untereinander mehr helfen sollten. Mehr teilen, mehr unterstützen, mehr kommunizieren. Die Solidarität unter Bloggern sollte größer werden. Wir sitzen doch alle im selben Boot. Und dieses Boot ist derzeit noch kein Luxusliner, sondern eher ein Ruderboot. Einen Elternblog zu betreiben ist viel Arbeit, entspanntes Zurücklehnen und Treibenlassen Fehlanzeige. Aber genug der Boots-Metapher.

Erfolg um jeden Preis?

Viele Vorträge bei der „denkst“ wollten jedoch noch mehr. Sie zielten darauf ab erfolgreicher zu werden. Sie erforschten beispielsweise, wie man mit diskussionsfreudigen Themen mehr Personen auf sich aufmerksam macht. Besonders der Vortrag von Svenja von „Meine Svenja“ hat mich aufgewühlt. Sie ist eine beeindruckende Frau, äußerst sympatisch, eloquent, direkt, lustig, charismatisch. Und damit in so vielen Dingen das komplette Gegenteil von mir. Sie gab uns wirklich hilfreiche Tipps, wie man seinen Blog nach Vorne bringen kann, wie man beispielsweise Beiträge so formuliert, dass sie in Suchmaschinen besser gefunden werden und damit mehr Reichweite generieren. Aber sie machte uns auch klar, dass wir selbstsicherer vor „Kooperationspartnern“ auftreten sollten und nichts für lau annehmen sollten. Der Ruf einer ganzen Branche stehe auf dem Spiel. Wie sollen Mama-Blogger ernst genommen werden, wenn sie für einen Apfel und Ei ein Produkt auf ihrem Blog anpreisen, also quasi für einen Hungerlohn arbeiten?

Während des gesamten Vortrages dachte ich nur: wow. Tolle Frau. Beeindruckend, wie sie das macht. Und als die letzten Worte gesprochen waren, saß ich ganz klein auf meinem Stuhl. Plötzlich breitete sich eine Leere in mir aus. Das Gefühl, ein Nichts zu sein, etwas Unbedeutendes zu machen. Aber da war noch mehr, ein seltsamer Beigeschmack, den ich nicht gleich deuten konnte. Erst später, als ich nochmal alles Revue passieren ließ, wurde es mir bewusst. Das, was Svenja da tut, was sie beschreibt, was sie von uns fordert, das kann ich nicht. Denn ich bin nicht sie. Ich bin nicht so eloquent. Ich bin nicht so selbstbewusst. Ich bin nicht so charismatisch. Ich habe nicht die Zeit und vielleicht auch nicht die Leidenschaft so viel in den Blog zu stecken, wie es notwendig wäre, um dort zu stehen, wo Svenja jetzt steht. ICH KANN DAS NICHT. Und noch viel wichtiger: ICH WILL DAS NICHT.

Muss ich jetzt mit dem Bloggen aufhören?

Genau diese Frage schoss mir durch den Kopf. Wenn ich das nicht kann, was Svenja da sagt, dann sollte ich vielleicht lieber ganz aufhören. Dann hat das doch alles keinen Sinn. Ich kann nicht die Mama-Blogger-Szene auf ein Niveau heben, das für mich unerreichbar ist. Ich kann nicht stundenlang am PC sitzen und Beiträge anderer Blogger teilen, weil ich das nun mal nicht hauptberuflich mache. Ich kann mich nicht in die Masse an SEO-Tools einarbeiten, um alle meine Beiträge zu optimieren. Und: ich werde aus genau diesen Gründen niemals die Erfahrung haben, die Svenja hat, um sie meinen „Klienten“ für viel Berater-Geld weiterzugeben. Ich kann mich nicht mit dem Wert verkaufen, den sie einfordert, weil ich nicht diesen Wert besitze.
Mir ist klar, dass genau diese Sicht kritisiert wurde, dass wir uns unter Wert verkaufen. Aber Blogger ist eben nicht gleich Blogger. Nicht alle Blogger haben den selben Wert, so wie auch im Arbeitsleben nicht alle Berater auf dem gleichen Niveau sind.

Warum für mich Berufsblogger keine Blogger im eigentlichen Sinne sind

Und dann war mir eines klar. Ich mache das Bloggen nicht hauptberuflich, und habe auch nicht vor das zu tun. Es ist ein Hobby. Und genau das ist wohl das Haupt-„Problem“ am Bloggen und warum Eltern- und insbesondere Mama-Blogger nicht ernst genommen werden: Die zwei Dimensionen der Mama-Blogger.
Viele machen es als Hobby und sie machen es gerne als Hobby. Sie schreiben über ihren Familienalltag, weil sie gerne lustige, traurige und spannende Geschichten des Tages festhalten, weil sie sich gerne austauschen, weil sie sich im Online-Clan wohlfühlen. Dazu zähle ich mich.
Und dann gibt es die – im Vergleich zu den Hobby-Bloggern – kleine Anzahl von Berufsbloggern, solche wie Svenja, die durch das Bloggen (sei es jetzt direkt oder indirekt) ihr Geld verdienen.
Während die Berufsblogger professionell an Firmen herantreten können, ihr Media-Kit präsentieren und ihre Preisliste offenbaren, freuen sich die Hobby-Blogger bereits darüber über ein Spielzeug im Wert von 10 Euro berichten zu dürfen. Sie haben kein Media-Kit und keine Preisliste, denn ein großer Teil von den Hobby-Bloggern, davon gehe ich aus, hat nicht einmal eine eigene Steuernummer, um die Mehreinnahmen ordnungsgemäß abrechnen zu können. Es ist ja schließlich „nur“ ein Hobby.
Den Kooperationspartner, Auftraggebern, Zeitschriften usw. ist das egal. Blogger ist Blogger. Auch Hobby-Blogger können gut schreiben. Sie unterscheidet von den Berufsbloggern ja selten die Schreibkunst, sondern eher (eine These) die investierte Zeit. Hauptsache sie bekommen am Ende günstig einen Artikel zu Stande, entweder beim Blogger selbst über das gewünschte Produkt, oder beim Auftraggeber.
Der Aufruf, zukünftig Beraterhonorare bei allen Auftraggebern für das Bloggen einzufordern, ist realitätsfern. 
Die Intension dahinter ist verständlich. Aber es ist einfach nicht realistisch. Das Bloggen selber wird aus den genannten Gründen wohl nie so aufgewertet werden, dass jeder Blogger mit einer Selbstverständlichkeit dreistellige Summen für einen Artikel angeboten bekommt. Denn viele Blogger wollen das gar nicht. Klar wäre etwas Anerkennung schön, aber um welchen Preis?
Wenn Blogger Berater-Honorare wollen, müssen sie sich eben Berater nennen. Dann müssen sich die Berufsblogger von den Hobby-Bloggern durch ihre Bezeichnung abgrenzen. Dann geraten Hobby-Blogger nicht in die Bedrängnis, plötzlich für eine gesamte Branche gerade stehen zu müssen. Dann darf ich weiterhin meine Familiengeschichten posten, ganz ohne SEO-optimierten Text, ganz ohne kostenpflichtige Programme, die meine Pins auf Pinterest verteilen, ganz ohne den Druck, dem man sich mit einer Professionalisierung zwangsläufig aussetzt. Und die Berufsblogger können mit ihren Preislisten an ihre Kunden herantreten.

