Von der Abgewöhnung des Einschlafstillens – drei Wochen im Zeitraffer

Ich hatte es hier bereits geschrieben. Ich möchte gerne ab Januar zum Chor gehen. Das war mit der derzeitigen Situation jedoch nicht machbar, da der Chor abends probt, wenn Wölkchen gerne mal aufwacht und nach mir verlangt. Manche würden sagen: lass es drauf ankommen, vielleicht wacht sie gar nicht auf, und wenn ja, dann wird sie der Papa schon irgendwie beruhigen können. Aber ich bin eben gerne vorbereitet. Und so hielt ich das Abgewöhnen vom Einschlafstillen für die beste Vorgehensweise.

Ausgangssituation

Bis Ende November sah das Zubettbringenn bislang so aus: Nach dem Abendbrot (am Knäcke lutschen und Abendbrei) machen wir sie fertig. Das heißt sie wird eingecremt, bekommt eine Nachtwindel um, einen Schlafanzug an. Dann darf sie noch an einer Milchflasche mit PRE Ha-Milch nuckeln, von der sie aber nie mehr als 10 ml trinkt. Wir wollen sie aber langsam daran gewöhnen, falls sie mal Hunger hat und ich nicht zur Verfügung stehe. Dann gehe ich mit ihr in das Schlafzimmer, schalte das Nachtlicht an, schließe das Rollo, singe ihr Gute-Nacht-Lied, lege sie ins Elternbett und fange an zu Stillen. Nach fünf bis 20 Minuten war sie im Land der Träume.

Seit geraumter Zeit meldete sie sich dann jedoch nach zwei bis drei Stunden wieder. Kurz angelegt, und sie schlummerte weiter, um sich 2 Stunden später wieder zu melden. Ein Nuckel wurde kategorisch abgelehnt.

Das wollte ich ändern. Einmal sollte sie lernen, dass sie auch ohne mich einschlafen kann. Einfach so, in ihrem Bett. Denn wenn sie nachts aufwachte, und ich war noch nicht vom Chor zurück, dann muss sie sich auch vom Papa beruhigen lassen können. Als Zweites erhoffte ich mir durch die Umstellung vom Einschlafstillen auf die Trennung von Stillen und Einschlafen, dass sie wieder etwas länger schlief und somit gar nicht erst aufwachte, wenn ich den Abend weg bin. Soweit der Plan.

Buchtipp „Schlafen statt Schreien“

Dank Tipps von meinen lieben Lesern bin ich auf das Buch „Schlafen statt Schreien“ gestoßen, in welcher unter anderem das schonende Abgewöhnen vom Einschlafstillen beschrieben ist. Es handelt sich hierbei um kein Schlafprogramm und Durchschlafen ist hierbei auch NICHT das Ziel. Es handelt sich vielmehr um Tipps zu einem besseren Schlafen für Kind und Mutter.
Die Schnellfassung zum Entwöhnen: man soll das Baby stillen, bis es langsamer zu nuckeln anfängt, dann abdocken. Wenn es nach der Brust verlang, wieder anlegen, wenn es droht einzuschlafen wieder abdocken usw., bis das Baby von selbst einschläft. Zwar war ich skeptisch, dass unser fast sechs Monate alte Wölkchen dieses Spielchen mit sich machen ließ, aber sie überrascht mich ja auch gerne. Vor drei Wochen war es dann so weit, ich wollte es versuchen. Wie unsere Nächte in den folgenden 21 Tagen ausgesehen haben, das beschreibe ich Euch nun, quasi im Zeitraffer.

