Meine Blogger-Nische

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Bild: Pixabay.com
Dieser Beitrag ist Teil meiner Verflixten Linkparty im Dezember zum Thema „Wer bin ich?

Die Bloggerwelt ist facettenreich, bunt, kreativ, lustig, spannend und noch so vieles mehr. Von einem Blog kann man sich zum nächsten klicken, dann noch einmal weiter, noch weiter und noch ein bisschen weiter, bis man die gesamte Blogosphäre durchgeklickt hat. Ok, das kann eine ganze Weile dauern, aber es ist möglich, theoretisch. Denn irgendwie sind wir alle miteinander verbunden und spannen ein großes Netz, das die verschiedensten Städte und Dörfer in Deutschland und der ganzen Welt miteinander verbindet. 

Das Bloggernetz
wird immer dichter. Das ist schön. Gleichzeitig fragt man sich, wie man
darin nicht untergeht. Und die Antwort ist an sich klar: man muss seine
Nische finden. Und Einige von Euch haben das geschafft. Sie haben ihre Nische gefunden. Nur ich, ich bin nicht so der Nischentyp. Auch so, im verflixten Alltag, bin ich eher der Allrounder. Ich kann Vieles, aber nichts davon so RICHTIG perfekt. Schon in der Schule schwamm ich immer im Mittelbereich, war nie die Klassenbeste. Im Sport ganz gut, aber irgendjemand war immer schneller als ich, oder sprach höher und weiter. Im Kunstunterricht ambitioniert, aber mal ehrlich, so richtig schön waren meine Bilder am Ende nicht. Und so zieht sich das durch mein gesamtes Leben, bis heute. Ich spiele ganz gut Volleyball, aber für die große Profikarriere reicht es nicht. Ich fotografiere gerne, aber irgendwie machen das so viele andere viel besser als ich. 
Und
nun blogge ich. In erster Linie mache ich das für mich. Aber machen wir
uns nichts vor: Rückmeldungen von Lesern, der Austausch mit Anderen,
das ist doch das, was einen Blog am Leben hält. Und wie gewinnt und vor allen Dingen behält man
Leser? Klar, man findet seine Nische.

Seine Nische finden

Viele Blogger haben sie gefunden. Man ruft ihre Seite auf und noch bevor sich die ersten Wörter vor einem aufbauen weiß man, was einen erwartet:
Die Liste könnte ich noch endlos so fortsetzen. So viele tolle Elternblogger gibt es inzwischen. So viele, dass man schon gar nicht mehr hinterherkommt sie alle zu lesen. Schade eigentlich. 

Meine Blogger-Nische

Und ich frage mich nun, was grenzt meinen Blog von all den anderen ab?  Mit welchen Gedanken besuchen andere meinen Blog? Das ist natürlich eine Frage, die eher meine Leser beantworten können, als ich mir selbst. Aber ich versuche es einmal, und Ihr könnt mir dann sagen, ob ich nahe dran bin 😉

Meine Antwort auf die Frage, was meine Blogger-Nische ist, lautet wir folgt: Mich macht aus, dass ich nicht in eine Nische zu packen bin. Viele der oben genannten Themen kann man auch bei mir finden. Ok, selbstbewusster oder männlicher werde ich nicht gleich. Stylingtipps werdet Ihr bei mir lange suchen und auswandern werde ich wohl auch nicht so schnell. Aber manchmal gibt es tatsächlich etwas zu Basteln bei mir, ein Rezept (ok, eher selten), eine schöne Geschichte, Satire, Humor, Reflektion, große und kleine Gefühle.

Auf dem Blog punkte ich mit dem Überaschungsmoment. Man betritt meine Seite und weiß nicht gleich, was einen erwartet: ist Wiebke heute nachdenklich gestimmt oder gut gelaunt? Schreibt sie emotional, reflektiert, informativ, lustig, traurig, wütend, hoffnungsvoll? Schreibt sie vom Alltag oder lässt sie mal wieder ihren wirren Gedanken freien Lauf? Wer steht heute im Mittelpunkt, Wirbelwind, Wölkchen oder die Mama selbst? Bin ich also der Überraschungsblog? 

Ihr seht, es sind eher Fragezeichen, als Ausrufezeichen. Ich bin noch in der Findungsphase. Vielleicht kristallisiert sich zukünftig noch ein Stil heraus?! 

Zumindest eines ist klar. Ich denke manchmal eindeutig zu viel nach. Ich sollte meinen Blog „Mama denkt“ nennen. Aber der Name ist – soweit ich weiß – auch schon vergeben.  