Bitte versteht mich nicht falsch: ich mag die Aufbruchsstimmung, die hier gerade zu herrschen scheint. Ich mag den Stolz, der aus den Augen vieler Mama-Blogger spricht. Ich mag auch das Selbstverständnis, mit der Blogger ihre Arbeit honoriert haben wollen. Aber bitte: schert nicht alle über einen Kamm. Nehmt den Hobby-Bloggern nicht die Luft zum Atmen und die Lust am Schreiben, weil sie sich von Euch Berufsbloggern bedrängt und vielleicht sogar verdrängt fühlen. Habt Nachsicht.

Und ich? Ich blogge weiter, als Hobby. Denn es macht mir Spaß. Noch.
So, und nun sind die Diskussionen eröffnet.
Eure Wiebke

Hier geht es zu den Twitter-Diskussionen:

zum Weiterlesen:
MrsCgn: Mama: ja – Mamabloggen: Naja
Glucke und so: Mein Blog, meine Baustelle
Mama on the rocks: bloggerwars
Dadddy dahoam: Hopp(y) oder Top?
2Kinder/Küche/Bad/Balkon: Liebe in den Zeiten der mummy wars

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade:
Noch ne muddi: Blogparade zum Thema Regretting Bloggerhood

52 Comments

  1. 25 April 2016 at 8:25 pm

    <3! mehr fällt mir dazu gerade nicht ein.

  2. 25 April 2016 at 8:30 pm

    Liebe Wiebke! Ich fasse mich kurz und teile zu 100 Prozent Deine Einstellung! Viele Gruesse!! Claudia

  3. 25 April 2016 at 8:56 pm

    Vielen Dank für deinen Text. Du hast es gut auf den Punkt gebracht und sprichst mir damit aus der Seele. Schön, dass so (trotzdem) weitermachst! 🙂
    Liebe Grüße
    Conny

  4. 25 April 2016 at 8:58 pm

    Wunderbar! Ich hab mich ehrlich bis zum Schluss gefragt, ob ich richtig bin. Es war toll, es war großartig. Aber ich bin eben auch "nur" Hobby-Blogger und hatte in den letzten zwei Tagen durchaus mit mir zu kämpfen. Toller Text! Danke

    • 26 April 2016 at 8:05 am

      Freut mich, dass es auch anderen so ging. Also nicht, dass Du Dich Fehl am Platz gefühlt hast, aber dass Du meinen Text verstehst 😉 LG Wiebke

  5. 26 April 2016 at 5:11 am

    liebe wiebke, genau so ist es. ich schüttle aktuell immer wieder sehr den kopf über die anspruchshhaltung und selbstein- bzw überschätzung der selbsternannten profiblogger. ich jabe einen echten job, den ich gelernt habe, den ich mit herzblut mache, der mich fordert und mit dem ich meine familie ernähren kann. warum sollte ich jetzt meine virtuelle spielwiese nun optimieren und streamlinen, damit es ein weiteres dieser austauschbaren einheitselternblogs wird? ich blogge seit fast 12 jahren, es macht mir immer noch spass, ich liebe den austausch und die geschichten aus dem leben anderer blogger, das ist doch mehr, als ich vie 12 jahren gedacht hätte.nich selber lese die echten, unoptimierten geschichten viel lieber, als den 100. seo- optimierten test eines staubsaugers, der genauso in einer zeitschrift als werbebeitrg stehen könnte!
    lass dich nicht verunsichern.

    • 26 April 2016 at 8:06 am

      Liebe Frau Brüllen, vielen Dank für Deinen Kommentar. Er bestärkt mich darin weiter meinen Weg zu gehen. Vielleicht schaffe ich auch einmal 12 Jahre! Wow!

    • 26 April 2016 at 9:21 am

      @Frau Brüllen: Exakt meine Gedanken. Stimme absolut zu. Und hab das auch verbloggt. Wer mag: http://wp.me/p4wwzT-qx

      @Wiebke: Du machst das schon, lass Dich nicht verunsichern. 🙂

    • 26 April 2016 at 11:37 am

      Ach ja: und die Tippfehler sind dem Tippen auf der Smartphonetastatur im ruckeligen Bus geschuldet..

