Ein verflixter Roadtrip

Es ist wie in einem schlechten Roadmovie, in dem sich die Schauspieler in ein Auto setzen und alles, was schief gehen kann, geht schief. Auf dem Weg zum erholsamen Urlaubsziel ist bei uns so einiges passiert. Als ob unsere Panne letzten Sonntag nicht schon genug Unheil angerichtet hatte, folgte heute gleich der zweite Streich. Und auch die Kleinste in der Familie wollte nicht so recht mitmachen.

Der Urlaub startet, die Luft ist raus

Alles begann am Sonntag. Ehe wir zu unserem eigentlichen Urlaubsziel kommen sollten, wollten wir einen Zwischenstopp bei den Großeltern einlegen. Sie lagen auf dem Weg und wir reduzierten damit die Fahrzeit. Denn unser Wölkchen mag Autofahrten nicht sonderlich. So war der Plan. Unser Wölkchen wurde gegen sieben Uhr morgens wach, innerhalb der nächsten zwei Stunden stillte ich sie immer wieder, so dass sie zur Abfahrt satt und schön müde in den Autositz hineingesetzt wurde. Natürlich fing sie sofort an zu brüllen, sobald sie darin saß, nach ein paar Minuten Autofahrt schlief sie dann aber tatsächlich ein. Wir waren vielleicht 15 Minuten unterwegs, da fuhr der Papa von der Autobahn ab, weil er etwas bemerkt hatte. Erst jetzt spürte auch ich, dass unter meinem Sitz die Straße recht holprig zu spüren war…. Richtig, ein Platten. Wölkchen wachte natürlich dabei auf und war über den gestörten Schlaf mehr als empört. Während ich stillend auf dem Rücksitz des Autos saß, hob uns der Papa mit dem Wagenheber in die Höhe, um das Ersatzrad aufzuziehen. Es muss ein göttlicher Anblick gewesen sein. Die restliche Fahrt von ca. 45 Minuten war Wölkchen die ganze Zeit wach, schrie und nahm in ihrer Verzweiflung sogar kurzzeitig den Nuckel. 
Zwei Tage später ging es weiter nach Norden Richtung Brandenburg. Zwei Stunden Autofahrt galt es zu überleben. Auch diesmal wurde zuvor wieder ausgiebig gestillt. Immerhin schaffte Wölkchen diesmal eine Stunde, ehe wir auf dem Rastplatz anhalten mussten. Ansonsten war die Fahrt (zum Glück) unspektakulär.

Klappe, die Zweite – der große (kleine) Knall

Und heute schließlich das selbe Spiel: satt, glücklich und müde wurde sie morgens in den Autositz gesetzt, weil es noch etwas nördlicher in den Müritzer Nationalpark ging. Auch diesmal brüllte sie los. Nach ein paar Metern Fahrtstrecke schloss sie aber bereits die Augen. Wir mussten nur noch an der Rezeption anhalten, um den Schlüssel unseres Domizils abzugeben. Während ich an der Rezeption anstand, hörte ich es krachen. Jemand fuhr beim Ausparken in unser parkendes Auto! Also Polizei gerufen und gewartet. Als diese endlich eintraf öffnete Wölkchen bereits wieder die Augen. Und so setzte ich mich mal wieder ins Auto zum Stillen. Als wir losfuhren, dachte Wölkchen partout nicht ans Schlafen. Schreien ist ja auch viel schöner. Und das demonstrierte sie dann auch auf der restlichen zweistündigen Fahrt. Immer wieder schob ich einen Nuckel, eine Flasche, oder in einer kurzen Pause die Brust in ihren Mund, aber alle Versuche wollten sie nicht zum Einschlafen bringen. Erst als wir am Urlaubsziel ankamen und ich sie in das Tragetuch packte, schlief sie ein und holte den ganzen Schlaf des Vormittags nach.
Wirbelwind benahm sich übrigens die meiste Zeit vorbildlich. Aber bei ihr war das Autofahren auch nie ein Problem gewesen.
So, wir haben uns unseren Urlaub nun redlich verdient. Wollen wir mal hoffen, dass die Rückfahrt ohne weitere Zwischenfälle verläuft.

Eure Wiebke

2 Comments

  1. 1 August 2015 at 4:48 am

    Das klingt nach einer richtigen Odysee… ich hoffe ihr habt jetzt wenigstens einen ganz tollen, entspannten Urlaub! 🙂

    Liebe Grüße, Biene

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