17 Monate Wölkchen – kleine Hochstablerin

Was ein Kind mit 17 Monaten kann

Jetzt wird es aber mal höchste Zeit für Wölkchens 17-Monats-Rückblick. Vier Tage ist sie nun bereits 17 Monate alt. Wie hat sie sich seit dem letzten Monat entwickelt? Stampft sie immernoch so „grazil“ durch die Gegend? Sagt sie neue Wörter? Hat sie etwas Neues gelernt? Das werde ich Euch heute beantworten.

(Hey und der Staub auf meinem PC auf dem Bild, der ist nur so stilecht. Ich vertusche hier nichts :-P)

Motorische Entwicklung

Das Laufen wird sicherer. Sie fällt weniger hin, auch wenn sie versucht zu rennen. Dennoch landet sie ab und an in einer Pfütze (bleibt ja nicht aus, bei dem Regenwetter zur Zeit). Den Laufstil würde ich immernoch als tapsig bis stampfend beschreiben. Es ist ein Anblick für die Götter, wenn sie davon stiefelt! Auch gelingt es ihr nun flache Stufen ohne Hilfe zu besteigen. Bei „normalen“ Stufen braucht sie aber noch das Geländer oder eine helfende Hand, die sie wie selbstverständlich am Treppenabsatz einfordert.

Feinmotorisch hat sich auch etwas getan. Sie trinkt sehr sicher aus dem Becher und schwappt nur noch etwas daneben, wenn man ihn zu voll macht. Mit dem Löffel isst sie sicher Joghurt. Auch im Spiel zeigen sich diese Fortschritte. Letztens haben wir Bausteine übereinander gestapelt und sie hat sieben Steine übereinander gelegt, ehe der Turm umgeplumpst ist. Ich sollte ihr einen Gürtel nähen mit dem Spruch „Sieben auf einen Streich“. 😉

Kognitive Entwicklung

Von Wölkchen kann man viel lernen, zum Beispiel über Zusammenhänge, die einem vorher gar nicht so offensichtlich waren. Der Papa beispielsweise läuft zu Hause gerne ohne Jeanshose herum. Wenn er die Tür verlässt, zieht er sich folglich eine Hose an. Letztens tat er genau dieses und Wölkchen weinte los. Sie kombinierte, dass der Papa gleich die Tür verlassen würde, womit sie auch Recht hatte. Sie hat eine wirklich gute Beobachtungsgabe. Mir zumindest war der Zusammenhang nicht offensichtlich gewesen.

Auch andere Zusammenhänge versteht sie sehr gut. Das macht sie zwar schon länger, ich habe es bislang aber noch nicht erwähnt: Wenn ich anfange zu kochen, dann öffnet Wölkchen augenblicklich den Küchenschrank und holt sich eine Plastikschüssel heraus. Und manchmal, wenn sie ganz eifrig ist, dann greift sie auch dan dem richtigen Geschirr (hier bitte kurz einen Panik-Emoticon einfügen). Sie kombiniert also folgerichtig, dass wir Geschirr brauchen, wenn ich etwas zu Essen koche. Dass ich ein Nudelgericht jedoch nicht in 5 Sekunden zubereite, dass muss sie dann doch noch lernen.

Soziale Entwicklung

Sie imitiert Wirbelwind in allem, was geht. Am Tisch, wenn Wirbelwind quatsch macht, dann macht sie das auch. Das ist nicht sonderlich erfreulich, wenn der Tisch voll gedeckt ist. Was „Vorbild“ bedeutet, versteht Wirbelwind leider noch nicht. Schöner anzusehen ist es dann, wenn Wölkchen beim Spielen nachahmt. Wirbelwind malt? Dann möchte Wölkchen das auch machen. (Anmerkung: die Filzstifte haben wir nun doch lieber weggeräumt. Und wenn jemand einen guten Tipp hat, wie Kugelschreiber aus einem Hüpfpferd wieder herausgehen, dann immer her mit den Ideen). Wirbelwind spielt in der Küche? Nichts wie hinterher. Die große Schwester ist ihr großes Vorbild und wird vergöttert. Schön anzusehen ist es, wenn beide begeistert um den kleinen runden Teppich bei uns im Wohnzimmer herumrennen und vor Freude quieken. Ein Hoch auf die Soziale Entwicklung.