  6. 26 April 2016 at 5:29 am

    Vielen Dank dafür. Ich habe schon oft überlegt, etwas ähnliches zu formulieren, hätte es aber nie so diplomatisch hinbekommen…

  7. 26 April 2016 at 5:56 am

    Liebe Wiebke, vielen Dank für diesen Text! Ich saß auch in dem Vortrag und fühlte mich dort völlig falsch, aber wir waren wohl einfach nicht die Zielgruppe. Die einen wollen halt Quarkbällchen-Rezepte bei maximalem traffic verticken und leben von ihrem Blog. Die anderen schreiben sich einfach den Rotz von der Seele (also ich jedenfalls).
    Ich bin Bea Beste sehr dankbar, dass sie mir Starthilfe gegeben hat, z.B. bei der Wahl meines Blognamens und des Impressums, beim Sichern der Domain etc., aber mehr brauche ich auch nicht. Wenn ich in den Kommentaren Rückmeldungen bekomme wie "Du schreibst so toll", werde ich meine Texte mit Sicherheit nicht durch einen google-Textoptimierer laufen lassen. Wer will denn Mainstream-glattgebügelte Texte lesen, außer vielleicht bei Rezepten oder Bastelanleitungen? Ich bekomme so schöne und berührende Rückmeldungen auf meine Texte, das sagt mir, dass mein Blog seine Berechtigung hat und dass ich sehr wohl weitermachen werden – und Du bitte auch!
    Was ich auf der denkst gelernt habe, war die Vernetzung: so hätte ich wohl besser vorher mal in die Runde gefragt, ob ich der HuffingtonPost genehmigen soll, ohne Honorar einen Text von mir zu veröffentlichen. Als kleine Bloggerin fühlte ich mich geehrt, aber ich bekam nur Schimpf und Schande auf deren Seite und keinen einzigen neuen Besucher auf meinem Blog. Da können wir uns besser vernetzen und unterstützen, beim Umgang mit Anfragen "größerer" Medien, bei technischen Fragen, bei Kooperationsanfragen, denn es gibt ja gottlob viele große Blogger mit viel Erfahrung.
    Bleib bei Dir und mach weiter! Und übrigens hab ich mich sehr gefreut, Dich kennen zu lernen, auch wenn es nur ca. 25 Sekunden waren 😉

    • 26 April 2016 at 7:59 am

      Meine Liebe. Ich habe mich auch gefreut, Dir für 25 Sekunden gegenüber zu stehen 🙂
      Ich nehme auch sehr viel aus der denkst mit, auch aus Svenjas Vortrag! Man muss die ganzen Infos eben für sich selber so ummünzen, dass es wieder passt.
      Bis ganz bald, hoffentlich, Wiebke

  8. 26 April 2016 at 6:47 am

    Liebe Wiebke, bitte nicht unsicher werden 🙂 Du machst dein Ding und das sollte auch Spaß machen! Den Profis macht es eben Spaß, dieses ganze Zeug zu machen und das ist auch ok, genauso wie es ok ist zu sagen, och nö, ich mach so weiter. Dann freust du dich eben über ein 20€ Produkt und schreibst gratis drüber – mich persönlich stört es nicht und dich sollte nicht stören wenn sich jemand anderes darüber aufregt. Wenn ein Kunde einen Profi haben will engagiert er einen. Du könntest natürlich auch drüber nachdenken, deine Arbeit honorieren zu lassen (weil sie das wert ist) aber das ist deine Entscheidung.

    Ich bin wohl so eine Transformer Mischung, denn ich will professioneller werden, aber ich weigere mich auch, meine Texte anzupassen und glattzubügeln oder mich von einer Maschine inspirieren zu lassen anstelle von meinen Emotionen 🙂 Funktioniert auch 🙂 Ich generiere meinen Traffic (husthust) aus den Social Networks mehr als über Google, so what… Qualität vor Quantität. Und ab und zu was teilen kostet mich eine Minute mehr als mir das sowieso angeschaut zu haben 🙂

    Liebe Grüße, Frida

    • 26 April 2016 at 7:52 am

      Liebe Frida, danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich habe auch im Namen anderer Hobbyblogger geschrieben, die gänzlich auf Honorar verzichten. Etwas Geld verlange ich auch ab und an, aber eben nicht in der Höhe von Beraterhonoraren.
      Dass Du Dich nicht glattbügeln lässt, davon gehe ich aus 😛
      Bei mir klappt das mit dem Teilen vom Handy nicht. Da lande ich bei Facebook immer auf meinem Privataccount. Ich müsste dazu immer an den PC, und das schaffe ich nicht im Alltag. :-/
      Lieben Gruß, Wiebke

    • 26 April 2016 at 11:39 am

      Content is King – bitte bleibt bei Euren Herzen. Nichts anders ist der richtige Weg!!!!

  9. 26 April 2016 at 6:50 am

    Liebe Wiebke,
    zweierlei: Zum einen stimme ich dir von Herzen zu. Für mich ist der Blog Entspannung, Plattform, sprechendes Tagebuch, Selbsttherapie und ein toller Kristallisationspunkt, um fantastische Menschen kennenzulernen.
    Andererseits gibt es einige hilfreiche kleine Tipps, die den Lesefluss verbessern und dem Leser die Orientierung erleichtern; ich finde, die darf man ruhig annehmen, und das meine ich jetzt allgemein, nicht auf deinen Blog bezogen.

    Aber eben alles so, wie es für einen selber gut passt. Da ich dazu neige, alles in meinem Leben zu optimieren, brauche ich persönlich Betätigungsfelder, wo ich einfach nur ich sein darf.