3 Wochen im Zeitraffer

Challenge Nr. 1: Im Liegen stillen und anschließend das Baby ohne Brust zum Einschlafen bekommen

1. Nacht: Das Einschlafen verlief recht gut. Noch legte ich mich mit zu ihr ins Bett und stillte im Liegen, wie sie es gewohnt war. Jedoch entfernte ich sie von der Brust, sobald sie einzuschlafen drohte. Natürlich gefiel ihr das nicht, sie suchte erneut danach und bekam sie auch. Dieses Spielchen wiederholte ich so lange, bis sie am Ende ohne Nuckelhilfe einschlief. Klappte also ganz nach Buchvorlage. Euphorisch twitterte ich:
Die längste Schlafphase betrug 3 3/4 Stunden. Die Schlafphasen in der Nacht sahen wie folgt aus:
3 3/4 + 2 3/4 + 2 1/4 + 1 = 9 3/4 Stunden
2. Nacht: In der zweiten Nacht brauchte ich nur eine halbe Stunde. Als sie kurz meckerte, ließ sie sich mit Nuckel beruhigen. Es schien in die richtige Richtung zu gehen.
3 3/4 + 2 + 2 + 2 = 9 3/4 Stunden
3. Nacht: In der dritten Nacht hatte es wieder eine ganze Stunde gedauert, ehe sie eingeschlafen war. Ich muss dazu sagen, dass wir hier bei den Großeltern waren und somit die Umgebung zusätzlich fremd war. Das hatte nicht gerade einen positiven Effekt auf unser Vorhaben. Wölkchen hatte beim Schlafenlegen auch zwischendurch den Nuckel genommen, ist am Ende aber ohne und auf dem Bauch liegend eingeschlafen.
1/2 + 3 1/2 + 1 1/4 + 1 1/2 + 2 + 3/4 = 9 1/2 Stunden

Challenge Nr. 2: Im Liegen stillen, das Baby ohne Brust einschlafen lassen und anschließend das schafende Baby in sein Bettchen umlegen

4. Nacht: In der vierten Nacht brauchte sie 20 Minuten zum Einschlafen, ohne Nuckel. Die Nacht war jedoch weniger erfreulich, da ich sie nun in ihrem Bett schlafen legen wollte. Zwischendrin war sie lange wach und weinte, wenn ich sie vor dem Wiedereinschlafen abdockte. Als sie dann in meinem Arm eingeschlafen war, wachte sie beim Ablegen in ihrem Bett wieder auf. Und das Spiel begann von Vorne.
4 + 1 1/4 + 3 1/2 + 2 = 10 3/4  Stunden

Challenge Nr. 3: Im Liegen stillen und anschließend das wache Baby in sein Bettchen legen