Wer bin ich?

Und was hat das jetzt mit „Wer bin ich?“ zu tun? Sehr viel. Denn dieser Blog ist mein Leben in Schriftform. Darüber, was ich schreibe, wie ich schreibe, wie ich den Blog gestalte, zeige ich, wer ich bin. Über die Zeilen transportiere ich meine Gefühle und Gedanken nach außen. Wer meinen Blog liest, erfährt unweigerlich etwas über mich, Wiebke.  

Meine Abschlusszeilen könnten daher lauten: Wer wissen möchte, wer ich bin, liest meinen Blog. 😉

Und wer dazu keine Lust hat, hier noch ein paar Eigenschaften, die auf mich zutreffen, quasi Wiebke in geballter Ladung. Ich bin: pragmatisch, emotional, schüchtern, nachdenklich, fröhlich, perfektionistisch, optimistisch, liebevoll, dickköpfig, analytisch, bestimmend, nachgiebig, ehrlich, kontrollierend, ruhig, aufbrausend, besserwisserisch, diplomatisch, aufopferungsvoll (sagt mein Mann), naiv, musikalisch, ausdauernd, ordentlich und immer öfter auch ein wenig verwirrt.

So, nun ist aber genug.  

Eure Wiebke

10 Comments

  1. 14 Dezember 2015 at 7:25 pm

    Hi Wiebke,
    brauchst du denn eine Nische? Ich sehe das wie du: wenn ich hier lese, dann möchte ich dich lesen, nicht weil du über ein spezielles Thema schreibst, sondern über das, was mich interessiert: der Alltag mit mehreren Kindern. Der hat viele Facetten und deshalb ist das interessant für mich.

    P.S. In eine Online Marketing Nische wäre ich doch dabei, oder? 😉 So viel zum Thema Nischen…

    • 14 Dezember 2015 at 8:27 pm

      Liebe Sarah, klar bringt das Thema (mein Alltag) viele Facetten mit sich. Doch dennoch kann man sich ja durch seine Art zu schreiben in einer Nische platzieren und dennoch vielfältig schreiben. Aber es stimmt schon: viele Facetten verlangen quasi nach vielfältigen Ausdrucksformen 😉
      und P.S.: Klar, da wärst Du mit dabei. Die Auflistung war ja nicht erschöpfend 😉
      LG

  2. 14 Dezember 2015 at 8:34 pm

    Liebe Wiebke
    Ich frage auch: braucht man denn zwingend eine Nische? Also ich hoffe doch, dass ich auch lustig schreibe und schöne Geschichten und DIY.. Ok letzteres definitiv nicht. Hm. Gibt es nicht eher Nischen, die man eben NICHT besetzt und sich somit auch so definieren kann (wenn es denn sein muss)?
    Danke jedenfalls, dass Du mich in Deine "Nischen" aufgenommen hast, ich freue mich riesig <333
    LG
    Séverine

    • 14 Dezember 2015 at 9:28 pm

      Oh ich habe von Dir auch schon einen wunderbaren DIY-Bericht gelesen! 😉
      Eine interessante Frage. Aber für den Leser, gerade den Leser, der das erste Mal auf dem Blog erscheint, ist – denke ich – der erste Eindruck entscheidend. Und der ist sehr stark von bestimmten Kategorien (wie oben versucht zu beschreiben) geprägt. Je mehr man den Blogger kennt, desto mehr tritt aus meiner Sicht diese Nische in den Hintergrund und die Person selbst in den Vordergrund.
      Aber das ist meine Meinung. Das Thema lässt viel Interpretations- und Diskussionsspielraum 😉
      LG

  3. 14 Dezember 2015 at 10:11 pm

    Liebe Wiebke,
    eine tolle Zusammenstellung und "Einsortierung" (also ich bin zufrieden;), dankeschön!). Ich denke schon, dass ich eine Nische bediene, ich schreibe über einige spezielle Themen und wer mich gern liest, der wird nie einen Text à la "Es ist ja alles sooo toll!!!" erwarten. Also ich biete weniger den Überraschungseffekt, den Du für Dich zu Recht in Anspruch nimmst und der tatsächlich einer der Gründe ist, weswegen ich Dich so gern lese.
    Mach weiter so und danke für die viele Arbeit! Ich will unbedingt auch noch mitmachen!
    Liebe Grüße!