    Mit den besten Grüßen,
    Mara

    • 26 April 2016 at 7:53 am

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. "Entspannung, Plattform, sprechendes Tagebuch, Selbsttherapie".. Du bringst es auf den Punkt 😉

  10. 26 April 2016 at 7:00 am

    Hallo Wiebke,
    ich habe gerade über Twitter hergefunden und möchte einen kurzen Kommentar dalassen. Ich bin keine Elternbloggerin, aber genau so wie dir jetzt ging's mir nach der Blogst im letzten Jahr. Ich blogge, weil es mir Spaß macht, und ich schreibe darüber, was mich interessiert. Da interessiert es mich nicht, wie ich meine Nische finde, wie ich mit Mehrwert blogge, wie ich SEO-optimiere und Kooperationen verhandle. Mediakit?! Hab ich nüscht. Brauch ich nüscht. Bloggen ist mein Hobby. Für Hobbys wendet man Zeit auf und auch manchmal Geld, aber Hobbys müssen nichts einbringen. Dafür sind sie nicht da. Klar freue ich mich, wenn jemand auf meine Amazon-Links klickt oder ich mal ein Buch zugeschickt bekomme. Aber in 7 Jahren Blog habe ich mir von Amazon nun insgesamt 50 Euro auszahlen lassen und habe drei Bücher unaufgefordert zugeschickt bekommen. Und das stört mich überhaupt nicht, und ich könnte auch damit leben, wenn gar nix gewesen wäre.
    Es sind halt unterschiedliche Ansprüche und auch Ziele mit den Blogs. Und ich verurteile niemanden, der mit seinem Blog Geld verdienen möchte. Ob ich das dann noch lese, ist eine andere Sache. Auf der Blogst saß ich dann auch in den Vorträgen und dachte, ich bin im falschen Film. Aber jetzt weiß ich das und kann beim nächsten Mal drauf verzichten.
    Liebe Grüße, unbekannterweise! 🙂
    Nele

    • 26 April 2016 at 7:55 am

      Liebe Nele. Genau, verurteilen möchte ich auch Niemanden. Ich finde nur man sollte, auch auf solchen großen Veranstaltungen wie der blogst oder der denkst mehr auf das differenzierte Publikum eingehen. LG Wiebke

  11. 26 April 2016 at 7:07 am

    Liebe Wiebke, ich bin heute in einem Workshop, freue mich aber darauf Dir später ausführlich zu antworten. Erst einmal: Danke für all Deine Gedanken! Svenja

    • 26 April 2016 at 7:56 am

      Liebe Svenja, ich bin gespannt auf Deine ausführliche Antwort. Ich weiß, dass Du das hier als Anregung sehen wirst, nicht als Affront! Bis dann, Wiebke

    • 26 April 2016 at 9:00 am

      NA KLAR ist das eine Anregung. Austausch ist alles – und ich verstehe Deine Gedanken zum Thema sehr gut!

  12. 26 April 2016 at 7:46 am

    Liebe Wiebke,
    Ich bin auf Twitter durch einen Retweet deines Artikels durch buntgestreifthüpfig auf deinen Artikel aufmerksam geworden, habe ich regelrecht verschlungen und werde ihn gleich teilen! Warum? Weil es mir genauso geht wie dir, nur dass ich keinen Mama-Blog schreibe, sondern über Food und kölschen Lifestyle, und dass ich nicht auf der #denkst sondern auch der #blogst Konferenz saß und mich vollkommen überrollt fühlte von den "Profi"-Bloggern, die scheinbar alle 'irgendwas mit Medien' studiert haben oder beruflich machen. Ich bin nur ein Mädel, das gerne einen Blog als Hobby betreiben möchte. Mit Mediakit, aber ohne festgelegte Preisliste. Ohne SEO-optimierte Texte, aber mit viel Herzblut bei der Sache. Und trotzdem freue ich mich über Kooperationsanfragen (und sei es "nur" ein Produkt im Wert von 10-15€), wenn sie denn zu meinem Blog passen und ich für mich entscheide: Ja, das ist es mir wert.

    Ich wünsch dir alles Gute und weiterhin viel Spaß mit deinem Blog!

    Liebe Grüße
    Nika von Little Tiger

    • 26 April 2016 at 7:57 am

      Liebe Nika, schön, dass Du reingeschaut hast und danke fürs Teilen! Viel Spaß Dir noch beim Bloggen 🙂 LG Wiebke

  13. 26 April 2016 at 7:58 am

    Liebe Wiebke,
    gerade bin ich hier durch den Retweet von Frau Brüllen gelandet und sitze nun heftig nickend vor Deinem Artikel. Du hast es auf den Punkt gebracht und mir wurde gerade klar, warum ich mich eigentlich so schwer tue, meinen Blog wieder mit Leben zu füllen. In so vielen Deiner Schilderungen habe ich meine Gedanken wieder erkannt. Danke dafür!

    Liebe Grüße!

  14. 26 April 2016 at 8:16 am

    Liebe Wiebke, danke für diesen Text. Ich kenne ja beide Seiten.

    Als Bloggerin geht es mir ganz ähnlich. Ich bin eben noch nicht so viel "Wert", so dass ich bei einem hochpreisigen Produkt nicht auch noch Honorar verlange. Es reicht mir, wenn meine investierte Zeit "bezahlt" wird – wie auch immer. Und wenn ich Bock auf das Produkt eines Startups habe und ich für das Thema brenne, ja dann mach ich das auch ohne Honorar. Das mögen einige nicht sonderlich clever ansehen (mach ich da schon den Markt kaputt?), aber ich möchte einfach über Dinge schreiben, die ich gut finde. Da lehn ich auch mal 150 Euro Honorar für nen Möbelmarkt-Text ab, weil ich das blöd finde. Das können ja dann von mir aus andere machen.

    Als PRlerin gehe auch nicht mit einem Kai Bösel konform, dass sich die Bloggerlandschaft am Ende nur noch auf einen kleinen Kreis Profiblogger konzentrieren wird. Wir sind keine Autotester. Wir sind Eltern. Kinder wachsen, Kernthemen ändern sich. Die Elternblogger-Landschaft ist nicht statisch! Und wenn ich heute Profi in Sachen Stillen und Kinderwagen bin, dann bin ich vielleicht in 5-Jahren eher an Schulthemen interessiert. Die Leser gegen den Weg mit.