5. Nacht: Um zu vermeiden, dass sie durch das Ablegen wieder wach wird, wollte ich sie von nun an bereits wach in ihr Bett legen. Nach 20 Minuten war sie eingeschlafen. Bis dahin hatte sie nur kurz gemeckert und war dann mit Nuckel eingeschlafen. In der Nacht war sie jedoch eine ganze Stunde wach.
3/4 + 2 + 3 1/4 + 2 + 2 = 10 Stunden
6. Nacht: Auch in der sechsten Nacht war sie nach 20 Minuten und mit Nuckel im Mund eingeschlafen, lag jedoch sehr unruhig im Bett.
3 + 4 1/4 + 1 1/2 + 1 1/2 + 2 1/2 = 12 3/4 Stunden
7. Nacht: In der siebten Nacht schien sie dann zu verstehen, dass das mit dem Einschlafen ohne Brust wohl nun zum Dauerzustand werden sollte. Eine Stunde hat es gedauert, ehe sie – in meinem Arm – eingeschlafen war. Den Nuckel hatte sie verweigert. Das ständige Wegnehmen der Brust brachte sie irgendwann so aus der Fassung, dass sie mich nur noch anbrüllte und gar nicht erst daran dachte, die Brust wieder anzunehmen. Und in ihrem Bettchen hatte sie auch nur geschrien. Dafür schlief sie nun nachts nach dem Trinken sehr schnell wieder ein und ließ sich ablegen, ohne dass sie sich vom Weiterschlafen beirren ließ.
3 1/4 + 3 1/4 + 1 + 2 + 2 = 11 1/2 Stunden
8. Nacht: In der achten Nacht kam die Wendung. Nach nur 15 Minuten war sie eingeschlafen, hatte sich selber abgedockt, quengelte beim Herumtragen zum Bäuerchenmachen und schlief sofort ein, als ich sie in ihr Bettchen ablegte. Den Nuckel hatte sie kurz genommen, vor dem Einschlafen aber ausgespruckt. Auch nachts zeigte sich eine Veränderung. Sie schlief erstmals seit Langem wieder 6 Stunden am Stück.
6 + 2 1/4 + 1 1/2 + 3/4 = 10 1/2 Stunden
9. Nacht: Das Zubettbringen dauerte ganze 15 Minuten. Leider hatte ich den Zeitpunkt des Ablösens verpasst und so schlummerte sie bereits, vor sich hin, schlief in meinem Arm, bevor ich sie ins Bett legen konnte.
3 1/4 + 1 1/2 + 2 1/2 + 20 Min + 1 1/2 + 1 1/2 = 10 1/2 Stunden
10. Nacht: Es war der Horror. Als ich sie von mir löste, schrie sie und schrie. Auch wollte sie nicht wieder erneut ran. Sie war einfach außer sich. Nuckel wollte sie auch nicht. Irgendwann ging sie doch wieder an die Brust und schlief sofort daran ein. 25 Minuten dauerte das Spektakel.
6 1/2 + 1 1/2 + 2 + 2 = 12 Stunden
11. Nacht: Auch heute schrie sie nach dem Stillen, ging aber nach drei Versuchen (im Sitzen) wieder an die Brust und schlief dort ein. Soviel zum Thema „wach ins Bett legen“. Zwischendrin war sie in der Nacht über eine Stunde wach.
3/4 + 5 + 3 1/4 + 2 1/4 = 11 1/4 Stunden
Ich beschloss, ab sofort nicht mehr im Liegen zu stillen, damit sie das Stillen nicht zu sehr mit dem Schlafen assoziiert. Die Umstellung vom Liegenstillen zum Sitzenstillen erfolgte erstaunlicherweise ohne Protest.

Challenge Nr. 4: Im Sitzen stillen und anschließend das wache Baby in sein Bettchen legen