Sprache

Wölkchen hat ihren ersten Zweiwortsatz geredet. Wirklich! Sie hat auf mein Auto gezeigt und gesagt: „Da Mama“. Zählt das? Ansonsten ist sie noch sehr kreativ in ihren Sätzen. Sie versucht den Klang unseres Sprechens nachzuahmen und plaudert so herrlich vor sich hin. Dann kommen solche Satzschöpfungen heraus, wie „Woo di didimama“, „Eledeledela“ oder „Ei dedemeidede mamama“.

Aber sie sagt auch verständliche Wörter. Neben Mama, dem Namen der Schwester und „da“ kamen letzten Monat ja diese Wörter hinzu:

  • „düdada“ (Tütata für Feuerwehr/Krankenwagen)
  • „hei“ (heiß)
  • „eisch“ (Eis)
  • „du“ (zu)
  • „düss“ (Tschüss, letzten Monat war es noch ein „dö“)
  • „Kra“ (Kran)

Neue Wörter sind nun ein klares und verständliches „Papa“ (ja, das hat sie die letzten Monate nicht mehr gesagt). Sie sagt „au“ (aus) und „aua“, wenn sie sich weh getan hat. Sie schüttelt nicht nur vehement den Kopf, wenn sie etwas nicht möchte. Sie verleiht ihrer Abneigung nun auch mit einem überzeugten „nein“ Ausdruck.

Oft spricht sie Wörter, die wir sagen, auch nach. Ich zähle das aber mal noch nicht zu ihrem Wortschatzt, solange sie die Wörter nicht von alleine sagt. Aber es zeigt, dass sie dazu fähig ist sie auszusprechen.

Schlafen

Seit der Kita-Eingewöhnung schläft Wölkchen sehr unruhig. Es verging den letzten Monat kaum eine Nacht, die sie nicht am Ende in unserem Bett verbracht hat. Sie schläft anfangs noch in ihrem Bettchen ein (gegen 19 Uhr), wird dann aber nach ca. 3 Stunden wach, dann nochmal gegen Mitternacht. Machmal schläft sie schnell wieder ein, weil sie lediglich ihren Nuckel gesucht hat. Aber manchmal beschäftigt sie auch mehr (ist ja kein Wunder, bei der großen Veränderung, die sie gerade durchmacht). Dann nehme ich sie mit rüber. Ich glaube ganze zweimal ist sie im letzten Monat in ihrem Bett morgens aufgewacht. Ich genieße die Kuscheleinheiten. Aber ich glaube Wirbelwind gefällt es nicht so sehr, dass Wölkchen die Sonderbehandlung erfährt. Zumindest war sie die Tage deutlich besser drauf, als Wölkchen NICHT bei mir geschlafen hatte. Ich hoffe mit der Gewöhnung an den Kindergarten steigen auch wieder die Nächste, die sie durchschläft (bzw. in ihrem Bettchen weiterschläft). Die Hoffnung stirbt zuletzt.

 

Abschließende Gedanken

Wölkchens Entwicklung macht mich einerseits so wahnsinnig stolz. Ich sehe, wie sie wächst, wie sie uns Erwachsene nachahmt, wie sie  einen eigenen Willen entwickelt und wie sie die Welt mit ihren Äuglein versucht zu erfassen und zu begreifen. Es ist ein wahrliches Wunderwerk, was dort täglich vor meinem Augen gespielt wird. Und oftmals kann ich die Augen nicht von ihr lassen, muss sie immer wieder anstarren, anlächeln oder laut mit ihr lachen.

Und dann, auf der anderen Seite macht es mich auch etwas traurig. Insbesondere wenn ich bedenke, dass auch Wirbelwind einmal so war, und ich nur noch so wenig von dieser Zeit weiß. Manchmal, wenn ich Wölkchen anschaue, kommen Erinnerungen von Wirbelwind hoch. Dann denke ich, „oh ja, das stimmt, das hat sie auch gemacht! Ach wie süß“. Doch wer erinnert mich an die schönen Kleinkindermomente mit Wölkchen, wenn diese als Vier- oder Fünfjährige neben mir sitzt und puzzelt, malt oder mich mit ihrem Sturkopf zur Verzweiflung bringt?

Das sind blöde Gedanken, ich weiß. Ich sollte im Hier und Jetzt leben. Und das mache ich auch. Aber ein paar Momente auf der Videokamera festhalten kann nicht schaden 😉

Eure Wiebke

Nachtrag vom 9.11.: Heute habe ich sie gemessen. Sie ist 83 cm groß, also ein cm größer, als im Vormonat.

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