    Als PRlerin kommt es mir nicht nur auf Reichweiten an, sondern auch auf Umsetzung, Kreativität und Qualität. Es nützt mir nix, wenn fünf Artikel vorher das Konkurrenz-Produkt angepreisen wurde. Möchte ich diesen Blog dann für mein Produkt? Oder nehme ich vielleicht einen semi-professionellen Blog mit weniger Reichweite, aber auch weniger Kooperationstexten, mit denen mein Produkt konkurieren muss? Und am Ende kommt es auch noch auf das Produkt an. Das muss ja auch zum Blog passen – und da sind manchmal Nischenblogs treffender.

    Ja, das ist überspitzt ausgedrückt. Aber es soll zeigen, dass auch kleine Blogs ihre Berrechtigung haben.

    Also mach weiter! Unbedingt!

  15. 26 April 2016 at 8:27 am

    Liebe Wiebke,
    ich kann dein Gefühl sehr gut verstehen. Auch ich hatte am Ende des Vortrags das Gefühl, dass ich ganz klein bin. Die Professionalierungs- und Vernetzungseuphorie kann ich total teilen. Aber im Laufe der denkst konnte sie einen auch echt überrollen. Aber dann habe ich mich kurz geschüttelt und berappelt. Ich kann die Argumente und auch den Frust der Profi-BloggerInnen verstehen.
    Es gibt die Diskussion auch in anderen Blogger-Blasen (ich kenne sie z. B. auch im Bereich Beauty). Aber ich denke, die große Heterogenität der Elternblogs macht es bei uns besonders "schlimm": Du willst Deine Geschichten erzählen. Wir brennen über das Thema Vereinbarkeit. Andere nutzen das Netz, um sich ihren Frust von der Seele zu schreiben. Alles unter dem Mantel der Elternblogger.

    Und wir haben alle unsere Berechtigung!

    Daher wäre mein Rat: Nimm Dir nicht alles zu Herzen, sondern picke die Teile raus, die für dich passen. Aber mach dich auch nicht kleiner als du bist: Du bloggst auch schon seit 3 Jahren. Du hast über 1.000 FB-Fans. Du bist kein "kleines" Blog.

    Deinen Vorschlag, den Svenja ja auch heute schon geht, sich eben nicht "nur" Blogger zu nennen, wenn man davon leben möchte, finde ich übrigens sehr gut.

    Insofern: Schön, dass Du weiter machst.

    Und hoffentlich auf bald
    Jette

  16. 26 April 2016 at 10:06 am

    Hallo Wiebke und alle, die hier einen Kommentar hinterlassen haben. Gut, dass so viele sich angesprochen gefühlt haben – das heißt, dass ein Diskussionsbedarf besteht.

    Was ist weniger toll finde, das aus vielen Kommentaren sich so eine Überzeugung kristallisiert, dass die "Profi-Blogger" nur SEO-optimierte Texte schreiben, den Lesern bezahlte Produkte empfehlen und nur aufs Geld schauen. Und das stimmt gar nicht. Ich verdiene mit meinem Blog Geld, OBWOHL oder vielleicht WEIL Bloggen mein Hobby ist. Ich mache es gut und deswegen erwarte ich von meinen Kooperationspartnern eine angemessene Bezahlung. Und trotzdem bleibe ich mir treu, weil ich mir Kooperationen aussuche, die zu mir passen und mich selber überzeugen.

    Und wer genau beim Svenjas Vortrag aufgepasst hat und ihren Blog kennt, der weiß, dass es auf ihrer Seite sehr viele Artikel gibt, die direkt aus der Seele kommen und NICHT optimiert sind. Es ist Kunst, diesen Kompromiss zu schließen, aber es funktioniert.

    Und wer ist den bitteschön ein "Profi-Blogger"? Solche Ausbildung gibt es noch nicht. Meisten Blogger arbeiten nach dem Motto "lerning by doing". Es ist die Frage der Einstellung.

    Viele Grüße aus München, Dominika

    • 26 April 2016 at 10:22 am

      Liebe Dominika,
      ja das stimmt, Svenjas Blog macht aus, dass er eben beide Seiten bedient. Und ich habe mitbekommen, dass sie sagte, dass sie eben diese Optimierungen im Bereich Backen, Kochen und Basteln macht, aber für andere Sachen nicht. Doch es kam so rüber, dass sie ihre Reichweite eben über diese SEO-optimierten Sachen ausgebaut hat.
      Ich betone in meinem Beitrag "Hobby" nicht im Gegensatz zu "Unleidenschaftlich", sondern im Gegensatz zu "So viel Geld damit verdienen, dass man damit leben kann". Hobby und Geldverdienen schließt sich für mich nicht aus, aber Hobby und viel Geld verdienen, weil dann ist es ein Beruf, kein Hobby mehr. Das ist zumindest meine Sicht. Aber dazu müsste man wahrscheinlich die ganzen grundlegenden Definitionen klären: "Blog, Hobby, Beruf, Hobby-Blogger, Profi-Blogger, Berufsblogger, …" Ich wäre ja für einen Wikipedia-Eintrag. Oder gibt es den schon ,-)
      Viele Grüße nach München, Wiebke

  17. 26 April 2016 at 10:33 am

    Liebe Wiebke, ich freue mich sehr über deinen Text und ich finde du hast es inhaltlich und sprachlich ganz toll gemacht. Mir ging es ähnlich-nur habe ich es für mich nicht in Frage gestellt. Für mich waren due Begegnungen am wertvollsten auf der denkst. Darauf habe ich meinen Artikel auch heruntergebrochen. So toll wie du, hätte ich mich hier auch gar nicht ausdrücken können