12. Nacht: Am Tag hatte Wölkchen leider gar nicht gut geschlafen (zweimal eine halbe Stunde) und war abends entsprechend übermüdet. Das zeigte sich leider in der Nacht.
2 3/4 + 1 1/2 + 3/4 + 3 + 2 = 10 Stunden
13. Nacht: Wölkchen hatte tagsüber gut geschlafen: 3 mal eine halbe Stunde auf den Tag verteilt ist für sie recht viel. Als ich mit ihr abends ins Schlafzimmer ging, trank sie sehr gut. Ein klein wenig war sie dabei eingenickt. Als ich sie zum Bäuerchenmachen hochnahm, meckerte sie. Also legte ich sie ins Bett ab, wo sie sich – wie immer – zur Seite drehte, an ihrem Arm nuckelte und einschlief, als wäre es das Normalste der Welt. Nachts brach sie den bisherigen Rekord der letzten Wochen und schaffte fast sieben Stunden am Stück zu schlafen!
6 3/4 + 3 + 1 1/4 = 11 Stunden
14. Nacht: Am Tag hatte Wölkchen nur wenig geschlafen. Das erinnerte mich an die 12. Nacht. So gestaltete sich das Einschlafen erwartungsgemäß schwierig. Nach dem Stillen, als sie nur noch nuckelte und ich sie abdockte, weinte sie sofort los. Vom Herumtragen ließ sie sich nicht beruhigen und auch an die Brust ging sie erst wieder nach drei Anlaufversuchen. Das Spielchen trieb ich dann eine dreiviertel Stunde, ehe sie dann doch in ihrem Bettchen MIT Nuckel einschlief. Zwar nicht überglücklich, aber auch nicht (mehr) weinend. Die längste Schlafphase betrug auch hier, wie zwei Nächte zuvor 2 3/4 Stunden.
2 3/4 + 2 + 1 1/2 + 1/2 + 2 + 2 + 1 1/4 = 12 Stunden
15. Nacht: Nach 30 Minuten schlief Wölkchen. Zwar meckerte sie einmal in ihrem Bett, aber nachdem ich sie nochmals angelegt hatte, ließ sie sich in ihr Bettchen ablegen, nahm den Nuckel, drehte sich zur Seite, und schlief ein. Dass sie nach drei Stunden wieder aufwachte, war wohl eher meiner Niesattacke geschuldet, die mich da heimsuchte.
3 + 5 + 2 1/4 + 1/4 = 10 1/2 Stunden16. Nacht: Das Einschlafen verlief unproblematisch. Ich habe nur einmal am Anfang gestillt, sie dann in das Bett gelegt, zwischendurch einmal hochgenommen und wieder abgelegt. Dann hat sie 15 Minuten lang geguckt, gequiekt, geprabbelt, geschlappert und am Ende etwas gemeckert. Sie hat mit weit aufgerissenem Mund den Nuckel genommen und ist eingeschlafen. Das war sehr verheißungsvoll. Ich dachte, das wird eine super Nacht, aber so war es nicht. Wahrscheinlich quälten sie mal wieder die Zähne, denn sie wachte nach dem nächtlichen Stillen und Insbettlegen immer wieder auf.
3 1/4 + 3 1/2 + 1/2 + 2 = 9 1/4 Stunden
17. Nacht: Das Zubettbringen dauerte fast eine Stunde (mit Stillen), allerdings ohne Weinen oder Meckern. Nach
dem Stillen dockte sich Wölkchen selbstständig ab. Ein Bäuerchen machte
sie zwar nicht, aber ich legte sie wach ins Bett, wo sie noch eine
halbe Stunde vor sich hinprabbelte und den Tag verarbeitete. Irgendwann
drehte sie sich zur Seite und schlief (mit Nuckel) ein. Auch Nachts
verhielt es sich so. Ich legte sie wach ins Bett, sie redete mal mehr
und mal weniger lange und schlief dann ein. Einfach so.
3 1/4 + 3 1/4 + 2 1/2 + 1 + 1/4 = 10 3/4 Stunden
18. Nacht: Diesmal dauerte es 50 Minuten. Auch jetzt prabbelte sie wieder viel und den Nuckel nahm sie begeistert. Nachts war sie allerdings zwischendrin einmal eine Stunde wach, jedoch gut gelaunt, hat geplappert, ist kurz weggenickt, hat wieder geplappert.
4 + 3 + 1/4 + 2 1/4 + 2 = 11 1/2 Stunden
19. Nacht:  Das Zubettbringen ging schnell. Kurz gestillt, selbst abgedockt, und nach einer viertel Stunde war sie mit Nuckel im Mund eingeschlafen.
3 3/4 + 3 1/2 + 3 = 10 1/4 Stunden
20. Nacht: Wölkchen ist erkältet. Die Nase rasselt beim Atmen und auch insgesamt ist sie tagsüber sehr schlecht drauf gewesen. Außerdem war sie beim Insbettbringen etwas übermüdet. Sie machte sich zwar selbst ab nach dem Trinken, im Bett verweigerte sie allerdings den Nuckel und meckerte auch etwas herum, ehe sie dann doch nach einier Zeit einschlief. Die Nacht erinnerte an die Zeit vor der Umgewöhnung:
3 + 3/4 + 2 3/4 + 2 + 2 + 3/4 = 11 1/4 Stunden21. Nacht: Tagsüber war wieder Mama-trag-mich-sonst-schrei-ich-Programm angesagt. Die Nacht fing demgegenüber erstaunlich gut an. Allerdings wurde die Freude gleich getrübt, als sie anschließend über eine Stunde wach blieb und das nicht sonderlich gut gelaunt.
4 1/2 + 2 1/4 + 1/2 + 1 1/4 + 1/2 = 9 StundenHeute abend wurde dann klar, warum sie die letzten zwei Tage so mies drauf war: der erste Zahn ist durchgebrochen! Das gibt Hoffnung für die nächsten Tage. Und das ist nicht ironisch gemeint. Ich hoffe sehr, dass sie dann besser drauf sein wird. Das Zubettbringen heute, zur 22. Nacht, war zumindest „easy“. Es bleibt spannend.

