Wölkchen wächst – der siebte Wachstumsschub

Mit knapp 11 Monaten (zwischen der 42. und 47. Woche) findet der siebte Wachstumsschub laut Rijt und Plooij statt. Aha, schon wieder ein Schub. Hört das denn nie auf? Da Wölkchen nun in der 48. Woche ist, möchte ich ein kleines Resümee dazu fassen. Das heißt wie wir den Schub erlebt haben, was das Baby in dieser Phase neues lernt und wie sich Wölkchen in der Phase entwickelt hat, das erfahrt Ihr hier in diesem Beitrag.
Ich beziehe mich dabei auf das Buch von Rijt und Plooij „Oje ich wachse“.

Was passiert während des siebten Wachstums-Schubs?

Während des Schubes entwickelt sich die Fähigkeit zum Wahrnehmen und Schaffen von Reihenfolgen. Das heißt das Baby lernt, dass Ereignisse eine bestimmte Abfolge besitzen. Es fängt an dies zu begreifen und selbst diese Abfolgen zu erzeugen. Was das genau bedeutet, sollen die nachfolgenden Stichpunkte verdeutlichen.
Bereich „Zeigen und verstehen“:
  • Es gibt Antworten auf einfache Fragen, zum Beispiel auf „wie groß bist du?“ streckt es die Arme in die Höhe
  • Es sagt „nein, nein“, wenn es etwas nicht möchte.
  • Es zeigt auf Tiere, beispielsweise eine Kuh oder Katze, wenn man danach fragt.
  • Es blättert in einem Buch und macht Geräusche zu den Abbildungen.
  • Es zeigt auf Gegenstände oder Körperteile und möchte deren Namen wissen.

Bereich Reihenfolgen/Assoziationen:

  • Es nimmt einen Schlüssel und steckt ihn in ein Schlüsselloch.
  • Es lässt Autos fahren und macht dabei „brmm brmm“.
  • Es schippt Sand auf eine Schaufel und in den Eimer.
  • Es versucht zu malen.
  • Es versteht, dass es in ein Telefon sprechen muss.

Bereich Spielen und Alltag:

  • Es wiederholt ein Spiel.
  • Es versteckt sich selbst.
  • Es baut etwas zusammen.
  • Es steckt etwas in eine Kiste hinein.
  • Es hilft beim An- und Ausziehen aktiv mit.
  • Es möchte andere füttern.
  • Es piekst etwas mit der Gabel auf und isst es dann.

Der Wachstumsschub bei Wölkchen

Wie sich der Schub bei Wölkchen zeigte

Da Wölkchen quasi durchgängig zahnt, ist es schwer auszumachen, welche Stimmungsschwankungen nun den Zähnen und welche dem Wachstumsschub geschuldet sind. Fest steht, sie hatte während der genannten Zeit, aber auch vorher und nachher immer mal gute und schlechte Tage.
Was jedoch passte war, dass Wölkchen genau zur 42. Woche nachts nicht mehr alleine weiter schlafen wollte und stattdessen sehr anhänglich war, eben Mamas Nähe suchte.
In der 44. Woche war sie streckenweise ebenfalls sehr quenglig, hatte Angst vor neuen Dingen und wollte viel den Nuckel und auf den Arm genommen werden.

Was Wölkchen Neues kann

Ja, sie gibt tatsächlich Antwort auf Fragen. Die Frage nach der Größe haben wir noch nicht getestet. Aber wenn man sie fragt „Wo ist… (z.B. die Mama)“, antwortet sie sofort „da“. Dabei schaut sie allerdings nicht auf das Objekt bzw. Subjekt der Begierde, sondern antwortet bereits auf das „Wo ist…“. Sie weiß also, ganz ohne zu verstehen, WAS wir sie eigentlich fragen, dass auf eine Frage eine Antwort zu folgen hat.
Auch wenn ich sie nach Tieren ausfrage, zeigt sie diese nicht. Namen sind irgendwie noch nicht in ihrem kleinen Köpfchen angekommen.
Die Sache mit dem Telefon ist sehr witzig. Es ist für sie äußerst spannend. Ganz aufgeregt kommt sie angekrabbelt, wenn jemand telefoniert und möchte es immer halten und zum Leidwesen der Gesprächspartner alle Knöpfe drücken. An das Ohr hat es Wölkchen allerdings noch nicht gehalten. Auch mit meinem Smartphone spielt sie gerne (selbstverständlich im ausgeschalteten Modus!), insbesondere die Hülle hat es ihr angetan. Ihr könnt Euch vorstellen, wie irritiert sie geschaut hat, als sie letztens mitbekam, wie ich damit ebenfalls telefonierte. Ja, die Erwachsenenwelt ist schon sehr verwirrend.
Es wiederholt ein Spiel, das stimmt. Vor einer Woche saßen wir beide auf dem Sofa. Ich legte ein Kuscheltier auf die Sofalehne, sie schubste es herunter. Ich legte es wieder rauf, sie schubste es wieder herunter. Dann sah sie, dass ich lachte und lachte mit. Mit jedem Mal, wo ich das Kuscheltier wieder hoch legte und sie herunterstieß, wurde das Lachen herzlicher.
Dass sie nun bestimmte Abfolgen des Alltags versteht, hat sie schon mehrmals bewiesen. Wenn ich mich anziehe, krabbelt sie beispielsweise aufgeregt zur Tür, weil sie weiß, dass es dort gleich hinausgeht. Oder wenn wir ankommen und sie hat einen Schlüssel in der Hand (erfahrende Mütter brauchen an dieser Stelle nicht fragen, wie es an den Schlüssel gekommen ist), dann hält sie den Schlüssel an die Tür, als wolle sie diese mittels unsichtbarer Schwingungen öffnen.
Gerne greift Wölkchen nach der Fernbedienung und hält sie zum Fernseher. Dann macht sie „Öh“ und wartet darauf, dass er angeht. Es ist wie mit dem Schlüssel. Irgendwann funktioniert das bestimmt auch mal per Gedankenübertragung 😉
Wenn ich sie frage, ob etwas lecker ist, macht sie „nom nom“. Und wenn sie etwas nicht möchte, schüttelt sie den Kopf.
Sie benutzt die Gabel. Wenn ich ihr etwas auf die Gabel piekse, dann steckt sie sich die in den Mund und macht das Essen ab. Und manchmal versucht sie auch selber etwas „aufzupieksen“. Dann nimmt sie beispielsweise eine Erbse und versucht diese auf die Gabel zu stecken, bislang allerdings ohne Erfolg.
Dafür füttert es nun mit Vorliebe uns mit. 😉

Das sagt einem vorher auch niemand!#MamaChallenge

— WIEBKE (@VerflixteAlltag) 19. April 2016

Und wenn wir mit dem Abendbrot fertig sind und der Papa Wölkchen aus dem Hochstuhl nimmt, um sie fertig zu machen, dann weint sie los, sobald der Papa sich dem Hochstuhl nähert. Sie weiß bereits, dass es nun unweigerlich ins Bett geht.

Und damit möchte ich diesen Beitrag schließen, um nicht zu viel bereits vorneweg zu nehmen. Denn nächste Woche vollendet Wölkchen seinen 11 Monat und natürlich wird es auch diesen Monat wieder eine Entwicklungs-Zusammenfassung geben.

Eure Wiebke

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