  18. 26 April 2016 at 10:35 am

    Liebe Wiebke,danke für deinen Text! Ich stimme Dir sehr zu. Ich war ja leider nicht auf der denkst, hätte Dich zu gerne mal getroffen 🙂 Aber mir geht es manchmalö auch so. Dann lese ich die Honorarzahlen von großen Blogs. Oder deren Reichweiten. UInd ich frage mich – was mache ich kleines Rad eigentlich?! Diese Momente kenne ich und auch Deine Gefühle. Ich verdiene mit meiem Blog Geld, es ist auch ein Standbein von mir als freie Journalistin – aber eben weil ich Journalistin bin, ist mir das Redaktionelle wichtiger als das Werbliche. Mein Herzblut gilt meinen Kolumnen. Und deshalb schreibe ich auch mal "nur" über ein Produkt – wenn es mir gefällt und zu meinem Blog und den Lesern passt. Und hab kein schlechtes Gewissen dabei. Ich find das besser als über ein Produkt zu schreiben, das überhaupt nicht passt -aber dafür viel Geld bringt. Denn der Blog soll immer noch nett zu lesen sein und vor allem die Leute zum Lachen bringen. Und deshalb habe ich auch keine SEO Plugins… auf SEO achte ich nur bei den Koooperationen und so ein bisschen bei dne Zwischenüberschriften. Aber wichtiger ist mir, dass das Herzblut nicht verloren geht. Und ich finde es gerade bei Dir so schön, dass Dir das Herzblut nicht verloren geht! Deshalb -lass Dich nicht ermutigen, mache weiter wie bisher. Ich finde, zu viel Professionalisierung macht austauschbar, unpersönlich und nimmt dem Blog das, was ihn ausmacht. Von daher bin ich für ein Mittelding. Professionell, aber leidenschaftlich. Ich habe mich entschieden, nicht mehr als 2 Kooperationen im Monat zu posten -und ich poste etwa 2-3 mal die Woche. Ich finde, das ist ein guter Mittelweg 🙂 Ich hoffe, wir sehen usn dann mal auf der nächsten Bloggerkonferenz!

  19. 26 April 2016 at 10:40 am

    Hmmm, ich weiß nicht, warum es ein entweder ODER sein muss. Ich hab bisher mit meinem Blog keinen Cent verdient, stehe aber kurz davor. Mein Blog ist keine Haupteinnahmequelle, ich hab einen ganz normalen Job im Rücken, deshalb konnte ich auch sehr wählerisch sein. ABER: wenn ich für ein Produkt schreibe, dann bin ich mir meines Wertes (für das Unternehmen!) trotzdem bewusst! Ich blogge seit 6 Jahren, habe eine treue Leser*innenschaft und eine Reichweite, die sicherlich nicht mit den ganz Großen mithalten kann, die aber stetig wächst. Ein Link zum Produkt oder zum Unternehmen bleibt möglicherweise ewig im Netz und wird gefunden. Und wenn ich für ein Produkt Werbung mache, das genau zu mi rpasst (Ja, lass Dich überraschen ;-))dann hat das seinen Wert. Den kann, muss man aber nicht in Reichweite messen: Man kann sich auch überlegen, wie viel Arbeitszeit das Schreiben des Textes und das Fotografieren der Bilder kostet und was für einen Stundenlohn ich gern hätte, zuzüglich Steuer und so, und auch dann sollte man nicht unter einen Betrag von 150€ kommen. Google liebt Links und die Unternehmen bzw. Agenturen wissen das inzwischen. Und dieser Link ist mehr wert als ein paar Joghurts. So, das wollte ich kurz los werden. Wer einfach bloggen möchte um seiner Stimme Raum zu geben oder sich über bestimmte Dinge Luft zu machen, soll das unbedingt weiterhin tun, denn viele Leser*innen suchen genau da: Nach Texten, in denen sie sich wieder finden oder die sie inspirieren oder zum Nachdenken bringen. Oder nach Rezepten, Reiseinspirationen, Hausbautipps…für jede*n der Elternblogger*innen da draußen ist Platz 🙂

  20. 26 April 2016 at 12:32 pm

    Ich finde diesen Artikel sehr interessant! Wir sind zwar ein vergleichsweise reichweitenstarker Blog, aber was unsere Vermarktung betrifft, könnten wir wahrscheinlich unprofessioneller nicht sein. Wir fragen zwar auch hier und da mal nach Kooperationen – aber ich staune immer wieder, wie oft man überhaupt kein Feedback bekommt. Angefragt werden immer nur gekaufte Follow-Links – da staune ich oft, dass die dann doch bei anderen Bloggern "fündig" werden. Aber ich verurteile es menschlich überhaupt nicht, wenn jemand damit Geld verdienen möchte.

    Machen wir uns nichts vor – jeder findet es toll, wenn seine Arbeit gesehen und honoriert wird. Aber ich bin ganz sicher, dass die Leser sehr wohl erkennen, wer hauptsächlich Herzblut in seinen Blog steckt und wem es vor allem um Selbstdarstellung und Giveaways geht. Und selbst wenn letztere noch ein Publikum haben: auch gut – das wäre ohnehin nicht meins.

    Was ich anders sehe: Mit SEO sollte sich jeder Blogger mal beschäftigt haben. Es gibt ein paar wenige Maßnahmen, die die Zugriffe deutlich erhöhen können – es wäre so schade, die nicht zu nutzen! Schließlich möchte man gelesen werden – dann sollte man auch dafür sorgen, gefunden zu werden :-).

    Womit ich Dir völlig recht gebe: Die Reichweite eines Blogs hängt – neben den Inhalten – auch maßgeblich mit der investierten Zeit ab – das ist ganz sicher so.