Fazit

Immer wieder habe ich mich zwischendurch gefragt, ob es das tatsächlich wert ist. Das Einschlafstillen war so einfach, nicht nur abends, auch nachts. Ich musste Wölkchen nicht stundenlang umhertragen und zusehen, wie sie meine ihr entgegengehaltene Brust voller Protest anbrüllt, weil sie die Welt einfach nicht mehr versteht. Irgendwie hatte ich insgeheim gehofft, dass es schneller und einfacher funktioniert. Vielleicht hätte ich die Veränderungen radikaler machen sollen, also beispielsweise gleich im Sitzen stillen sollen. Hätte… hätte… Aber nun lässt es sich nicht mehr ändern. Nur eines ist wichtig: ich war immer für Wölkchen da. Auch wenn sie nicht verstand, warum ihr geliebter Brustnuckel weggenommen wurde, so war ich doch immer für sie da, habe sie getragen, gestreichelt, ihr gut zugeredet und vorgesungen. Ihr Bettchen hatte ich direkt neben meines gestellt und beim Einschlafen ihr Köpfchen gestreichelt. Sie war nie allein.

Und nun nochmal im Schnelldurchlauf: Die erste Veränderung zeigte sich nach sieben Tagen. Die ersten Tage klappte das Zubettbringen ganz gut, jedoch wurde sie nachts durch das Ablegen wieder wach. Nach einer Woche entstand deutlich mehr Protest, gleichzeitig ließ sie sich nachts viel einfacher wieder in ihr Bettchen zurücklegen.
Eine weitere Woche (insgesamt 13 Tage) sollte vergehen, ehe der abendliche Protest nachließ und Wölkchen beim Abdocken nicht mehr losschrie bzw. meckerte.
Nach 16 Tagen schien sie das neue Prozedere vollends zu akzeptieren.
Doch wie die letzten Tage zeigen, brauchen Babys in Krankheitsfällen bzw. beim Zahnen eben doch mehr unsere Aufmerksamkeit und Zuwendung. Man kann sich nie sicher sein.

Ich behaupte nun, Wölkchen ist offiziell vom Einschlafstillen „entwöhnt“. Sie kann nun auch mit anderen Hilfsmitteln einschlafen, wie dem Nuckel, ohne sich in den Schlaf weinen zu müssen. Nur etwas länger dauert das Zubettbringen nun.

Habt Ihr auch Erfahrungen im Entwöhnen vom Einschlafstillen gemacht? Wenn ja, welche? 
Eure Wiebke

 

11 Comments

  1. 17 Dezember 2015 at 9:13 pm

    Nun ja. Mein Baby ist 7,5 Monate und schläft nur beim Stillen und in der Trage ein. Auch tagsüber. Deshalb möchte ich sie auch sehr gerne bald entwöhnen. Sie nimmt aber keinen Schnuller und zahnt gerade. Daher ist es derzeit echt grad mühsam. Und wenn ich selbst grad wenig Geduld habe, gebe ich ihr aus Bequemlichkeit wieder die Brust. Ich bin da leider ein wenig inkonsequent.

