Wölkchen wächst – der zweite Wachstumsschub

Inzwischen ist Wölkchen acht Wochen alt. Laut Rijt und Plooij und ihrem Buch „Oje, ich wachse“ findet genau in dieser Zeit der zweite Wachstumsschub statt. Daher habe ich einmal etwas genauer hingesehen und Anzeichen für einen Entwicklungssprung gesucht.  Allerdings zeigte sich der Schub bei uns etwas eher, in der siebten Woche. Dennoch bin ich mir sicher (und gleichzeitig hoffe ich), dass es sich wirklich um diesen Schub handelte und nicht noch ein weiterer in den nächsten Tagen kommen wird.

Was passiert um die achte Woche?

Am Ende des zweiten Wachstumsschubes kann das Baby das Erlebte in Muster einordnen. Es kann die Sinneseindrücke besser zuordnen, weiß nun beispielsweise, dass sie eine Hand besitzt und kann diese auch bewusst bewegen, auch kann es Augen oder die Stimme besser kontrollieren.
Rijt und Plooij beschreiben in ihrem Buch unter anderem folgende Veränderungen am Endes des Wachstumsschubs:

  • es will nach etwas greifen, was aber noch nicht gelingt
  • es schlägt gegen ein Spielzeug
  • es schaut Menchen und andere Lebewesen an, die sich bewegen
  • es betrachtet mit Interesse den Fernseher
  • es schaut Baumkronen an
  • es guckt auf einen sprechenden oder essenden Mund
  • es betrachtet moderne Malerei mit bunten Linien
  • es hört gerne Stimmen

Der Wachstumsschub bei Wölkchen

Und wie äußerte sich der Schub bei Wirbelwind? Zu Beginn der siebten Woche sind wir fast verzweifelt. Wölkchen kannte nur drei Zustände: Trinken, Schreien und Schlafen. Eigentlich dachte ich, wir hätten noch etwas Zeit bis zum nächsten Schub, der andere war ja gerade erst überstanden. Aber dem war wohl nicht so. An einem Freitagabend wurde es immer schlimmer, kein Wunder, wenn man DREI Stunden wach ist! Dann konnte ich mit meiner Milchbar noch so sehr herumwedeln, sie schrie einfach völlig fertig weiter, schlief aber auch nicht ein. An dem Abend schickte ich dann den Mann mit dem Kinderwagen raus, welcher eine halbe Stunde später mit immernoch brüllendem Baby wiederkam. Zumindest trank sie danach etwas und schlief endlich ein. 

Wenn sie einfach nur mehr trinken wollen, kann man darauf ja noch leicht eingehen. Es ist zwar anstrengend, aber man weiß, wie man sie wieder glücklich machen kann. Aber wenn nichts mehr geht, fühlt man sich unendlich machtlos, denkt dem Baby fehlt etwas und hofft, dass der Schub schnellstmöglich wieder vorbei ist.
Und das war er dann auch. So schlimm wie an diesem Abend, war es zum Glück nicht nochmal, doch auch die nächsten Tage schrie sie viel, scheinbar ohne Grund. Pünklich zum Ende der siebten Woche war das vorbei. Plötzlich hatten wir ein Baby, das, wenn es müde wurde, nach kurzem Herumtragen oder während des Stillens einschlief. Einfach so. Ein Baby, das auch mal auf dem Sofa liegen konnte und durch die Gegend schaute. Ein Baby, das uns anlachte oder Wirbelwind interessiert betrachtete. 

Und was hat sich verändert? Viele der oben genannten Punkte zeigt Wölkchen inzwischen. Wenn man ihr eine Rassel an die Hand hält, bewegt sie ihren Arm hin und her, als wolle sie dagegen schlagen. Überhaupt betrachtet sie ihre (rechte) Hand mit großem Interesse, hält sie immer wieder von sich weg, um sie dann wieder an das Gesicht (Mund/Nase) zu führen. Unsere Gesichter, das Bild an der Wand oder auch den Fernseher betrachtet sie ganz genau. Völlig fasziniert dreht sie ihrem Kopf immer zum Fernseher, wenn ich mit ihr abends durch das Wohnzimmer laufe. Beim Stillen schaut sie mich an, insbesondere, wenn ich dabei etwas esse (Man muss ja auch sehen, wo man bleibt :-P). Wenn ich sie anlächele, lächelt sie zurück. Manchmal gluckst sie dabei auch ein wenig oder gibt ein „ggggg“ von sich. Schließlich hört sie mich gerne singen. Wenn ich ihr Gute-Nacht-Lied singe, hört sie aufmerksam zu. 

Bei Wirbelwind hatte ich den Schub ürigens nicht so deutlich gemerkt. Einzig die größere Geräuschempfindlichkeit in der neunten Woche ist mir aufgefallen.

Zwar ist die achte Woche gerade erst um. Dennoch hoffe ich, dass der zweite Schub bereits abgeschlossen ist. Etwas angespannt sehe ich nun dem dritten Schub in der 12. Woche entgegen. Bei Wirbelwind damals spürte ich ihn sehr deutlch. Aber dazu schreibe ich dann zu gegebener Zeit mehr.

Wer sich noch den ersten Schub zu Gemüte führen möchte, bitte hier entlang:

Eure Wiebke

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