    Aber bitte: fühl Dich nicht schlecht deswegen – Blogs sind zuallererst für die Schreiber und die Leser da – so lange die voneinander profitieren, gibt es keinen Grund, sich schlecht zu fühlen, nur weil andere es anders machen. Sollen sie! Jeder geht seinen Weg und Dein Weg ist vollkommen in Ordnung und ich finde ihn ganz wunderbar und lese sehr gerne bei Dir!

    Liebe Grüße
    Danielle

  21. 26 April 2016 at 1:24 pm

    Liebe Wiebke,

    ich lese jetzt nicht alle Kommentare, denn ich möchte frei von anderen Meinungen auf Deinen Post antworten. Erst einmal: Danke für all Deine Gedanken und dass Du sie so frei von der Leber weg aufgeschrieben hast. Das finde ich super, denn es ist offen und geraderaus und ehrlich.

    Ich habe ja eingangs in meinem Vortrag gesagt, dass ich Niemandem ein Blaupause vorlegen kann, um erfolgreich zu bloggen, sondern nur erzählen kann, wie ICH erfolgreich geworden bin. Welche Tools ich nutze, welche Preise ich nehme, welche Tricks ich anwende.

    Ich habe kein Mediakit und SEO optimiere nur ganz bestimmte Themen. Die absolute Mehrzahl meiner über 1.300 Posts ist ganz ohne SEO. Ich habe die ersten fünf Jahre mit dem Bloggen gar kein Geld verdient (welcher Blogger, der heute anfängt, kann das noch sagen?). Auch, weil ich nicht wusste wie. Weil es kaum erfolgreiche Blogger in meinem Metier gab und ich mir wenig abschauen konnte. Und die, von denen ich mir gerne was abgeschaut hätte, haben ihr Wissen für sich behalten. Also habe ich viele Stunden investiert und viel ausprobiert. Wie ich im Vortrag erzählt habe, waren die meisten Wege absolute Sackgassen. Spaß am Schreiben hatte ich trotzdem immer.

    Ich wollte euch mit meinem Vortrag Mut machen und sagen, dass es sich lohnt durchzuhalten – falls euer Plan ist, euch damit irgendwann euren Lebensunterhalt zu verdienen. Nicht weil alle meinen Weg gehen müssen (Du hast Recht, der hat viel mit meiner Persönlichkeit zu tun), sondern weil ich glaube, dass sich Arbeit an den eigenen Talenten – wie auch immer die geartet sind – auszahlt. Ich wollte euch einen Vortrag halten, wie ich ihn mir früher gewünscht hätte: In dem mir jemand, der erfolgreich ist, WIRKLICH sagt, wie ihm das gelungen ist. Und ich mir dann das rauspicken kann, was taugt und bei den Sachen den Kopf schütteln kann, die für mich nicht passen.

    Genau das hast Du in Deinem Post getan – und darüber freue ich mich.

    Wer Geld nehmen will, soll das tun, wer nicht, soll es lassen. Wenn ich in meinem Vortrag gesagt habe „Nehmt Geld“, dann um die zu ermutigen, die gerne Geld verdienen würden, aber von Firmen kleingehalten werden. Ich meine: Warum kommen die Firmen denn zu den Bloggern, wenn nicht, weil diese tolle Texte für die Leser schreiben?

    „Der Ruf einer ganzen Branche stehe auf dem Spiel“, das ist ein Satz, der nicht von mir stammt. Was aber von mir stammt ist die Aussage, dass man Geld für Arbeit verlangen darf. Und auch, dass man einfach aus Spaß an der Freude bloggen darf.

    Das habe ich immer getan und das werde ich immer tun. Da ist sie wieder die Sache mit dem angewandten Feminismus 😉

    Ich sende Dir liebe Grüße, blog on und ich freue mich auf ein Wiedersehen.

    Svenja

    • 26 April 2016 at 2:35 pm

      Liebe Svenja,
      vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich stimme Dir 100-prozentig überein und schön, dass Du es noch einmal erläuterst. Mir ist schon bewusst, dass jeder für sich selber seine Schlüsse ziehen muss. Während Deines Vortrages war die Stimmung aber so aufgewühlt, so euphorisch. Du wurdest ja auch von den Teilnehmern bestätigt, dass wir Blogger uns nicht unter Wert verkaufen sollen. Dem stimme ich auch zu, aber ich wollte noch eine Portion Realismus streuen. 😉
      Ach es ist schwer in Worte zu fassen. Vielleicht gab es genau deshalb auch die rege Diskussion auf Twitter, weil man es so schnell anders auffassen kann.
      Ich hoffe auch auf ein Wiedersehen!
      Lieben Gruß, Wiebke

    • 26 April 2016 at 5:03 pm

      Auf Twitter bin ich gar nicht aktiv – die Diskussion habe ich gar nicht verfolgt. Freu mich jedenfalls über Deine Worte und Deine umfassenden Gedanken zum Thema. Und Diskussionen sind immer gut, um herauszufinden, was man selber möchte. Liebe Grüße, Svenja

  22. 26 April 2016 at 2:13 pm

    Du bist der Knaller liebe Wiebke. Du hast ja gar keine Ahnung wie sehr du mir aus der Seele sprichst! Du hast es wirklich super toll geschrieben und ich kann dem rein gar nichts hinzufügen! TOP (y) Ich bin schwer begeistert!
    Liebe Grüße,
    Sandy

  23. 26 April 2016 at 2:16 pm

    Liebe Wiebke,
    in den Kommentaren wurde eigentlich schon alles gesagt. Und ich will nicht alles wiederholen, denn eigentlich gehe ich mit allem so ziemlich konform.