  2. 17 Dezember 2015 at 10:40 pm

    Mittlerweile schläft auch unsere Kleine ohne Stillen ein. Seit sie die Zähne bekommen hat, verweigert sie auch den Schnuller. Der Prozess gestaltete sich bei uns aber ohnehin als schwierig, weil sie irgendwann auch nach dem Stillen nicht einschlafen wollte.Im Klartext sah es bei uns so aus, dass sie nach dem Stillen wieder fit war und weinte, weil sie lieber krabbeln oder spielen wollte. Das war für mich der Startschuß zur Entwöhnung, denn sie benötigte im Grunde die Brust nicht mehr zum Einschlafen. Wir haben das ganz unkonventionell gelöst, ich habe sie nach dem Abendessen bettfertig gemacht und sie neben mich ins Bett gelegt. Dann fing das obligatorische Weinen an, weil sie lieber spielen wollte und so hab ich dann mit der Rassel gefuchtelt oder ihr Lieder vorgesungen, das fand sie immer toll und sie lachte und gluckste wieder. Irgendwann wurden aber dann die Augen schwerer und schwerer und dann war sie irgendwann eingeschlafen. Dieser Prozeß dauerte allerdings gute 40 Minuten. Allerdings stille ich noch 1-2 mal nachts, aber das tat ich davor auch schon. <mittlerweile dauert es zwischen 10 und 20 Minuten bis sie freidlich schlummert 🙂

  3. 18 Dezember 2015 at 9:39 am

    Ich fand das Buch auch schön, mir hat allerdings eine klare Aussage gefehlt an der das Kind sich orientieren kann, mir war das zu schwammig. Wir haben es bei beiden Kindern dann auf den Papa übertragen. Mein Mann hat einfach ein paar Abende hintereinander das baby ins bett gebracht und dabei ohne weinen neue Rituale erschaffen. Am ersten Abend bin ich immer ins Kino gegangen um ihm nicht reinzureden. Das hat bei beiden Kindern super funktioniert und die kleinen haben sich Super wohl gefühlt!

  4. 19 Dezember 2015 at 5:34 pm

    Das ist ja fast eine tduie für sich ;o)

    LG
    papillionis

  5. 21 Dezember 2015 at 9:04 pm

    Du machst mir Mut, Wiebke! Unsere Kleine (bereits fast 14 Monate) schläft auch so gut wie immer an der Brust ein und lässt sich auch nachts (2-5 Mal!!) nur damit beruhigen. Ich denke jetzt auch ans abstillen….mal sehen, ob und wie es klappt! Sie ist ja auch schön etwas grösser….Viele Grüsse! Claudia

  6. 27 Dezember 2015 at 3:47 pm

    Habe gerade deinen Post gelesen.. kommt ja wie gerufen. Wir sind gerade dabei, dass unsere Emmi im eigenen Bett einschläft – ohne Einschlafstillen. Ohjemine. Bin echt k.o.
    Fange nämlich ab Januar jetzt an zu arbeiten und so wie es momentan läuft funktioniert es einfach nicht mehr. 🙁
    Liebs Grüßle an dich! 🙂

  7. Johanna
    Antworten
    1 Januar 2019 at 3:09 pm

    Hallo,
    Habe deinen Beitrag vor ein paar Tagen entdeckt. Ich hoffe ich darf noch etwas fragen, auch wenn der Beitrag älter ist 😉 Das Thema steht bei uns auch gerade an, da unser Kleiner (6,5 Monate) oft seeeeehr lange beim einschlafen an der Brust nuckelt. Gegen das einschlafstillen hätte ich ja nichts, aber das nuckeln *grrrrrrr*
    Hat dein Wölkchen bereits vor der Entwöhnung einen Nuckel genommen? Unser Kleiner verweigert von Anfang an den Schnulli 🙁
    Ohne Brust schreit er sich ein und lässt sich nicht mehr beruhigen. Habe schon paarmal den Versuch der Entwöhnung gestartet, hab aber dann aufgegeben, da er nur noch geschrien hat 🙁
    Liebe Grüße 😉

    • 1 Januar 2019 at 3:20 pm

      Hallo Johanna. Oje, dir viel Erfolg! Ich kann mich gut erinnern, wie anstrengend die Zeit für mich war.
      Wölkchen hatte zu Beginn den Schnuller nicht genommen. Am Ende der Prozedur aber als Ersatz akzeptiert.
      Alles gute! Wiebke

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