  4. Katrin
    Antworten
    15 Dezember 2015 at 7:53 am

    Liebe Wiebke,
    bisher habe ich immer nur still gelesen, doch jetzt muss ich dir doch mal schreiben.
    Ich habe bei deinen Zeilen darüber nachgedacht, warum ich deinen Blog lese. (Ehrlich gesagt lese ich ihn noch nicht lange, erst seit ca. 3-4 Monaten.) Und die Antwort fällt mir selbst schwer, aber ich denke, weil es einfach gut tut, mal einen anderen Alltag zu lesen. Einen anderen Alltag, der jedoch wiederum so ähnlich zum eigenen ist. Anders vom Ablauf, etc., aber gleich von den Gedanken, Empfindungen und Gefühlen.
    Ich glaube, wir sind uns in vielem sehr ähnlich. Ich denke ständig über alles nach, ob es richtig oder falsch ist, was man besser machen könnte/sollte/müsste. Und manchmal denke ich, ich müsste als Mama doch mehr Souveränität ausstrahlen (mein Sohn ist noch kkeine 5 Monate und ich mache mir darüber Gedanken !!!). Und dann lese ich deinen Blog und sehe, dass ich nicht alleine bin und dass dennoch alles wunderbar funktioniert (sogar mit 2 Kindern! ). Von außen betrachtet merkt man häufig, wie überflüssig solche Zweifel sind, aber ich weiß nur zu gut, dass man einfach nicht anders kann.
    Also lange Rede, kurzer Sinn: toller Blog, einfach weiter so 🙂 ob Nische oder nicht, ist doch egal. So lange du du selbst bist lesen die Menschen es gerne. Ob jetzt Nische oder nicht, authentisch sein ist viel wichtiger. Und wenn du nicht der Nischentyp bist (ich übrigens auch nicht), dann ist das eben so!

    Liebe Grüße,
    Katrin

  5. 15 Dezember 2015 at 8:01 am

    ooooh danke für die lieben Linktipps und die Aufnahme 😉 – eine schöne Weihnachtszeit auf diesem Wege…

  6. Anonym
    Antworten
    15 Dezember 2015 at 8:46 am

    Ich schreibe jetzt nichts neues, aber ich finde es eher eine Auszeichnung für ein Blog, wenn man nicht nur ein Thema (Nische hin oder her) bedient.

    Ich bin vor kurzem (sehr, sehr gern) bei dir hängen geblieben, weil ich eine ähnliche Familienkonstellation mit Jungs habe, die beide etwa dreieinhalb Monate jünger sind. Zum selber bloggen fehlt mir die Ausdauer (außerdem bin ich dafür leider zu ängstlich).
    Daher ist dein Blog-Name doch supi. Es geht um den Alltag, mal gut, mal schlecht und mit zwei Kindern und ohne die berühmten Kraken-Arme ist halt nichts perfekt, linear und geordnet. Und so ist es halt – einmal ist ausheulen dran (was manchmal echt Balsam für die Seele ist), dann sich manchmal an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen, indem man die tollen Momente festhält. Beides ist wichtig.
    Und ich sitze beim Lesen (oder laufe öfter mit Tragetuch durch die Gegend ;)) seufzend beim Lesen da und denke mir wie wahr. Es ist manchmal ein Spiegel, manchmal ein Anstoß, sich zum überlegen, wie man selbst zu gewissen Dingen steht. Danke für diese Gelegenheit.

    Liebe Grüße

    Calliope

  7. 15 Dezember 2015 at 9:57 am

    Also ich lese deinen Blog seit ich ihn entdeckt habe, super gern und schau auch oft vorbei. Mir gefällt was du schreibst und wie du schreibst. Nische? Ich würde dich in keine Schublade stecken und ganau das spiegelt doch das Leben wieder. Diese Vielseitigkeit. Also ich mag es sehr gern. Weiter so, Wiebke.
    LG Anke

  8. 21 Dezember 2015 at 8:56 pm

    Hallo Wiebke! Ich bin als Neubloggerin vor Kurzem auf Deinen Blog gestossen; mich hat dabei in erster Linie Dein Blogname angesprochen. Ja ja, dieser verflixte Alltag… Ich lese gerne bei Dir, gerade weil es bei Dir so schön bunt (im Sinne von abwechslungsreich) ist! Oft finde ich mich in Deinen Beiträgen wieder. Ich selbst habe auch zwei Kinder (Mai 2012 + Oktober 2014)… Viele liebe Grüsse! Claudia

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