    Aber ich will noch kurz sagen: bitte höre nicht auf. Das Netz ist groß, jeder hat seine Daseinsberechtigung und ICH lese unheimlich gern bei Dir.
    Liebe Grüße,
    Anna

  24. 26 April 2016 at 10:22 pm

    Schön, dass du dich entschlossen hast, weiterzumachen. Wäre schade, wenn nicht. In dem Artikel fehlt mir ein bisschen das Grau zwischen all dem Schwarz-Weiß. Auch die Aussage, dass "professionelle" Blogger deines Erachtens nach gar keine sind, finde ich etwas unfair und nicht gerade wertschätzend deinen KollegInnen gegenüber. Diese beiden Dinge gehen für mich Hand in Hand, denn auch Blogger, die ab und an Werbung schalten auf ihren Seiten, können ehrliche und direkt aus dem Leben gegriffene Inhalte für ihre Leserschaft kreieren. Am Ende des Tages ist es bei der – meiner Meinung nach – sehr großen Mehrheit der "professionellen" Blogs so, dass die Leserinnen um der Inhalte Willen immer wiederkehren, und nicht aufgrund der gesponserten Inhalte. Alles Liebe!

  25. Anonym
    Antworten
    28 April 2016 at 7:46 am

    Ich mag Deinen Blog genau so wie er ist!!!!
    Manuela

  26. 28 April 2016 at 10:27 am

    Hi Wiebke,

    ich schreibe gerade einen kritischen Beitrag zum Liebster Award und bitte um mehr persönliche Vernetzung anstatt sich gegenseitig irgendeinen Award zuzuschustern bzw. den Award überhaupt bei FB anzubiedern. Dieser Beitrag von dir hat mich sehr nachdenklich gemacht, denn ein oberflächliches Getue anstatt persönliche und ehrliche Vernetzung mag ich gar nicht. Daher würde ich gern von dir wissen, ob ich deinen Beitrag verlinken darf?
    Liebe Grüße,
    Yvonne

    • 28 April 2016 at 2:49 pm

      Liebe Yvonne, verlinken darfst Du selbstverständlich immer. Es ist schließlich dein Blog. Allerdings erschließt sich mir gerade der Zusammenhang nicht so ganz. Aber das verstehe ich vielleicht dann, wenn ich Deinen Beitrag lese.
      Viele Grüße, Wiebke

    • 28 April 2016 at 6:00 pm

      Danke, dass ich verlinken darf – ich frage immer ganz gern vorher an 🙂
      Mir geht es darum, ehrliche und gut gemeinte Vernetzung erst zu nehmen 🙂 Ich nehme die Diskussionen der #denkst zum Anlass und beziehe mich bei dir auf folgende Zeilen : Ich stimme damit überein, dass Blogger sich untereinander mehr helfen sollten. "Mehr teilen, mehr unterstützen, mehr kommunizieren. Die Solidarität unter Bloggern sollte größer werden. Wir sitzen doch alle im selben Boot."
      Ich hoffe, dass du beim Lesen morgen einen Bezug entdeckst 🙂
      Liebe Grüße,
      Yvonne

  27. 29 April 2016 at 5:51 pm

    Wenn Du Spaß und Freude am Bloggen hast – an der Art zu bloggen wie Du es machst und gut findest, dann solltest Du Dir dieses Hobby durch nichts und niemanden nehmen lassen. Genau wie beim Kindererziehen gilt doch, dass jeder seinen eigenen Weg finden und gehen sollte. Die einen so, die anderen so und eine ganze Menge Leute (so wie ich) laufen irgendwo dazwischen 😉

    Ich mag Deinen Artikel und Deinen Schreibstil!
    Also Kopf nicht hängen lassen, sondern Krone richten und weitermachen 🙂

    LG
    Kathrin

  28. 29 April 2016 at 7:17 pm

    Ein ganz toller Eintrag.
    Ich verdiene kein Geld mit dem Bloggen. Habe es auch nicht vor. Es ist ein Hobby, es macht mit Spaß und das ist das was zählt. Ich freue mich zu lesen, dass es noch Mama Blogger gibt, die es als Hobby sehen und nicht unbedingt auf die Spitze des Gipfels wollen. LG Steffie

  29. 5 Mai 2016 at 6:58 pm

    Hallo Wiebke,
    du hast vollkommen Recht. Ich habe auch das Gefühl, dass man, vor allem, wenn man mehr Leser hat, plötzlich mehr machen muss, mehr Geld nehmen soll, mehr Perfektion haben muss. Nach solchen Konferenzen bin ich wie du immer auf der einen Seite voller Tatendrang und dann merke ich ganz schnell, dass ich das aber nicht kann und will. Weil ich Lehrerin bin und keine Bloggerin. Also ich bin Bloggerin, aber eben nur zum Spaß. Ich habe eben auch kein Gewerbe und möchte das gar nicht. Und habe Angst, dass ich am Ende Schleichwerbung mache, wenn ich ein Buch präsentiere oder von anderen gemaßregelt zu werden, weil ich einen Post schreibe, ohne genug Geld dafür zu nehmen. Das nimmt einen den Spaß an der Sache.
    Auf jeden Fall war das ein schöner Post von dir!
    LG Steffi

  30. 17 Mai 2016 at 2:33 pm

    Die wilde Blume, die ich im Wald finde, duftet nicht schlechter als ihre Schwester im Vorgarten. Sie mag schlechter zu finden sein, ja – ist aber trotzdem wunderbar gewachsen.

    Schau auf meinem Blog vorbei – ich habe meinen inneren Ansprüchen aktuell den Laufpass gegeben. Seit längerer Zeit gab es keinen Beitrag von mir. Weil mir aktuell andere Dinge wichtiger sind.

    Dasselbe gilt für den Zeitpunkt, wenn ich wieder anfange zu schreiben. Ich überlege, wieder eine wilde Blume zu werden und nicht so viel Zeit auf die Optimierung zu verlegen.

    Wenn ich es richtig anpacke, findet Ihr meine Blume. Weil es sich herumspricht, dass sich die Suche lohnt.

    Dir weiter alles Gute. Gehe deinen Weg.

    Best, Nic

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